Sammlung

Karikaturen über die ITK-Branche

Jan-Bernd Meyer betreute als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" war Meyer zuständig. Inhaltlich betreute er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.
In der Printausgabe unserer Schwesterpublikation Computerwoche erscheinen seit vielen Jahren Karikaturen von Oldrich Jelinek. Wir zeigen Ihnen seine Werke hier in gesammelter Form.

Oldrich Jelinek, Karikaturist der Computerwoche, ist ein freundlicher sowie zeitloser Herr und darf im Wortsinn als stilbildend bezeichnet werden. Er hat seit Jahrzehnten mit seinen Karikaturen die ITK-Industrie aufs Korn genommen – und damit ein gerüttelt Maß Anteil am Image und Anspruch der Computerwoche. Dem Anspruch, sich distanziert, neutral und kritisch mit den Entwicklungen der Branche, ihren Schwergewichten in den Unternehmen und ihren Tops und Flops auseinanderzusetzen.

Natürlich bekamen die Großen der Szene häufiger ihr Fett weg als diejenigen, die einfach nur mit im Spiel sind. Das ist Gesetz in der Medienwelt. Und das ist auch gut so – meistens jedenfalls.

Jelinek stichelte über die Digital Natives, die nicht mehr in der Lage sind, die Benutzeroberfläche eines Buches zu bedienen. Er ätzte über die Vor- und Nachteile der Gesundheitskarte – und nicht ganz zufällig überwiegt die Skepsis. Die Möglichkeiten der 3D-Produktion und ihre Folgen für die Menschheit diskutierte er treffend in einer etwas – ja – bösen Karikatur. Die Chancen künstlicher Intelligenz am Beispiel des kreativen Potenzials der Watson-Technik von IBM kreiste Jelinek ironisch ein. Und spätestens bei den Heilsversprechungen des autonomen Fahrens lief unser Zeichner zur großen Form auf.

Ja, Jelinek war nicht – jedenfalls nicht immer – politisch korrekt. Die Verhältnisse in der bösartigerweise anzunehmenden suboptimalen deutschen Durchschnittsehe rückte er mit zwei Sätzen ins rechte (?) Licht. Für die nun wirklich ganz ernst gemeinten Chancen, die sich durch den 3D-Druck für Leserinnen des "Fifty-Shades-of-Grey"-Machwerks ergeben, brauchte er ebenfalls nur seine spitze Feder und einen knappen Kommentar, den er den besten aller möglichen Frauen in den Mund legt.

Und natürlich ließ sich Jelinek das Thema NSA nicht entgehen. Wie staatliche Fürsorge für Whistleblower à la Snowden in den USA aussehen kann, davon hatte Jelinek eine Ahnung. Und da war seine Feder sehr spitz.

So geht's im Galopp durch die ITK-Branche und in die große weite Welt der Politik, die schmunzelnd vom Kopf auf die Füße gestellt wurden. Dass es hierbei zu Kollateralschäden gerade auch bei den politischen Protagonisten kommt, war absolut gewollt.

Wir haben hier einmal diejenigen Zeichnungen versammelt, die bislang veröffentlicht wurden. Es gilt: Stay connected. There is more to come. (tö)

Cartoon der Woche - Jahrgang 2012

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