"iPhone"-Deal von Apple und Cisco: Was amerikanische Analysten dazu sagen

23.02.2007
Obwohl Apple und Cisco keine Details ihres Abkommens, den Namen "iPhone" künftig gemeinsam zu nutzen und bei der Geräteentwicklung zu kooperieren, preisgeben wollten, haben einige Analysten sich zu den möglichen Auswirkungen des Deals Gedanken gemacht. Ihre unterschiedlichen Ergebnisse lauten so:

Obwohl Apple und Cisco keine Details ihres Abkommens, den Namen "iPhone" künftig gemeinsam zu nutzen und bei der Geräteentwicklung zu kooperieren, preisgeben wollten, haben einige Analysten sich zu den möglichen Auswirkungen des Deals Gedanken gemacht. Ihre unterschiedlichen Ergebnisse lauten so:

Apple sei der Gewinner der Übereinkunft. Das sagten die Analysten Rob Enderle und Roger Kay. Allein der Name "iPhone" sei Gold wert; das Recht an der Verwendung dieses Namens habe Apple mit dem vagen Versprechen garniert, die Interoperabilität des eigenen Telefons mit denen von Cisco zu prüfen. Beide sagten, Apple habe in der Vergangenheit schon öfter dergleichen Versprechungen gemacht, sie jedoch meist nicht erfüllt.

Kay sagte, es sei gewiss Geld geflossen, doch angesichts des Wertes der Marke "iPhone" wahrscheinlich zuwenig. Beide Analysten stimmten auch darin überein, dass Apple den Weg zum Gericht gescheut haben muss. Hätte das Unternehmen vor Gericht seine Argumentation durchsetzen können, das "iPhone" sei klar unterschieden von dem VoIP-Telefon, das Cisco-Tochter Linksy anbietet, hätte es damit rechnen müssen, dass "iPod"-Konkurrenten mit der nämlichen Argumentation sich des Namens "iPod" bedient hätten.

Zeus Kerravala von der Yankee Group sagte, der wirkliche Verlierer der Einigung sei Microsoft. Denn Cisco könne nun in Richtung Anbieter von Endverbraucher-Geräten marschieren, Apple in Richtung Unternehmenskunden. Der Analyst überlegte, ob die beiden Unternehmen ihre Übereinkunft auch beleben könnten und vertikale Märkte adressieren könnten. Seine Antwort: Ja, wenn beide ihre Stärken ausspielen könnten. Dazu müssten sie im Markt für das sogenannte "digitale Haus" deutlich ihre Präsenz zeigen. "Wenn sie wollen, können sie das", so Kerravala.

Schließlich urteilte Ken Dort, Rechtsanwalt und Spezialist für Technologiefragen, dass beide Unternehmen gewonnen hätten. Apple könne den Namen verwenden, der genau zu seinem bisherigen Namensgebungen passe, und Cisco habe nun eine Entwicklerverbindung zu Apple hergestellt. (wl)

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