Tom Cavanagh wird Senior Vice President, New Business Development

Lexmark will jenseits des Druckergeschäfts wachsen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Bei Lexmark ist der Posten eines Senior Vice President, New Business Development eigerichtet worden. Tom Cavanagh soll dort neue Wachstumsfelder erschließen. Welche das sein könnten, verrät der Hersteller aber nicht.

Drucken ist derzeit nicht gerade ein Wachstumsmarkt, das bekommen vor allem die Druckerhersteller zu spüren. Auch bei Lexmark sucht man nach Wegen, neue Umsatzquellen zu erschließen. Dafür soll nun eine "New Business Development"-Abteilung aufgebaut werden.

Tom Cavanagh soll in der neu geschaffenen Position eines des Senior Vice President, New Business Development bei Lexmark „Wachstumschancen über das Kerngeschäft Druck und Imaging hinaus“ erschließen.
Tom Cavanagh soll in der neu geschaffenen Position eines des Senior Vice President, New Business Development bei Lexmark „Wachstumschancen über das Kerngeschäft Druck und Imaging hinaus“ erschließen.
Foto: Lexmark

Einen Mann für diese Aufgabe hat man in Lexington, Kentucky auch schon gefunden: Tom Cavanagh wird künftig für das Unternehmen in der neu geschaffenen Rolle des Senior Vice President, New Business Development tätig sein. Cavanagh kommt von Eastman Kodak Company zu Lexmark. Dort war er als Vice President und Chief Customer Officer in der Intellectual Property Solutions Abteilung tätig, die sich auf hochentwickelte Werkstoffe und 3D-Druck konzentriert. Davor baute er bereits als leitender CEO zwei Start-up-Unternehmen auf: BuildLinks, einen Anbieter von Cloud Services für das Baumanagement in der Hausbauindustrie, und Net32, einen webbasierten Anbieter für Beschaffungseffizienz in der Dental-Lieferkette.

Ziel der Maßnahme ist laut Lexmark "die Ankurbelung neuer Wachstumschancen über das Kerngeschäft Druck und Imaging hinaus". Was das sein könnte, darüber lässt der Hersteller aber nichts verlauten. Die Ankündigung ist äußerst vage formuliert. "Die neue Abteilung wird die Vermarktungswege von Lexmark ausweiten und sich dabei auf Vertriebskanäle konzentrieren, die im Druckumfeld bisher nicht eingesetzt wurden. Cavanagh wird dafür auch die funktionsübergreifende Kompetenz aus dem Druck-Kerngeschäft nutzen, um potenzielle Joint Ventures und Akquisitionsmöglichkeiten für Lexmark auszuloten", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Software-Geschäft wurde abgestoßen

Es ist nicht der erste Versuch des Druckerherstellers, das Kerngeschäft zu erweitern. So suchte man das Heil in der Ausweitung des Software-Geschäfts. Dabei hatte Lexmark nicht nur die druckernahen Lösungen wie Dokumentenmanagement im Visier, sondern Unternehmens-Software wie ERP-Anwendungen. Bis 2015 tätigte man Investitionen in Milliardenhöhe. Zahlreiche Software-Firmen wurden übernommen und in den Konzern eingegliedert (ChannelPartner berichtete).

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Viel gebracht hatte dies letztendlich nicht. Nach dem Verkauf des Unternehmens an ein chinesisches Konsortium unter Führung von Apex Technology und PAG Asia Capital 2016 wurde das Software-Geschäft abgestoßen (ChannelPartner berichtete). Lexmark konzentriert sich seither wieder überwiegend auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Druckern und Multifunktionsgeräten. "Das Herz der Companny ist Hardware", bekräftigte Sammy Kinlaw, Vice President Worldwide Channel and OEM Sales bei Lexmark, im Gespräch mit ChannelPartner im Frühjahr 2019.

Man darf also gespannt sein, was Tom Cavanagh aus dem Hut zaubern wird. Als Mitglied des Executive Team sitzt er zumindest in einer Position, in der er bei President und CEO Allen Waugerman, an den er auch direkt berichtet, Gehör finden wird. "Seine Erfahrung bei der Neugründung von Unternehmen - sowohl innerhalb größerer Konzerne als auch als eigenständige Firmen - wird von unschätzbarem Wert sein, da Lexmark in Bereichen außerhalb unseres Kerngeschäfts Drucken wachsen will", ist sich Waugerman sicher.

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