Managed Service Provider im Fokus

Ivanti setzt auf den Channel

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Das Firmenkonglomerat Ivanti entstand als Zusammenschluss von mehreren Software-Companys, unter anderem von Landesk, Heat Res Software und Front Range. Nach der technischen Aufrüstung steht nun die Expansion im Channel an.

Unter dem Ivanti-Dach versucht sich der Softwarekonzern (1.700 Mitarbeiter in 23 Ländern) nun Channel-freundlich aufzustellen. In Deutschland arbeitet der Hersteller mit den Distributoren Arrow, ADN und Ectacom zusammen. Markus Fritz, Channel Manager EMEA Central von Ivanti, nennt dabei eine Zahl von 80 Resellern in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), die er als "aktiv" bezeichnet. Hinzu kommen rund 200 Managed Service Provider, die Ivanti-Lösungen einsetzen, um die IT-Systeme ihrer Kunden zu managen. Außerdem kooperiert Ivanti mit Consultants, die wiederum ihren Kunden den Einsatz der Security- und IT-Service-Management-Lösungen des Herstellers empfehlen.

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Darüber hinaus steht Ivanti stets im engen Kontakt mit diversen ISVs (Independent Software Vendors, unabhängigen Softwarehäusern), die unter Umständen das Ökosystem des Herstellers mit ihren Lösungen anreichern könnten.

Seit September 2018 arbeitet Markus Fritz als Channel-Manager DACH bei Ivanti.
Seit September 2018 arbeitet Markus Fritz als Channel-Manager DACH bei Ivanti.
Foto: Ivanti

Ivanti erzielt derzeit rund eine halbe Milliarde Dollar Umsatz jährlich. Die DACH-Region trägt dazu mit beachtlichen zehn Prozent bei. Hier zu Lande beschäftigt das Unternehmen über 50 Mitarbeiter, etwa eine Handvoll von ihnen kümmert sich um den Channel. Derzeit möchte Ivanti speziell in Deutschland die großen Systemhäuser und Systemintegratoren für sich gewinnen. Einige von ihnen, unter anderem ACP, Axians, Bechtle, Brandmauer IT, FKS, Insight und Software One, sind bereits auf der Website des Herstellers gelistet. Als Zielkunden für die Security- und IT-Service-Management-Systeme von Ivanti gelten Unternehmen mit mindestens 500 IT-Usern.

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IT-Service- und Asset-Management in der Cloud

Und um diese Kunden zufrieden zu stellen, arbeitet Ivanti stets an der Verbesserung des eigenen Produktportfolios. Erst Ende April 2019 hat der Softwarehersteller zwei seiner Module, nämlich "Ivanti Service Manager" und "Ivanti Asset Manager", in eine Cloud-basierte Management-Plattform überführt. Damit kann der Systemadministrator nun von einer Benutzeroberfläche aus sowohl die Hard- und Software-Ressourcen als auch sämtliche IT-Prozesse managen. Dadurch lassen sich laut Ivanti Ausfallzeiten von Hardware, Anwendungen und Prozessen reduzieren.

IT-Service- und Asset-Management in der Cloud
IT-Service- und Asset-Management in der Cloud
Foto: Ivanti

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Mit der Kombination des Asset- mit dem Service-Manager kommt es nach Ansicht des Herstellers zu einigen Synergie-Effekten:

• Entlastung von IT-Help-Desks durch Self-Service-Funktionen für die User

• Zeitersparnis durch Automatisierung von Routineaufgaben über IT-Silos hinweg

• weniger Hardwareausfälle durch vollständiges Lifecycle-Management des Inventars

• geringere Lizenzausgaben dank Identifikation nicht konformer und ungenutzter Software

• effiziente Genehmigungsprozesse für Anfragen, Updates und Änderungen

• leichter durchführbare Software-Audits

Dank der Kombination in der Cloud lassen sich auch weit verzweigten Niederlassungen eines Unternehmens von einem Punkt aus zentral managen. So können zum Beispiel nach lokalem IT-Komplettausfall Mitarbeiter ihre Tätigkeit im Homeoffice fortsetzen.

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