Tech World ’20

Lenovo stellt zwei neue Highend-Server vor



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Mit den Modellen SR850 V2 und SR860 V2 bringt die Lenovo Data Center Group zwei neue Mittel- und Oberklasse-Server für besonders rechen- und speicherintensive Anwendungen auf den Markt.
Der neue Lenovo SR860 V2 kann bis zu 48 Laufwerke und 12 TByte RAM aufnehmen.
Der neue Lenovo SR860 V2 kann bis zu 48 Laufwerke und 12 TByte RAM aufnehmen.
Foto: Lenovo

Die Data Center Group von Lenovo hat auf der vor kurzem durchgeführten Tech World '20-Konferenz zwei neue Server mit Intel-Xeon-Prozessoren der dritten Generation vorgestellt. Das ThinkSystem SR850 V2 sowie das ThinkSystem SR860 V2 eignen sich nach Angaben des Herstellers vor allem für rechenintensive Workloads in etwa den Bereichen Big Data, Künstliche Intelligenz (KI), High-Performance Computing (HPC) sowie High Performance Data Analytics (HPDA).

Ausstattung

Die Ausstattung ist durchaus beeindruckend. So kann der SR850 V2 zwei oder vier Xeon-Prozessoren, bis zu 12 TByte TruDDR4-Arbeitsspeicher in 48 Steckplätzen und bis 24 2,5-Zoll-Laufwerke aufnehmen, die auch aus NVMe-Laufwerken bestehen können. Dazu kommen sieben PCIe-3.0-Steckplätze für Erweiterungen sowie ein dedizierter OCP-3.0-Port zur Unterstützung von 1-GbE-, 10-GbE- und 25-GbE-Verbindungen.

Die mögliche Ausstattung des SR860 V2 ähnelt sich in einigen Punkten. Als internen Speicher kann dieses Modell jedoch bis zu 48 Laufwerke aufnehmen, von denen die Hälfte als NVMe-Laufwerke ausgeführt sein dürfen. Dazu kommen insgesamt 14 PCIe-3.0-Erweiterungssteckplätze. Außerdem kann der SR860 V2 bis zu vier 300-W-GPUs (Nvidia V100S) mit doppelter Breite oder acht 70-W-GPUs (Nvidia T4) mit einfacher Breite aufnehmen.

Beiden Servern gemein ist die Fähigkeit, im Betrieb sowohl Laufwerke als auch Stromversorgungseinheiten austauschen zu können. Dazu kommen redundant ausgeführte Lüfter, interne Light Path Diagnostic LEDs, ein von vorne zugängliches Diagnosefeld über einen speziellen USB-Eingang sowie optional ein integrierbares Diagnose-LCD-Feld. Als Betriebssysteme kommen Microsoft Windows, VMware, Red Hat oder SuSE Linux in Frage.

Bereit für KI-Analysen

Nach Aussage von Kamran Amini, Vice President und General Manager Server, Storage und Software Defined Infrastructure bei der Lenovo Data Center Group, sind die neuen Server bereits "AI-Ready". Damit eignen sie sich "um Künstliche Intelligenz in Unternehmen einzuführen und zu unterstützen" und um etwa Echtzeit-Analysen mit Hilfe von HPDA durchzuführen. Die neuen Server seien ein "risikoarmes, schlüsselfertiges Angebot", das es Kunden auch ermögliche, ihre SAP-Softwarelandschaft und Daten vor Ort zu verwalten und gleichzeitig von den Vorteilen einer Private-Cloud-Erfahrung zu profitieren, so Amini.

Zur Startseite