ECM-Anbieter

Kyocera übernimmt Ceyoniq-Gruppe

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die Drucker- und Kopierersparte des Kyocera-Konzerns hat den Bielefelder ECM-Spezialisten Ceyoniq übernommen. Ziel ist es, das Lösungsportfolio auszubauen.

Kyocera will am Wachstumsmarkt Enterprise-Content-Management (ECM) partizipieren. Laut Bitkom lag 2014 der Umsatz mit ECM-Lösungen immerhin bei rund 1,7 Milliarden Euro. Bisher konnte der Drucker- und Kopiererhersteller entsprechende Produkte und Lösungen nur über Kooperationen mit anderen Anbietern bereitstellen.

Vertreter von Kyocera und Ceyoniq nach der Vertragsunterzeichnung in Düsseldorf.
Vertreter von Kyocera und Ceyoniq nach der Vertragsunterzeichnung in Düsseldorf.
Foto: Kyocera

Mit der Übernahme der Bielefelder Ceyoniq-Gruppe will man nun ein eigenständiges Produktportfolio in diesem Segment anbieten. Cayoniq soll aber als eigenständige Einheit mit eigenen Beratern und Entwicklern sowie dem Produkt Nscale erhalten bleiben. Für die Geschäftsaktivitäten der Unternehmensgruppe bleibt somit André Ferlings als Vorsitzender der Geschäftsführung verantwortlich: "Wir sind der Technologieführer mit unserem Software-Produkt Nscale im ECM-Sektor und sind überzeugt, mit Kyocera gemeinsam unsere bestehenden sowie auch neue internationale Kunden von unserer Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Eins und Eins ergibt bei dieser Übernahme mehr als Zwei", gibt sich Ferlings selbstbewusst.

Stillschweigen über den Kaufpreis

Mit Nscale lassen sich Arbeitsabläufe in Unternehmen automatisieren und somit effizienter und sicherer gestalten. Auch kollaboratives, teamübergreifendes Arbeiten wird durch die Ceyoniq Produkte ermöglicht.

Für Takahiro Sato, Präsident der Kyocera Document Solution Europe, ist die Übernahme "perfekte Ergänzung" zum eigenen Hardware-Know-how. "Allen voran werden unsere Kunden profitieren. Ihnen stehen nun erweiterte Softwareangebote, Dienstleistungen und ein Lösungsportfolio aus einer Hand zur Verfügung", verspricht Sato. So könne man sich im strategisch wichtigen ECM-Markt positionieren. "Wir können damit noch besser die zunehmend komplexen Anforderungen und Bedürfnisse unserer Kunden im Bereich Dokumentenmanagement bedienen. Gemeinsam werden wir neue Marktpotenziale erschließen", ergänzt Reinhold Schlierkamp, Geschäftsführer der Kyocera Document Solutions Deutschland.

Über den Kaufpreis wollten sich die Beteiligten nicht äußern. Ceyoniq ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Der Umsatz, den die 160 Mitarbeiter erwirtschaften, lag im vergangenen Jahr bei 16,7 Millionen Euro. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll die Übernahme schon Ende Oktober abgeschlossen sein.

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