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Selfie-Kamera mit Bokeh-Effekt.

Huawei Nova 2 im Test

14.09.2017
Von Dennis Steimels
Wenn Dennis nicht gerade ein Smartphone testet oder ein Youtube-Video abdreht, ist er im Fitnessstudio oder in den Alpen beim Motorradfahren (Sommer) oder Snowboarden (Winter) zu finden – Sport gehört für ihn einfach zum Leben dazu. Nicht zu vergessen ist seine Reiseleidenschaft, er fühlt sich vor allem in den USA gut aufgehoben – zumindest für eine gewisse Zeit.
Bokeh-Effekt bei Selfies? Mit dem neuen Huawei Nova 2 ist das möglich! Wer schnell ist, bekommt zum Kauf gratis einen Fitness-Tracker dazu. Wir haben das Handy im Test.
Das Huawei Nova 2 hat ein gute Akku-Laufzeit.
Das Huawei Nova 2 hat ein gute Akku-Laufzeit.
Foto: Huawei

Mit dem Nova 2 hat Huawei Mitte August ein Smartphone für Selfie-Fans vorgestellt. Der Nachfolger des erfolgreichen Mittelklasse-Handys Nova knipst dazu mit einer 20-Megapixel-Kamera auf der Frontseite inklusive Bokeh-Effekt. Wer ein Nova 2 kauft, erhält außerdem gratis einen Fitness-Tracker dazu - alle Infos dazu am Ende des Artikels.

TEST-FAZIT: Huawei Nova 2

Der Bokeh-Effekt wird in der Smartphone-Welt immer interessanter und klappt seit dem Einsatz von Dual-Cams auch schon ganz gut. Wobei das Fotoergebnis keineswegs an das Niveau herankommt, das mit einer Profi-Kamera möglich ist. Huawei versucht beim Nova 2 den Bokeh-Effekt für Selbstportraits in der Frontkamera zu etablieren. Vergleicht man allerdings das Ergebnis der Haupt- mit der Selfie-Kamera, dann wird der Bokeh-Effekt bei Selbstaufnahmen überflüssig, denn die Qualität des Tiefeneffekts mit der Dual-Cam ist deutlich besser und die Kamera arbeitet sauberer. Die Selfies mit der Frontkamera sehen generell nicht gut aus.

In unseren Augen ist der Bokeh-Effekt der Selfie-Cam zwar ein nettes Feature, aufgrund der nicht überzeugenden Qualität aber kein Kaufargument. Für rund 400 Euro ist das Honor 9 mit ähnlicher Ausstattung, aber deutlich höherer Leistung, deshalb die bessere Wahl, wenn man in diesem Preissegment sucht. Nur die Akkulaufzeit ist beim Nova 2 einen Tick länger.

Pro

+ Wertige Verarbeitung

+ Gute Akkulaufzeit

+ Speicher erweiterbar

Contra

- Bokeh-Effekt bei Selfies nicht gut

- Vergleichsweise geringe Performance

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Huawei Nova 2

Testnote

gut (1,64)

Preis-Leistung

günstig

Ausstattung und Software (24 %)

1,73

Handhabung und Bildschirm (24 %)

1,37

Internet und Geschwindigkeit (20 %)

1,76

Mobilität (19 %)

1,21

Multimedia (10 %)

2,52

Service (3 %)

2,21

Huawei Nova 2: Fokus auf Selfie-Kamera

Dass auf der Rückseite jetzt eine Dual-Kamera sitzt, scheint so normal geworden zu sein, dass es bei der Vorstellung nur noch am Rande erwähnt wurde. Denn der Fokus liegt beim Nova 2 stark auf der Frontkamera. Huawei bezeichnet sein neues Nova 2 nämlich explizit als "das absolute Must-have Smartphone für alle Liebhaber von Selbstporträts". Dazu löst die Kamera auf der Vorderseite mit 20 Megapixeln auf und soll laut Huawei scharfe und detaillierte Porträts dank der Kombination aus der eigenen 3D-Gesichtserkennungstechnologie und dem optimierten Beauty 4.0-Modus ermöglichen. Einen Blitz gibt es auf der Vorderseite über eine Screen Flash-Funktion mit elf Lichtstufen.

Im Porträt-Modus wird bei aktiviertem Bokeh-Effekt automatisch der Hintergrund unscharf, während Sie im Vordergrund im Fokus stehen. Der Bokeh-Effekt funktioniert übrigens nur, wenn die Kamera ein Gesicht erkennt.

Im Test wird der Hintergrund zwar unscharf, sieht aber sehr künstlich und überblendet aus. Grundsätzlich kriegt die Kamera einen Bokeh-Effekt hin. Allerdings trennt die Kamera nicht sauber zwischen Motiv und Hintergrund, weshalb auch die Ränder Ihres Kopfes teilweise unscharf werden. Das Phänomen tritt aber nicht nur bei der Frontkamera des Nova 2 auf. Ein ähnliches Resultat liefert auch die Doppelkamera des iPhone 7 Plus.

Deutlich besser klappt der Bokeh-Effekt mit der Dual-Cam auf der Rückseite mit 12 und 8 Megapixeln. Hier können Sie über die Blendenebene den Grad des Fokus beziehungsweise der Hintergrund-Unschärfe manuell bestimmen. Je geringer der Wert, umso kleiner ist der Fokusbereich bei größerer Hintergrund-Unschärfe. Und je höher der Wert, umso größer ist der fokussierte Bereich und die Unschärfe wird schwächer.

Design und Display: Moderne Metalloptik

Das Huawei Nova 2 kommt mit einem Unibody-Metallgehäuse, dessen Optik Sie eventuell an ein OnePlus 5 oder iPhone 7 Plus erinnert. Damit sieht es tatsächlich sehr modern aus und liegt dank wertiger Verarbeitung angenehm in der Hand - ist aber aufgrund einer sehr glatten Oberfläche auch rutschig. Wie beim Vorgänger sitzt mittig auf der Rückseite noch der Fingerabdruck-Scanner, um das Handy zu entsperren.

Das Display misst 5 Zoll und löst in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) auf. Damit zeigt es Inhalte scharf an, ohne dass diese pixelig aussehen. Auch Helligkeit und Kontrast sind gut.

Das Gehäuse des Nova besteht aus wertigem Metall, ist allerdings auch sehr rutschig.
Das Gehäuse des Nova besteht aus wertigem Metall, ist allerdings auch sehr rutschig.
Foto: Huawei

Leistung: Niedrige Benchmark-Ergebnisse

Unter der Haube sitzt der im eigenen Haus produzierte Octa-Core-Prozessor Kirin 659 mit 4 x 2,36 + 4 x 1,7 GHz Taktung. Hinzu kommen 4 GB RAM. Klingt erst einmal gut - die Leistung dieser Mittelklasse-CPU können Sie aber nicht mit der einer Highend-CPU vergleichen, die in 800-Euro-Handys steckt. Dementsprechend niedrig sind die Ergebnisse aus den Benchmarks 3D Mark und Antutu: 12.271 und 63.692 Punkte. Zum Vergleich: Das Galaxy S8 erreicht fast die dreifache Punktzahl. Aber auch das nur 100 Euro teurere OnePlus 5 ist drei Mal so stark.

Für den alltäglichen Gebrauch eines Otto-Normalnutzers reicht die Performance des Nova 2 in der Regel aus.

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