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Epson statt Samsung

Justizministerium ersetzt Laser durch Tinte

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Aus Angst vor Feinstaubemissionen werden bei den Justizbehörden in Niedersachsen künftig in breiter Front Business-Ink-Geräte von Epson eingesetzt. Sie ersetzen Samsung-Laserdrucker, die Ende vergangenen Jahres in die Schlagzeilen geraten waren.
Die Business-Ink-Drucker des Modells WorkForce Pro WP-M4095 von epson ersetzen bei der Justiz in Niedersachsen 4.000 Laserdrucker des Typs ML3471 von Samsung.
Die Business-Ink-Drucker des Modells WorkForce Pro WP-M4095 von epson ersetzen bei der Justiz in Niedersachsen 4.000 Laserdrucker des Typs ML3471 von Samsung.
Foto: Epson

Ende vergangenen Jahres sorgte das Justizministerium in Niedersachsen für Schlagzeilen: Rund 4.000 Laserdrucker aus Samsung-Produktion wurden ausgemustert. Nachdem beim Amtsgericht Burgwedel Krankheitsfälle aufgetreten waren, wurde das dortige Gebäude einer gründlichen Inspektion durch das Bremer Umweltinstitut unterzogen. Dabei wurden an der Immobilie keine Mängel festgestellt. Allerdings gerieten die dort verwendeten Samsung-Druckern des Typs ML3471 ins Fadenkreuz: So soll die Empfehlung für Feinstaubemissionen des "Blauen Engels" überschritten worden sein. Diese Spezifikationen waren jedoch zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in Kraft.

Obwohl bei der Untersuchung kein Zusammenhang zwischen den Krebserkrankungen von Mitarbeitern und den Feinstaubemissionen der Drucker festgestellt werden konnte, hatte man in Niedersachsen beschlossen, alle Drucker dieses Modelltyps zu verschrotten.

4.000 Tintenstrahldrucker

Nun gehen die Behörden auf Nummer sicher und ersetzen die Laserdrucker durch Tintenstrahler des Modells WorkForce Pro WP-M4095 von Epson. Rund 4.000 Geräte sollen nun dort eingesetzt werden, wo der Drucker unmittelbar am Arbeitsplatz steht. Erste Geräte wurden bereits durch den Epson-Handelspartner on line Datensysteme ausgeliefert.

Der flächendeckende Austausch von Laser- durch Tintensysteme dürfte die Diskussion um vermeintliche Emissionen von Laserdruckern weiter befeuern. Auch wenn man es bei Epson nicht offiziell zugibt, setzt man doch auf die Angst der Kunden vor Feinstaubbelastungen durch Laserdrucker. Die Laserdruckerfraktion hingegen verweist gerne auf die neuen Grenzwerte des Umweltlabels "Blauer Engel". Derzeit werden die Neuerscheinungen bei RAL gemeinnützige GmbH mit Sitz in Sankt Augustin nach den neuen Richtlinie RAL-UZ 171 zertifiziert. Die Hersteller gehen davon aus, dass die meisten neuen Lasersysteme die Grenzwerte einhalten werden. (awe)