Schnelle Funknetze

Marktübersicht Wi-Fi 6 und Wi-Fi 6E



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Die meisten Anbieter für schnelle WLAN-Hardware setzen mittlerweile auf Wi-Fi 6, ein Teil sogar schon auf Wi-Fi 6E. Wir geben einen Überblick über aktuell verfügbare Produkte.
Wi-Fi 6 und 6E haben der Branche einen deutlichen Wachstumsimpuls versetzt. Partner können bereits aus einer Vielzahl moderner Geräte auswählen.
Wi-Fi 6 und 6E haben der Branche einen deutlichen Wachstumsimpuls versetzt. Partner können bereits aus einer Vielzahl moderner Geräte auswählen.
Foto: ratlos - shutterstock.com

In den vergangenen Monaten sind viele Netzwerkhersteller auf den Wi-Fi-6-Zug aufgesprungen. Ein Teil ist sogar schon in der Lage, auch Produkte für Wi-Fi 6E anzubieten. Wir haben daher einen Überblick zusammengestellt, der zeigt, welche Hersteller bereits schnelle WLAN-Produkte in ihr Portfolio aufgenommen haben.

Hintergrund: Wi-Fi 6 und Wi-Fi 6E

Mit dem Vorgänger Wi-Fi 5 hat das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) endlich Schluss mit kryptischen Kürzeln wie "ac" oder "n" gemacht. Ganz verschwunden sind sie aber noch nicht. Auch der Nachfolger Wi-Fi 6 trägt alternativ die Bezeichnung IEEE 802.11ax.

Wi-Fi 6 nutzt sowohl das 2,4- als auch das 5-GHz-Band und ist unter anderem deswegen erheblich schneller als Wi-Fi 5. Bei vier Streams kann ein Wi-Fi-6-fähiger Router im Prinzip fast eine Geschwindigkeit von bis 6 GBit/s erreichen. 1,2 GBit/s stammen dabei aus dem 2,4-GHz-Bereich und 4,8 GBit/s aus dem 5-GHz-Bereich. Der Netzwerkhersteller Asus hat nach eigenen Angaben sogar eine Gesamtgeschwindigkeit von 10 GBit/s über Wi-Fi 6 erreicht - allerdings nur unter Laborbedingungen.

Die Technik ist aber nicht nur schneller als die Vorgänger. Sie verwaltet die übertragenen Daten auch besser. Dank etwa der räumlichen Frequenzwiederverwendung "Spatial Reuse" lässt sich der Datendurchsatz durch die gleichzeitige Übertragung in überlappenden Netzwerken erhöhen. Zudem kann die Technik Interferenzen in Umgebungen mit hoher Dichte reduzieren. Weitere Verbesserungen sind längere Guard-Intervalle, die den Einsatz im Freien optimieren.

Darüber hinaus wurde mit Wi-Fi 6 ein neuer Energiesparmechanismus eingeführt. Per Target Wake Time (TWT) kann ein Wi-Fi-6-AP (Access Point) die mit ihm verbundenen Stationen besser steuern, so dass sie weniger Energie verbrauchen.

Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer von Lancom Systems, bezeichnete die Einführung von Wi-Fi 6E als "Meilenstein für die WLAN-Industrie".
Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer von Lancom Systems, bezeichnete die Einführung von Wi-Fi 6E als "Meilenstein für die WLAN-Industrie".
Foto: Lancom Systems

2021 hat die Bundesnetzagentur zudem die WLAN-Nutzung im 6GHz-Bereich in Deutschland für die Erweiterung Wi-Fi 6E (das "E" steht für "Extended") freigegeben. Damit hat die Behörde das hierzulande für WLAN verfügbare Funkspektrum nahezu verdoppelt. Positiv ist auch, dass diesmal ein zusammenhängender Block hinzugekommen ist und kein fragmentierter Bereich wie bisher. Die 2,4- und 5-GHz-Bereiche bleiben außerdem verfügbar. Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer von Lancom Systems, bezeichnete die Einführung von Wi-Fi 6E daher bereits als "Meilenstein für die WLAN-Industrie".

