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Achten Sie auf „Kleinigkeiten“

Körpersprache im Alltag entschlüsseln

Michael Kaune (Jahrgang 1968) hat nach einer handwerklichen Ausbildung zunächst Marketing und BWL studiert. Nach einigen Berufsjahren orientierte er sich neu und lernte Coaching, Magie und Mental Training. Heute arbeitet er als Coach und Trainer und moderiert Shows und Veranstaltungen. Er unterstützt Menschen dabei, ihren eigenen Weg zu finden.
Mimik, Gestik und vor allem die Augen sagen oft mehr aus als Worte. Dieses Wissen lässt sich in allen Lebenssituationen einsetzen.

Die Körpersprache Ihres Gegenübers gibt Ihnen in manchen Situationen wesentlich mehr Auskunft, als das, was die Person in diesem Moment sagt. Um die Signale Ihres Gesprächspartners richtig zu deuten, lohnt es sich daher, auf "Kleinigkeiten" zu achten. Denn die Körpersprache, Mimik und Gestik nimmt einen großen Anteil eines Gesprächs ein - sei es im beruflichen oder im privaten Umfeld.

Es ist ein schwieriges Unterfangen, einen Gesichtsausdruck richtig zu lesen und ihn entsprechend zu deuten.
Es ist ein schwieriges Unterfangen, einen Gesichtsausdruck richtig zu lesen und ihn entsprechend zu deuten.
Foto: Rawpixel.com - shutterstock.com

Bei Ihnen steht ein Gesprächstermin bei Ihrem Chef an, bei dem es um Gehaltsverhandlungen geht. Ihr Teamleiter ruft Sie zu einem Kritik-Gespräch. Oder Sie sitzen mit Freunden und Bekannten gemütlich bei einem Grillabend zusammen … - all diese Situationen haben eines gemeinsam. Nicht nur das gesprochene Wort ist hier entscheidend, sondern es kommt auch auf die Körpersprache, die Mimik und Gestik an.

Keine Kommunikation ohne Blickkontakt

Michael Kaune, Coach und Magier aus Berlin, weiß, warum beispielsweise auch der Blickkontakt zu seinem Gegenüber so wichtig ist: "Ich konnte in Seminaren, bei Veranstaltungen und im ganz normalen Alltag so oft beobachten, dass scheinbar immer weniger Menschen fähig sind, ihrem Gesprächspartner (insbesondere in wichtigen und entschiedenen Momenten) in die Augen zu sehen. Oft sind die Augen auf die Leinwand, den Vertrag oder sonst wohin gerichtet, aber nur ganz selten schaut man dem anderen in die Augen. Dabei ist der Blickkontakt in der Kommunikation zwischen Menschen extrem wichtig. Zum einen signalisieren wir Interesse und Aufmerksamkeit, indem wir unserem Gegenüber in die Augen schauen. Zum anderen sind gerade die Augen eines Menschen sehr aussagekräftig und aufschlussreich - ein direkter Blickkontakt hilft, den anderen zu "lesen".

So sehr wir unsere Gedanken und Gefühle verbergen oder kontrollieren wollen, die Augen erzählen weit mehr über uns als wir denken", so Michael Kaune.

Glaubwürdigkeit und Authentizität ausdrücken

Neben der Mimik können aber auch andere körpersprachliche Ausdrücke bei Gesprächen im beruflichen oder privaten Rahmen sehr hilfreich sein. Die Körpersprache ist ein wichtiges Instrument, um Glaubwürdigkeit und Authentizität auszudrücken. Denn wenn die Körpersprache nicht mit den gesprochenen Worten harmoniert, dann stimmt etwas nicht. Oft nimmt man das nur in unbewussten Nuancen wahr. Aber man nimmt es wahr - und das ist schon mal ein guter Anfang. Denn besonders Gefühlszustände wie Freude, aber auch Angst und Anspannung machen sich durch unbewusste Körpersignale bei den meisten Menschen sofort bemerkbar. Doch auch wenn viele Informationen in der Körpersprache Ihres Gegenüber enthalten sind, bleibt es ein schwieriges Unterfangen, einen Gesichtsausdruck richtig zu lesen und ihn entsprechend zu deuten. Da eine einzelne Bewegung verschiedene Bedeutungen haben kann, ergibt sich erst in Kombination aus Gesichtsausdruck, Gestik und Körperhaltung ein stimmiges Gesamtbild, sagt Michael Kaune.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Viele nutzen und benutzen ein Lächeln sehr häufig als "Maske" - daher stellt sich oft die Frage: Verbirgt sich dahinter echte Freude oder doch nur ein "soziales" Lächeln? Zur "echten" Freude gehören die Augen. Die Augenringmuskeln werden aktiv. Das heißt, es entstehen die kleinen typischen Fältchen rund um die Augen und die Augen wirken kleiner. Bei einem "gespielten" Lächeln werden die Wangen eher nur von unten nach oben geschoben werden, manchmal auch nur einseitig und meist ohne die Beteiligung der Augen.

Auf das "Timing" achten

"Bei echter Freude (so wie bei den meisten unserer Emotionen) laufen Mimik und das Gesagte synchron ab, nicht zeitversetzt - achten Sie also auf das "Timing" bei Ihrem Gesprächspartner, so Michael Kaune.

Um die eigene Mimik und Körpersprache besser zu verstehen und damit auch besser auf sein Gegenüber eingehen zu können, empfiehlt der Berliner Coach: "Machen Sie sich zunächst erst einmal bewusst, wie Sie selbst wirken. Dazu hilft es, darauf zu achten, was der eigene Körper macht. Nehmen Sie einmal wahr, was in Ihrem eigenem Gesicht passiert. Stellen Sie sich zum Beispiel dazu beim Telefonieren vor einen Spiegel und schauen Sie sich an: Welchen Gesichtsausdruck sehen Sie? Wie reagieren Sie/Ihr Körper auf etwas Gesagtes? Wofür ist die Mimik und Körpersprache genau in diesem Moment ein Ausdruck? Was können Sie daraus ableiten und wie können Sie selbst darauf bewusst reagieren?" (oe)

Lesetipp: Die Macht der versteckten Signale