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Studie zum sprachgesteuerten Einkaufen

KPMG sieht gute Chancen für Voice Commerce



Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Laut einer KPMG-Befragung stehen deutsche Konsumenten dem Online-Kauf via Sprachsteuerung aufgeschlossen gegenüber.
Könnten bald immer häufiger zum Einkaufen verwendet werden: Sprachassistenten wie Amazon Echo
Könnten bald immer häufiger zum Einkaufen verwendet werden: Sprachassistenten wie Amazon Echo
Foto: George W. Bailey - shutterstock.com

Bereits die Hälfte der Konsumenten nutzt heute im Alltag Sprachsteuerung über Smartphone oder Systeme wie Alexa, Google oder Siri. Wie die Ergebnisse des Consumer Barometers von KPMG und IFH Köln, für das 500 Konsumenten befragt wurden, zeigen, ist jeder Zweite daran interessiert, diese Technologie auch für den Einkauf einzusetzen (Voice Commerce). 11 Prozent nutzen diese Möglichkeit bereits. Aus Konsumentensicht komme die Nutzung der Sprachtechnologie insbesondere für die Informationssuche in preiswerteren Produktkategorien und für die Entdeckung neuer Marken in Frage. Das größte Interesse zur Nutzung von Voice Commerce bestehe für die Warengruppen Consumer Electronics (60 Prozent) und Lebensmittel (54 Prozent).

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Die Befragten äußern aber auch Bedenken gegenüber Voice Commerce. So finden sechs von zehn Konsumenten beispielsweise Sprachsteuerung beim Einkaufen vergleichsweise unpraktisch, da sich Informationen auf einem Bildschirm besser erfassen ließen. Ebenso viele sind unsicher beim Ablauf des Bestellprozesses, und auch das Thema Datenschutz hemmt zumindest knapp 60 Prozent der Konsumenten bei der Nutzung solcher Systeme.

Datenschutz und Vertrauen müssen stimmen

"Trotz der Bedenken hinsichtlich Praktikabilität, Datenschutz und Vertrauen erkennt die Mehrheit der Konsumenten Sprachsteuerung als relevantes Zukunftsthema an", erklärt Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. Das Interesse an ersten Anwendungen sei da. "Händler, die heute schon Sprachassistenten nutzen und Anwendungsmöglichkeiten testen, können beim Kunden Vertrauenspunkte sammeln und so den Weg ebnen für zukünftige Kaufabschlüsse über Sprachsteuerung", so der Handelsforscher.

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Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG, ergänzt: "Die Bedenken dürften bei einer transparenten Kommunikation der Händler und auch durch Gewohnheitsänderungen der Konsumenten nach und nach verschwinden. Wir gehen davon aus, dass der Anteil von Voice Commerce am Handelsumsatz in den nächsten Jahren alleine schon durch die zunehmende Verbreitung der entsprechenden Sprachsteuerungssysteme stetig steigen wird. Diese Zeit können Unternehmen nutzen, um nun erste Versuche zu starten und ihre Anwendungen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln." (mh)