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Diebstahl von Rechenleistung

Kaspersky Lab warnt vor Mining-Malware



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Nicht mehr die Erpressung von Lösegeld steht für viele kriminelle Banden jetzt im Vordergrund ihrer Aktivitäten. Stattdessen konzentrieren sie sich zunehmend auf das verborgene Schürfen nach virtuellen Währungen auf fremden PCs und Servern.

Nach dem Trend zu Ransomware setzen viele Cyber-Kriminelle jetzt vermehrt auf Mining-Malware, warnt Kaspersky Lab. Mitarbeiter des russischen Sicherheitsanbieters sind beispielsweise einer Gruppe auf der Spur, die im vergangenen Jahr in nur sechs Monaten mehr als sieben Millionen US-Dollar mit dem heimlichen Schürfen nach Krypto-Währungen ergaunert haben soll. Dabei sollen sie auch Tricks verwendet haben, die sonst nur bei ausgefeilten APTs (Advanced Persistent Threats) zu finden seien.

Statt auf Erpresser-Trojaner setzen viele Kriminelle jetzt auf Mining-Malware.
Statt auf Erpresser-Trojaner setzen viele Kriminelle jetzt auf Mining-Malware.
Foto: Wit Olszewski - shutterstock.com

Einer der wichtigsten Gründe für diesen Trend ist der massive Wertanstieg, den viele Krypto-Währungen in den vergangenen Monaten erlebt haben. Dadurch lohnt es sich für die Kriminellen, verborgene Software auf den Rechnern ihrer Opfer zu platzieren, die Teile der Rechenleistung abzwackt und für das Schürfen nach Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Monero verwendet. Anders als bei Ransomware werden dabei keine Daten vernichtet und auch keine Lösegelder gefordert. Die Bedienung des Computers wird aber teilweise erheblich erschwert.

Monat für Monat wurden im vergangenen Jahr mehrere hunderttausend Menschen das Opfer von Mining-Malware.
Monat für Monat wurden im vergangenen Jahr mehrere hunderttausend Menschen das Opfer von Mining-Malware.
Foto: Kaspersky Lab

"Wir stellen fest, dass Ransomware wieder in den Hintergrund tritt und den Weg für Miner frei macht", kommentiert Anton Ivanov, Lead Malware Analyst bei Kaspersky Lab, den Trend zu Mining-Malware. Im vergangenen Jahr sollen mehrere Millionen Anwender das Opfer dieser Art von Schädlingen geworden sein. Allein im Dezember 2017 zählte Kaspersky Lab mehr als 600.000 Infektionen mit Krypto-Minern. Zur Verbreitung seien dabei vor allem Adware, gecrackte Spiele und andere Raubkopien verwendet worden. Aber auch Drive-by-Downloads seien eingesetzt worden.