"Partner First" nur virtuell

HP-Roadshow kommt auch ohne persönlichen Austausch gut an

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die traditionelle HP-Roadshow „Partner First” hat erstmals rein virtuell stattgefunden. Das Konzept fand durchaus Anklang bei den Händlern. Eine wesentliche Komponente fehlte zwangsläufig dann doch.

Der Channel ist noch fest in den Fängen des Coronavirus. Trotz der einen oder anderen Lockerung in den Bundesländern finden derzeit so gut wie keine Veranstaltungen statt, bei denen sich die Teilnehmer persönlich treffen. Sicherheit geht eben vor.

Susanne Kummetz, Director Channel, Consumer and Commercial bei HP Deutschland, bei der Online-Präsentation im Rahmen der virtuellen HP-Roadshow „Partner First“.
Susanne Kummetz, Director Channel, Consumer and Commercial bei HP Deutschland, bei der Online-Präsentation im Rahmen der virtuellen HP-Roadshow „Partner First“.
Foto: HP

HP macht da mit der "Partner First"-Roadshow keine Ausnahme. Die Veranstaltung wurde komplett ins Netz verlegt. "Unter den gegebenen Bedingungen mussten wir innerhalb kürzester Zeit ein schlüssiges Konzept für die virtuelle Roadshow entwickeln", erklärt Susanne Kummetz, Director Channel, Consumer and Commercial bei HP Deutschland, gegenüber ChannelPartner. Dabei war es ihr besonders wichtig, Live-Inhalte mit speziell für die Roadshow gedrehten Videos zu mischen, um eine optimale Präsentation der Themen sicher zu stellen. "Insgesamt haben über 1.300 Partner und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren teilgenommen und Zertifizierungen erworben", resümiert Kummetz.

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HP hatte für die virtuelle Partnerveranstaltung insgesamt über 40 Referenten aus den unterschiedlichen Produkt- und Servicekategorien aufgeboten. Neun unterschiedliche Sessions wurden teilweise bis zu drei Mal angeboten. Insgesamt kamen so rund 25 Stunden Live-Inhalte Inhalten rund um die Produkte und Services des Herstellers zusammen. Ergänzt wurde das Programm durch Gastreferenten von Intel, AMD und Microsoft. Alle Sessions werden zudem inklusive der kompletten Unterlagen über die HP Partnerprotale für die Partner im Nachgang abrufbar sein.

Teilnehmer sind zufrieden

Das aus der Not geborene Veranstaltungsformat kam bei den Resellern gut an: "Die Mischung aus interaktiven Inhalten, Präsentationen und Live-Vorführungen sorgt für abwechslungsreiche, kurzweilige Slots, was auch von den teilnehmenden Mitarbeitern bestätigt wurde", meint Hippolyt Thum, Geschäftsführer des gleichnamigen Bürotechnikspezialisten aus Kulmbach. Der Vorteil für Thum liegt unter anderem darin, dass so auch mehrere Mitarbeiter seines Hauses an der Roadshow teilnehmen können.

Für Cube Solutions-Chef Christian Kruppa konnte im Rahmen der Roadshow alle gewünschten Zertifizierungen "ganz bequem vom persönlichen Schreibtisch" erlangen. Zudem habe er mehr Sessions besuchen können. "Diese Form war neu, aber sehr effizient", lobt er. "Den Partnern wurde ein toller Mix von Live- und aufgezeichneten Inhalten mit wichtigen News zu Produkten und Verkaufschancen für den Channel geboten", ergänzt Thomas Simon, Shareholder Managing Director bei IT-Haus.

Bei HP werden schon länger Webcasts mit 250 bis 800 Teilnehmern angeboten. "Die Erfahrung zeigt, dass virtuelle Formate sehr gut angenommen werden. Entsprechend werden wir den Bereich weiter ausbauen", kündigt Vertriebschefin Susanne Kummetz an. So wird dieses Jahr der Fokus eindeutig auf Online-Formaten liegen. "Langfristig bin ich davon überzeugt, dass der Anteil an virtuellen Veranstaltungen hoch bleiben wird", so Kummetz.

Online-Format hat Vor- und Nachteile

Für HP hat das Online-Format den Vorteil, dass man kurzfristiger auf den Informationsbedarf der Partner direkt reagieren kann. Zudem ist man nicht von Veranstaltungsorten abhängig. "Ganz gleich für welche Standorte wir uns in der Vergangenheit entschieden haben, es gab immer Partner, die sich gewünscht hätten, dass wir auch einmal in ihre Nähe kommen. In diesem Jahr hatten alle die gleiche Anreise", meint Kummetz augenzwinkernd.

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Persönliche Treffen können diese Formate auch für die HP-Managerin niemals vollständig ersetzen. Trotz der positiven Rückmeldungen der Partner vermisst sie dann doch den "persönliche Austausch mit den Partnern zwischen den Sessions und bei der Abendveranstaltung". Es fehle einfach die persönliche Komponente. "Das lässt sich tatsächlich virtuell bei der Anzahl an Teilnehmern auch nicht realisieren", bedauert sie.

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