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USA vs. China

Huawei erhält weitere 90 Tage Android-Gnadenfrist

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Heute endet eigentlich die Android-Gnadenfrist für Huawei, allerdings wird es wohl eine Verlängerung geben.

Im Mai hatte Huawei von der US-Regierung eine 90-Tage-Gnadenfrist für die Nutzung von Android erhalten. Diese Frist läuft am heutigen 19. August 2019 ab. Nach wie vor tobt zwischen den USA und China ein immer heftiger geführter Handelskrieg, bei dem vor allem US-Präsident Donald Trump bisher keinerlei Kompromissbereitschaft zeigt, auch wenn Kritiker warnen, dass vor allem für US-Verbraucher höhere Preise drohen.

Ungeachtet dessen wird das US-Handelsministerium die Android-Gnadenfrist für Huawei um 90 Tage bis in den November verlängern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die von der Verlängerung von einer ihrer Quellen erfahren haben will. Konkret werde Huawei für zunächst weitere 90 Tage gestattet, seinen Kunden die bisherigen Dienste weiter anzubieten. Die Quelle erklärte allerdings auch, dass die Lage momentan sehr "fließend" sei und es auch noch die Möglichkeit gäbe, dass das US-Handelsministerium am heutigen Montag nicht die Gnadenfrist für Huawei verlängere.

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass das US-Handelsministerium heute eher zugunsten von Huawei entscheiden werde. Die Genehmigung erlaubt es Huawei unter anderem, Android- und Software-Updates an die Nutzer auszuliefern. Zumindest bis zum 17. November 2019 ist Huawei nicht von dem Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China abhängig, wenn es um seine bereits auf dem US-Markt befindlichen Geräte geht.

Will Huawei mit US-Unternehmen Geschäfte machen, sind weiterhin entsprechende Freigaben seitens der US-Regierung notwendig. Viele US-Unternehmen sollen bereits solche Anträge gestellt haben, allein im vergangenen Monat waren es über 50 Anträge, wie das US-Handelsministerium erklärte. Huawei hatte im vergangenen Jahr mehr als 11 Milliarden US-Dollar für Komponenten bei US-Unternehmen wie Qualcomm und Intel ausgegeben.

Huawei bekräftigt Zukunftsversprechen

Kürzlich hatte Huawei mit HarmonyOS offiziell eine Alternative zum Android-Betriebssystem vorgestellt, die in allen Huawei-Geräten zum Einsatz kommen soll. Zur Not soll das Mikrokern-basierte Betriebssystem auch auf den Huawei-Smartphones zum Einsatz kommen, falls Huawei tatsächlich den Zugriff auf Android verlieren sollte. Natürlich ist der Markt für ein neues mobiles Betriebssystem schwierig und Huawei will so lange wie möglich an Android festhalten. Zumal es bei HarmonyOS auch noch viele offene Fragen gibt, wie in diesem Beitrag ausführlich erläutert werden.

Trotz aller Turbulenzen hält Huawei auch weiterhin zu seinem "Zukunftsversprechen" und macht darauf auch in diversen Werbeclips in TV & Co. aufmerksam. "Bei Huawei stehen die Kunden immer an erster Stelle, unabhängig von den Herausforderungen, denen wir uns gegenüberstehen", heißt es auf der Huawei-Website zukunftsversprechen.de.

So verspricht Huawei, dass es für existierende Huawei-Smartphones auch weiterhin Security-Updates geben werde und die Besitzer die Geräte mit Android auch dauerhaft wie gewohnt nutzen können. Auch gelte weiterhin die Herstellergarantie über 2 Jahre.

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