Ratgeber für Jobsuchende

Initiativbewerbung richtig gemacht

27.08.2010

Drei Dokumente machen eine gute Initiativbewerbung aus

Ihre Unterlagen sollen alle Unternehmen einer Zielgruppe gleichermaßen überzeugend ansprechen, sodass Sie nur die Adresse und den Ansprechpartner austauschen müssen. Eine erstklassige Initiativbewerbung besteht bei mir aus genau drei Dokumenten: dem zielgruppenspezifischen Anschreiben, den Beiträgen zum Unternehmenserfolg und dem Kurz-Lebenslauf. Diese drei einseitigen Dokumente kommen zusammen in einen 20-Gramm-Brief im DIN-Lang-Format. Um es ganz klar zu sagen: Bei meinen Initiativbewerbungen werden keine Bewerbungsmappen verschickt, aber auch keine "Visitenkarten" im Sinne einer Auflistung bisheriger Arbeitgeber, Funktionsbezeichnungen und Zeiträume.

Das zielgruppenspezifische Anschreiben beginnt mit einer drei- bis vierzeiligen Headline, die Ihre wesentlichen Stärken, Erfahrungen und insbesondere Erfolge darstellt. Diese Headline ersetzt den sonst üblichen Betreff. Ob Ihre Bewerbung eine Chance beim Unternehmen hat, hängt zuerst genau von dieser Headline ab. Wenn wir davon ausgehen, dass Entscheider nur wenig Zeit haben, bleiben Ihnen genau diese paar Zeilen, um das Interesse des Lesers zu wecken. Da diese Headline enorm wichtig ist, braucht ihre Entwicklung einen besonders sorgfältige Vorbereitung: die Zusammenstellung Ihrer Stärken!

Übrigens: Die Bezugnahme auf das konkrete Unternehmen entfällt! Dass es großartig ist, weiß das Unternehmen längst und will dazu keine "individualisierten Textbausteine" lesen. Und dass Sie für das Unternehmen arbeiten wollen, liegt nahe, wenn Sie sich dort bewerben.

Im Dokument Beiträge zum Unternehmenserfolg geht es um die Darstellung Ihrer erzielten Erfolge. Und zwar solche, die ihren vorherigen Arbeitgebern Gewinn eingebracht haben. Sie sollten möglichst nach wenigen Hauptthemen gegliedert darstellen, was Sie erreicht haben. Diese Auflistung löst sich von den beruflichen Stationen und richtet sich nach übergeordneten Leistungen aus. Wichtig ist dabei die Perspektive: Versetzen Sie sich immer in die Lage der Unternehmen. Was ist für ein Unternehmen wichtig? Was könnte zum Unternehmenserfolg Ihres künftigen Arbeitgebers beitragen?

In den einseitigen Kurz-Lebenslauf gehören nur die wesentlichen Daten zu Ihrer Person und Ihren wichtigsten Berufsstationen. Diese werden nach "Key Essentials" gegliedert wie Internationalität, Führungsspanne, besondere Aufgaben, etc. Sie ordnen dort zusammen, was zusammengehört und nicht, wie Ihr Leben "zufällig" verlaufen ist.

Die von mir entwickelten Lebensläufe weichen daher erheblich von den Mainstream-Lebensläufen ab, wie sie in fast allen Ratgebern beschrieben werden. Denn auch der Lebenslauf ist ein Instrument, um Erfolge und Nutzen zu vermitteln. Das geht nur, wenn man sich von herkömmlichen Vorstellungen verabschiedet und sich anders verkauft.

Ergänzend erstelle ich mit meinen Klienten einen ausführlichen Lebenslauf. Dieser beschreibt dann die einzelnen Berufs- und Ausbildungsstationen chronologisch geordnet - beginnend mit der aktuellsten Position. Auch hier steht bei jeder Station, was in dem jeweiligen Unternehmen an Erfolgen erzielt wurde. Er wird an Unternehmen geschickt, die aufgrund der Initiativbewerbung weitergehende Informationen zum Bewerber wünschen.

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