Internet of Things bei Google, SAP, Bosch, Amazon, Telekom oder Siemens

IoT-Produkte und -Strategien der Hersteller

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.
Der Diplom-Physiker Oliver Schonschek ist freier IT-Fachjournalist und IT-Analyst in Bad Ems.

IoT-Strategie von IBM

IBM Watson hat bei IBM eine zentrale Stellung übernommen und bildet in der IBM Watson IoT Platform auch den Kern der IoT-Lösungen von Big Blue. Die Säulen der Watson IoT-Lösung sind Analytics (mit Watson Natural Language Processing, Watson Machine Learning, Watson Image and Video Analytics und Watson Text Analytics), Connect (Verbindung und Verwaltung von Geräten), Information Management (Identifizierung, Aggregation und Transformation der IoT-Daten) sowie Risk and Security Management (unter anderem eine Private IoT Blockchain Lösung).

Zudem hat IBM The Weather Company übernommen und damit eine Cloud-Plattform zur Analyse von Wetterdaten in sein IoT-Portfolio integriert. IBM hat noch weitere IoT-Initiativen zu bieten: Die "IBM Bluemix IoT Zone" ist der auf IoT-Dienste abzielende Teil der PaaS-Plattform Bluemix. Dort können Entwickler Lösungen schreiben, mit denen sich Daten aus IoT-Quellen aggregieren und auswerten lassen, und sie können Apps dazu entwickeln. IBM verfolgt zudem den Ansatz, dass Entwickler vorhandene Geschäftsanwendungen mit Echtzeitdaten und Embedded Analytics ausstatten können, um unternehmenskritische IoT-Prozesse zu automatisieren und zu verbessern.

Die Zusammenarbeit von IBM und Cisco durch Bündelung von IBM Watson IoT Analytics und Cisco Edge Analytics ist ein Beispiel dafür, wie IoT-Player in Zukunft stärker kooperieren werden. Ein weiteres Beispiel ist die Kooperation von IBM und Bosch, durch die die Bosch IoT Suite Services auf IBM Bluemix und Watson IoT Plattform verfügbar werden.

IBM und Visa arbeiten nun ebenfalls zusammen. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, die kognitiven Fähigkeiten der IBM Watson IoT-Plattform für den Zahlungsverkehr nutzbar zu machen. Dazu gehören auch die Visa Token Services. Damit kann jedes vernetzte Gerät, egal ob Uhr oder Auto, für Geldtransaktionen verwendet werden.

Der Standort Deutschland spielt bei der IoT-Strategie von IBM eine besondere Rolle: IBM hat im Februar 2017 den globalen Hauptsitz für den neuen Geschäftsbereich Watson IoT in München eröffnet. Insgesamt hat das Unternehmen rund 200 Millionen US-Dollar in den neuen Hauptsitz investiert. Zudem hat IBM in München den Startschuss für den Aufbau eines neuen, weltweiten Innovationsökosystems rund um künstliche Intelligenz (AI) und IoT gegeben. Mitglied dieses Ökosystems ist unter anderem BMW. Insgesamt werden in München rund 1.000 IoT-Experten von IBM gemeinsam mit Partnern und Kunden zusammenarbeiten. Dazu gehören unter anderem die europäische Technologie-Initiative EEBus, BNP Paribas, Capgemini, Tech Mahindra und Avnet.

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