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Channel-Kompass 2018

Gute Geschäftsaussichten für Systemhäuser

Matthias Zacher ist Senior Consultant bei IDC.
Alle Jahre wieder befragen wir die Top-Systemhäuser Deutschlands zur ihrer aktuellen geschäftlichen Lage und zu ihren Zukunftsplänen. Und das sind ihre Geschäftsaussichten für 2018.

Bereits 2017 haben wir an dieser Stelle festgestellt, dass die Masse der Systemhäuser seit mehreren Jahren steigende Umsätze erzielt. Und auch für 2018 erwarten 88 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Unternehmen rechnet mit Umsatzsteigerungen von mehr als fünf Prozent.

Die wirtschaftliche Situation ist also in sehr vielen Häusern außerordentlich gut. Aber das ist alles andere als ein Selbstläufer. Die Resultate belegen vielmehr, dass einerseits die äußeren Rahmenbedingungen stimmen und andererseits viele Systemhäuser ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Die Mehrheit der Häuser nennt die allgemeine Wirtschaftslage (63 Prozent der Nennungen) sowie die positive ITK-Konjunktur (63 Prozent der Nennungen) als wichtigste äußere Rahmenbedingungen. Aber das sind nicht die einzigen Treiber. 40 Prozent profitieren von Zusatzumsätzen mit neuen Technologien. Dieser Trend dürfte anhalten und sich in einigen Bereichen verstärken.

Wir beobachten derzeit, dass die Modernisierung ihrer IT für immer mehr Unternehmen auf dem Aufgabenzettel steht. Zudem haben einige Häuser von Sondereffekten wie der DSGVO und Datenschutz profitiert. Aber bei diesem Thema gibt es in vielen Unternehmen weiterhin Nachholbedarf und damit Umsatzpotenzial.

Lesetipp: Die Systemhaus-Megatrends für 2019-2020

Die wichtigsten internen Gründe für die Umsatzsteigerung sind: Der Ausbau des Managed Services- und Cloud-Geschäfts (67 Prozent), eine Umstrukturierung bzw. Neuausrichtung des eigenen Geschäftsmodells (43 Prozent) sowie Fusionen/Merger/Firmenzukäufe, also anorganisches Wachstum. Die genannten Gründe zeigen deutlich, dass die Änderung bzw. die Modifikation des Geschäftsmodells und ein damit verbundenes neues bzw. geschärftes Offering deutliche Synergieeffekte aufweisen.

Zudem fällt es auf, dass die seit Jahren diskutierten Managed-Services-Angebote sich nun endlich auszahlen. Aber bessere Umsatzzahlen können nicht alle Systemhäuser vermelden. Bei neun Prozent der Unternehmen stagniert der Umsatz, und lediglich drei Prozent berichten von einem Umsatzrückgang. Die Gründe sind hier individuell und lassen keine Verallgemeinerung zu.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Mehrheit der befragten Systemhäuser die Zeichen der Zeit erkannt und gehandelt hat. Eine Pause in der Weiterentwicklung des Geschäfts kann sich aber niemand gönnen. Das gilt sowohl für die Häuser, die ihr Geschäftsmodell umgestellt haben als auch für die Unternehmen, die erste Schritte gegangen sind bzw. kurz vor dem Start stehen.

Die Umfrage

Zum 20. Mal in Folge hat ChannelPartner Systemhäuser in Deutschland befragt. Ziel war es, die Stimmung, die wirtschaftliche Lage, die Sorgen und Pläne der IT-Dienstleister zu ermitteln. Auch ihre Einschätzung zu Trendthemen und Budgetentwicklungen bei den Kunden will die Umfrage dokumentieren. Da die Grenzen zwischen Systemhäusern, ISVs, Systemintegratoren, IT-Consultants und Service Providern zunehmend verschwimmen, befragt ChannelPartner seit 2013 die Vertreter aller Kategorien.

Die aktuelle Umfrage startete am 30. April und endete am 7. Juli 2018. Insgesamt beteiligten sich knapp 110 Systemhäuser an der Umfrage.