Führungswechsel

Gores Group räumt bei Siemens SEN auf

07.07.2009
Finanzinvestor und Mehrheitseigner The Gores Group hat bei Siemens Enterprise Communications (SEN) die Führungsspitze ausgetauscht.

Finanzinvestor und Mehrheitseigner The Gores Group hat bei Siemens Enterprise Communications (SEN) die Führungsspitze ausgetauscht. CEO Jim O'Neill wird durch den Gores-Mann Mark Stone ersetzt. Die SEN-Manager Dr. Gerald Kromer und Richard Schlauri verantworten ab sofort gemeinsam das globale Servicegeschäft.

Laut Handelsblatt reagiert der SEN-Mitinhaber damit auf die weiterhin defizitäre Lage des Unternehmens. Bereits 2008 musste SEN demnach ein Minus von zehn Prozent hinnehmen. im laufenden Geschäftsjahr rechnet die ehemalige Siemens-Sparte mit 15 Prozent Umsatzrückgang. Der Restrukturierung sollen 800 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Im Oktober 2008 hatte die Gores Group 51 Prozent an der Siemens-Tochter SEN übernommen und diese mit dem Netzwerker Enterasys sowie dem Callcenter-Spezialisten SER Solutions in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht.

Mit diesem Deal war es dem Siemens-Konzern nach langer Suche endlich gelungen, auch diesen Teil seiner ungeliebten TK-Division abzustoßen. Die Mobilfunksparte hatte das Unternehmen bereits 2005 an BenQ verkauft - mit den bekannten verheerenden Folgen. Das Netzausrüstergeschäft landete 2007 im Jointventure Nokia Siemens Networks und die Endgerätesparte Home and Office Communication Devices konnte Mitte 2008 an den Finanzinvestor Arques verkauft werden. (haf)

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