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Eine Woche CeBIT – wir ziehen Bilanz

Kleiner, ruhiger und mehr Zeit für Gespräche

20.03.2015

Zwei weitere Meinungen

Christian Vilsbeck, Senior Editor im Team Technologie

Wenn man kurz vorher auf dem trubeligen Mobile World Congress war, dann empfindet man beim Gang durch die CeBIT-Hallen fast gähnende Langeweile. Auf der MWC gab es wieder ein Neuheitenfeuerwerk, die Trends der Branche waren dort greifbar – nicht nur im Bereich der mobilen Welt, auch beim Internet der Dinge, bei Security-Themen und Big Data-Lösungen.

Christian Vilsbeck
Christian Vilsbeck

Langeweile auf der CeBIT ist natürlich übertrieben, es fehlt die Hektik wie auf der MWC oder einer CeBIT in den 90er Jahren. Aber genau das macht den Charme der aktuellen CeBIT aus. Man ist nicht gehetzt und schaut im Gespräch stets auf die Uhr, weil der nächste Termin schon drückt. Das empfinden auch viele Hersteller so: Es bleibt mehr Zeit, über Probleme und Lösungen mit Kunden zu diskutieren. So war aus meinen Terminen mit CEOs, CTOs, VPs & Co. aus dem Mobile-, Storage- und Security-Bereich zu hören, dass sie sehr zufrieden sind, in Ruhe Kundenpflege betreiben zu können. Und auch das Knüpfen neuer Kontakte sei auf einer "ruhigen" Messe viel besser machbar; Interessenten zeigen mehr Kontaktfreude zu Unternehmen als auf völlig überfüllten Ständen.

Die CeBIT würde also gut daran tun, weiter den Business-Nutzen der Messe hervorzuheben. Denn es gab sie wieder: Horden von Schulklassen und Besucher mit Freikarten, die mit großen Tüten auf Schlendertour durch die Hallen waren. Damit wird natürlich die Besucherzahl künstlich erhöht, aber neue Austeller gewinnt die CeBIT so nicht. Im Gegenteil, viele zeigen sich eher genervt, wenn dadurch der Business-Fokus der Messe verwässert wird. Übrigens glauben auch viele Aussteller, dass die CeBIT in Bälde wieder mit der Hannover Messe, wo es viel um Industrie 4.0 geht, verschmelzen könnte. Die Themen nähern sich eh immer mehr an.

Bernhard Haluschak, Redakteur im Team Technologie: Zeit für den Kunden

Business as usual war diese CeBIT 2015 für mich sicherlich nicht, denn Schlagwörter wie "Digitale Transformation", "Industrie 4.0" oder "Internet of Things" (IoT) wehten durch die weiten Hallen der Technologie-Messe. Viele Besucher taten sich mit den Begrifflichkeiten schwer, doch verweilte man interessiert an einem Stand, wurde man sofort aufgeklärt. Allerdings beschlich einem irgendwie das Gefühl, dass man alles schon mal letztes Jahr gehört hat – nur etwas anders interpretiert.

Bernhard Haluschak
Bernhard Haluschak
Foto: IDG Business Media GmbH

Doch wenn es um das eigentliche Business geht, habe ich überwiegend positives Feedback erhalten. Die Aussteller waren durchweg mit ihren Messeauftritten zufrieden. Allerdings nutzen immer mehr Aussteller die CeBIT, um neue Kontakte zu knüpfen oder zum Networking und nicht um Geschäftsabschlüsse zu tätigen – und das merkte man. So wurde der interessierte Standbesucher ausführlich über die Lösungen des jeweiligen Ausstellers informiert und man nahm sich dabei viel Zeit. Es entstand nicht der Eindruck, dass der Redner nur sein Programm abspult, sondern tatsächlich auf die Fragen und Probleme des Besuchers beziehungsweise potenziellen Kunden eingeht.

Insgesamt standen auf der CeBIT 2015 die Produkte beziehungsweise die Lösungen im Vordergrund. Dabei gaben sich die Hersteller große Mühe, Lösungen zu präsentieren, die individuell auf die Kundenbedürfnisse wie kleine und mittelständische Unternehmen oder Enterprise-Kunden zugeschnitten werden können. Speziell fiel mir das im IT-Infrastrukturbereich, wenn es um Data-Center-Ausrüstung, Server oder Cloud-Services ging, auf.

Übrigens, besonders positiv fiel mir bei meinen Standterminen auf: Das ständige Nörgeln der Aussteller über die Qualität der Besucher fehlte und man konzentrierte sich auf das Wesentliche – weiter so.