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Internet-Schuldenpranger ist vom Netz

19.07.2001
Nur für kurze Zeit hat ein Finanzdienstleister aus Schleswig-Holstein im Internet eine Art Pranger betrieben, bei dem Gläubiger die Namen und Adressen ihrer Schuldner veröffentlichen konnten. Nachdem das Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein (ULD) rechtliche Schritte angedroht hat, wurde die Schmähseite vom Netz genommen. "Die neue Technik bietet ein gefährliches Mittel für Selbstjustiz und Rufmord“, begündet ULD-Leiter Helmut Bäumler das Einschreiten seiner Einrichtung, und verweist auf die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten, zu seinem Geld zu kommen.(st)

Nur für kurze Zeit hat ein Finanzdienstleister aus Schleswig-Holstein im Internet eine Art Pranger betrieben, bei dem Gläubiger die Namen und Adressen ihrer Schuldner veröffentlichen konnten. Nachdem das Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein (ULD) rechtliche Schritte angedroht hat, wurde die Schmähseite vom Netz genommen. "Die neue Technik bietet ein gefährliches Mittel für Selbstjustiz und Rufmord“, begündet ULD-Leiter Helmut Bäumler das Einschreiten seiner Einrichtung, und verweist auf die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten, zu seinem Geld zu kommen.(st)

 

Günter Münzloher

"...und verweist auf die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten" - Der Witz des Tages!
Der Datenschützer aus Schleswig Holstein könnte sich ja mal überlegen, WIESO so jemand wie der obige Finanzdienstleister zu einer derart drakonischen Maßnahme greift bzw. WIESO ein naiver Gläubiger dermaßen in Rage gerät, dass er sich dieser Maßnahme bedient...Oder wieso mittlerweile die sog. "Russen-Inkasso" dermaßen Erfolg hat.
Ich bin nicht für Selbstjustiz und obige Methode kann zu immensem Missbrauch führen, WENN und SOLANGE dahinter kein rechtskräftiges Urteil oder ein Vollstreckungstitel, etc
steht. ABER WENN der Tatbestand eindeutige etabliert ist, sich der Schuldner aber nicht aufrafft, sich hinter dem laschen Insolvenzrecht versteckt, dann ist ein solches Druckmittel sicherlich sinnvoll. Nicht alles, was im Mittelalter schon erfolgreich war, wäre nciht auch heute noch effektiv. In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, musste man im Wirtshaus seine Trinkschulden auf eine Tafel schreiben (mit seinem Namen!) UND glauben Sie mir, ein solcher Name stand nicht lange drauf

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