Drei Fragen an Thomas von Baross, D-Link

"IoT auf der Tagesordnung"

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Wie schätzt die ITK-Branche die Aussichten für 2017 ein? Hier sind die Antworten von Thomas von Baross, Managing Director der D-Link (Deutschland) GmbH, Vice President Northern, Central & Eastern Europe.

Was wird 2017 auf die ITK-Branche zukommen? Wir haben die wichtigsten Unternehmen im ITK-Channel zu ihrer Einschätzung befragt. Als Grundlage für die Auswahl der befragten Unternehmen waren die Top-Drei-Platzierungen bei den Channel Excellence Awards, die von ChannelPartner in Zusammenarbeit mit der GfK vergeben wurden. Die Ergebnisse können Sie hier nachlesen. Auch 2017 werden die Channel Excellence Awards verliehen: Auf einer feierlichen Gala am 25. Januar im Künstlerhaus in München werden wieder die Besten des Channels ausgezeichnet.

Hier sind die Antworten Thomas von Baross, Managing Director der D-Link (Deutschland) GmbH, Vice President Northern, Central & Eastern Europe:

Wie schätzen Sie die Aussichten der ITK-Branche für 2017 ein?

Thomas von Baross, D-Link: Im kommenden Jahr wird der ITK-Markt in Deutschland laut neuesten Prognosen des Bitkom weiter wachsen. Der Umsatz soll bei rund 162 Milliarden Euro liegen. Im Bereich Smart Home rechnen wir ebenfalls mit einer steigenden Nachfrage: Marktprognosen zufolge soll 2017 ein Umsatz von ca. 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftet werden.

Wir gehen davon aus, dass auch das Jahr 2017 weiterhin stark von der digitalen Transformation und dem großen Thema Internet of Things (IoT) geprägt sein wird: Die zu verarbeitenden Datenmengen werden besonders im Industrie 4.0-Umfeld aufgrund der zunehmenden Vernetzung von Geräten und Produktionsanlagen rasant ansteigen. Dies wiederum hat einen wachsenden Bedarf an leistungsstarken Netzwerken zur Folge.

Thomas von Baross, D-Link: Industrie 4.0 auf der Tagesordnung.
Thomas von Baross, D-Link: Industrie 4.0 auf der Tagesordnung.
Foto: D-Link

Was kommt 2017 auf Ihr Unternehmen zu?

Thomas von Baross: Auch wenn es bereits erste Ansätze hin zu mehr Kooperationen im Smart Home-Segment gibt, rechnen wir damit, dass die Komplexität hier tendenziell noch zunehmen wird. Zum einen weil es immer mehr Endgeräte gibt - und zum anderen da immer mehr Anbieter in den Markt drängen. Vor diesem Hintergrund stehen wir als Unternehmen mehr denn je vor der Aufgabe, die Plattformunabhängigkeit unserer Smart Home Produkte zu fördern. Unser Ziel ist es, den Nutzern möglichst große Flexibilität bei der Gestaltung der eigenen Smart Home Lösung zu bieten.

Das Thema Industrie 4.0 wird auch im kommenden Jahr bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen auf der Tagesordnung stehen, wenn sie dem verschärften Wettbewerbsdruck standhalten und auf die geänderten Marktbedingungen reagieren wollen. Was so einfach klingt, hat in der Realität enorme Auswirkungen - insbesondere auch auf die Anforderungen der IT-Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund sehen wir es als unsere zentrale Aufgabe, Unternehmen bei dieser Transformation beratend zu unterstützen sowie passgenaue und kostengünstige Lösungen anzubieten.

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Was werden 2017 die Trends in Ihrem Geschäftsumfeld sein?

von Baross: Entwicklungspotenzial sehen wir vor allem hinsichtlich der Anforderungen an Bandbreite und Skalierbarkeit von IT-Infrastrukturen: Diese werden 2017 in Unternehmen, smarten Fabriken und öffentlichen Einrichtungen weiterhin deutlich steigen. Gefragt sind Netzwerke mit hoher Kapazität und niedriger Latenz, die reibungslos miteinander kommunizieren.

Für SMBs werden 10-Gigabit-Technologien zunehmend attraktiver, weshalb wir speziell in diesem Umfeld mit einer erhöhten Nachfrage rechnen. Zudem stehen neue Möglichkeiten für den Retail bereit: Erste "Wireless Lösungen" ermöglichen dem stationären Handel seine Free-WiFi-Angebote für Werbemaßnahmen zu nutzen, den Kundendialog zu steigern und damit neue Umsätze zu generieren.