1,4 Milliarden Euro

Komsa erzielt Rekordumsatz

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der TK- und Netzwerkdistributor Komsa hat das beste Ergebnis in seiner Firmengeschichte erzielt. Mit 1,4 Milliarden Euro konnte die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr nochmals um fünf Prozent gesteigert werden.

Der Hartmannsdorfer Distributor Komsa hat sich selbst ein Geschenk zum anstehenden 30-jährigen Firmenjubiläum gemacht: Mit 1,4 Milliarden Euro Umsatz knackte das Unternehmen nochmals die Rekordmarke von bisher 1,3 Milliarden des Vorjahrs.

Pierre-Pascal Urbon, Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand bei Komsa, hält an seiner Expansionsstrategie fest und will in den nächsten Jahren „einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ investieren.
Pierre-Pascal Urbon, Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand bei Komsa, hält an seiner Expansionsstrategie fest und will in den nächsten Jahren „einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ investieren.
Foto: Komsa

Die erneute Steigerung von rund fünf Prozent führt der Komsa-Vorstandsvorsitzende, Pierre-Pascal Urbon, vor allem auf den fortwährenden Trend zum mobilen Arbeiten und digitalen Lernen zurück, den die Corona-Pandemie deutlich beschleunigt hat: "Als größter deutscher Telekommunikations-Distributor bringen wir unsere Mobilfunk-Kompetenz ein und liefern die Technik, die es fürs dezentrale Arbeiten und Lernen braucht", erläutert er.

Urbon und seine Vorstandskollegen arbeiten dabei weiter an der breiteren Aufstellung des Grossisten, der längst mehr bietet als nur Telekommunikationsprodukte. Unter anderem agiert man nun als Microsoft-Technologiepartner für die Azure Cloud und die Microsoft Office 365 Anwendungen.

Ein weiteres Standbein hat sich Komsa in den vergangenen Jahren im Bereich Reparatur und Refurbishment geschaffen: Viele Smartphone-Hersteller nutzen die Mobilfunkwerkstatt am Hauptsitz in Hartmannsdorf bei Chemnitz, um autorisierte Reparaturdienstleistungen innerhalb und außerhalb der Garantie durchführen zu lassen. Hier konnte Komsa nun auch Apple, Oppo und Xiaomi als Vertragspartner gewinnen. "Es macht uns stolz, dass solche namhaften, internationalen Marken auf unsere After Sales Dienstleistungen vertrauen", freut sich Urbon.

Investitionen in Millionenhöhe

Insgesamt hat Komsa nach eigenen Angaben die Partnerbasis leicht ausgebaut und berichtet von rund 20.000 belieferten Händlern. Zudem verwaltet das Unternehmen mehr als 500.000 mobile Geräte im Auftrag der Partner. Das Device-as-a-Service Angebot des Grossisten schließt die Einrichtung und Konfiguration der Technik, die Reparatur im Defektfall sowie die Rücknahme ein. "Damit entlasten wir auch die IT-Abteilungen in Unternehmen, die diese ganze Technik in der Regel verwalten müssen", erläutert der Komsa-Chef.

Als Wachstumstreiber hat Urbon insbesondre vier Felder ausgemacht, die für ihn ein "Jahrzehnt der Möglichkeiten" einläuten: Der neue Mobilfunkstandard 5G, die Fortsetzung des Mobile-Working-Booms, Cloud Computing, das inzwischen auch beim deutschen Mittelstand angekommen ist und das gesellschaftliche Streben nach einem nachhaltigeren Lebensstil. Entsprechend will Komsa in diese Wachstumsfelder "einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag" investieren. Unter anderem stehen die Weiterentwicklung der logistischen Infrastruktur, der Ausbau des Device-as-a-Service-Geschäfts und die verstärkte Aufbereitung gebrauchter Mobilgeräte auf dem Investitionsprogramm.

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