Unternehmensumbau

Lexmark verabschiedet sich von Consumer-Tintenstrahlern

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.

Optimismus trotz Stückzahlschwund

Den Rückgang der verkauften Stückzahlen von Lexmark-Geräte erklärt Klinkhammer mit der B2B-Ausrichtung: "Wir verabschieden uns peu à peu vom Consumer-Segment und sehen den Fokus im Geschäft mit Business-Kunden", betont der Manager. So habe man bei Workgroup-Geräten "erheblich" zugelegt. "Da gibt es nicht mehr viel über uns", meint er selbstbewusst. Trotz allen Software-Engagement will der Hersteller den Hardware-Bereich nicht aus den Augen verlieren. So kündigt Lang bis Oktober insgesamt "63 neue Maschinen" an.

Der Rückzug aus dem Consumer-Geschäft bringt natürlich auch ein Wandel des Vertriebs mit sich. So verliert der Retail-Kanal an Bedeutung. Dass Lexmark bereits das MSH-Vertriebsteam aufgelöst hat, will das Unternehmen allerdings nicht bestätigen: "Die Anpassung der Aktivitäten an die globale Strategie bedeutet weder, dass Lexmark sich aus einzelnen Marktsegmenten komplett zurückzieht, noch, dass Lexmark zukünftig keine Tintenstrahl-Technologie mehr anbieten wird", heißt es dazu in einem Statement auf Anfrage von ChannelPartner.

Die bisherigen 160 "Value Print Partner" werden nun zu "Business Solution Dealer", einer bei Lexmark nun weltweit gültigen Händlerbezeichnung. Die Software-Sparte behält allerdings den eigenständigen Vertriebskanal und führt ein zweigleisiges Modell mit direktem und indirektem Vertrieb. Michael Lang will das aber nicht als Einstieg in den direkten Vertriebskanal verstanden wissen. "Wir vertreiben die Hardware weiterhin nur indirekt", verspricht er. Ausnahmen seien nur rund 50 weltweite Großkunden. (awe)

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