Weitreichende Umstrukturierungsmaßnahmen

Lexmark-Chef Rottstedt geht

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der Geschäftsführer von Lexmark Deutschland, Hartmut Rottstedt, hat den Druckerhersteller verlassen. Laut Brancheninformationen steht das Unternehmen vor umfassenden Umstrukturierungsmaßnahmen in der DACH-Region.

Nach fast 30 Jahren in den Diensten des Druckerherstellers Lexmark hat Deutschlandchef Hartmut Rottstedt das Unternehmen verlassen. Dies bestätigt Lexmark auf Anfrage von ChannelPartner. Über die Gründe schweigt sich das Unternehmen aus. "Hartmut Rottstedt, Geschäftsführer der Lexmark Deutschland GmbH, verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen zum 31. Oktober 2020, um sich neuen Herausforderungen zu stellen", heißt es in dem Lexmark-Statement.

Lexmark-Geschäftsführer und „Mann der ersten Stunde“, Hartmut Rottstedt, hat den Druckerhersteller zum 31. Oktober 2020 „auf eigenen Wunsch“ verlassen.
Lexmark-Geschäftsführer und „Mann der ersten Stunde“, Hartmut Rottstedt, hat den Druckerhersteller zum 31. Oktober 2020 „auf eigenen Wunsch“ verlassen.
Foto: Lexmark

Genau genommen war Rottstedt dem Unternehmen noch viel länger verbunden: 1991 wurde Lexmark als eigenständiges Unternehmen aus dem IBM-Konzern ausgegliedert. Der Manager wechselte damals als IBM Sales Representative zu Lexmark Deutschland, wo er dann als Key Account Manager tätig war. Er war damit ein Mann der ersten Stunde bei Lexmark. "Unter seiner Geschäftsführung entwickelte sich Lexmark DACH zu einem der wichtigsten Bereiche innerhalb der Lexmark-Familie. Wir danken Herrn Rottstedt für seine herausragenden Leistungen in den vergangenen 30+ Jahren, für seine hohe fachliche Kompetenz und seinen unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Kunden", schreibt Lexmark. Er habe maßgeblich zum Aufbau beigetragen, mit besonderem Fokus auf den Enterprise-Sektor. Man wünsche ihm "für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles Gute".

Thomas Valjak wird DACH-Chef

Branchenkenner vermuten, dass die Demission mit anstehenden Umstrukturierungsmaßnahmen in der DACH-Region zusammenhängen könnten. Wie diese aussehen könnten, ist jedoch in selbst bei engen Lexmark-Geschäftspartnern nicht bekannt. "Da bleibt wohl kein Stein auf dem anderen", heißt es aus Partnerkreisen.

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Zumindest eines ist offiziell: Thomas Valjak, der seit dem 1. Mai 2019 als Vice President Channel EMEA für Lexmark tätig ist, wird ab dem 1. Dezember 2020 die Führung von Lexmark in der DACH-Region übernehmen. "Mit seiner beeindruckenden, internationalen Erfolgsbilanz und seiner über 25-jährigen Branchenerfahrung ist Thomas Valjak der richtige Kandidat, um Lexmark DACH weiterzuentwickeln und den weiteren Geschäftserfolg zu sichern", lässt der Druckerhersteller wissen.

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