Wi-Fi 7 steht auch schon in den Startlöchern

Das ist aber noch nicht alles. Bereits Ende 2023 sollen nach Aussage von Heitor Faroni, Director Business Development im Geschäftsbereich Netzwerke bei Alcatel-Lucent Enterprise (ALE), erste Wi-Fi-7-Lösungen verfügbar sein. Der neue Standard werde noch einmal schneller als Wi-Fi 6 sein und ein breiteres Kanalband haben. "Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal wird der Multi-Link-Betrieb (MLO) sein", erläutert Faroni. Damit könnten erstmals Daten über mehrere Funkschnittstellen und Bänder gleichzeitig gesendet und empfangen werden. "Dank des höheren Durchsatzes und der höheren Effizienz sowie der geringeren Latenzzeit werden vor allem Echtzeitanwendungen wie 8K-Video von Wi-Fi 7 profitieren", so Faroni.

"Dank des höheren Durchsatzes und der höheren Effizienz sowie der geringeren Latenzzeit werden vor allem Echtzeitanwendungen wie 8K-Video von Wi-Fi 7 profitieren." Heitor Faroni, Director Business Development im Geschäftsbereich Netzwerke von Alcatel-Lucent Enterprise
"Dank des höheren Durchsatzes und der höheren Effizienz sowie der geringeren Latenzzeit werden vor allem Echtzeitanwendungen wie 8K-Video von Wi-Fi 7 profitieren." Heitor Faroni, Director Business Development im Geschäftsbereich Netzwerke von Alcatel-Lucent Enterprise
Foto: Alcatel-Lucent Enterprise

Anbieter von Wi-Fi-6-fähiger Hardware

Wi-Fi-6-fähige Produkte gibt es bereits von nahezu jedem WLAN-Anbieter. Wir haben eine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt. Die Auswahl deckt aber nicht das gesamte Portfolio der Hersteller ab, sondern soll nur einen ersten Einblick samt Links zu weiterführenden Informationen geben.

Allied Telesis

Mit dem TQ6702 GEN2 hat Allied Telesis einen Wi-Fi-6-fähigen Access Point (AP) auf den Markt gebracht, der eine Rohkapazität von bis zu 4,8 GBit/s erreicht. Der TQ6702 GEN2 gehört zur neuen TQ6000-GEN2-Serie, die auch den etwas schwächer ausgestatteten TQ6602 GEN2 umfasst.

AVM

Die Fritzbox 4060 von AVM ist Triband-fähig. Außerdem unterstützt der WLAN-Router den Telefonie-Standard DECT, kann also auch zum direkten Anschluss von VoIP-Telefonen verwendet werden. Auch optisch unterscheidet sich das Gehäuse der 4060 von bisherigen Fritzbox-Modellen. Die Box steht aufrecht und ist in weiß gehalten.

WLAN-Router mit Tri-Band-Technik: Fritzbox 4060
WLAN-Router mit Tri-Band-Technik: Fritzbox 4060
Foto: AVM

AVM hat mit dem Fritz Repeater 1200 AX einen besonders kompakten Repeater vorgestellt, der Wi-Fi 6 und WLAN Mesh unterstützt. Er eignet sich überall dort für einen Einsatz, wo wenig Platz ist und der Repeater möglichst wenig benachbarte Steckdosen verdecken soll.

D-Link

Vergangenen Herbst hat auch D-Link mehrere APs vorgestellt, die Wi-Fi-6-fähig sind. Für Umgebungen mit einer hohen Gerätedichte ist zum Beispiel der DWL-X8630AP konzipiert, der Datenraten von bis zu 3,6 Gbit/s bietet. MU-MIMO und Dualband-Technologie beim DBA-X2830P, DBA-X1230P, DAP-X2850 und beim DAP-X2810 sollen für eine optimierte Nutzung aller verfügbaren Datenströme und einen hohen Datendurchsatz sorgen.

Lancom Systems

Der deutsche Netzwerkhersteller Lancom Systems hat mit dem OW-602 eine robusten Outdoor-AP vorgestellt, der die Anforderungen von IP67 (Temperaturbereich von -30°C bis +65°C) erfüllt. Gesteuert werden kann er über die Lancom Management Cloud, einen WLAN-Controller oder über die integrierte Web-Oberfläche.

Der Lancom OX-6402 kann mit bis zu vier Rundstrahl- beziehungsweise Sektorantennen flexibel an die Situation vor Ort angepasst werden.
Der Lancom OX-6402 kann mit bis zu vier Rundstrahl- beziehungsweise Sektorantennen flexibel an die Situation vor Ort angepasst werden.
Foto: Lancom Systems

Seit Herbst 2022 bietet Lancom auch die neue OX-6400-Serie an. Sie besteht derzeit aus zwei Modellen. Der OX-6400 ist mit einer internen Dualband-Sektorantenne ausgestattet, während der OX-6402 mit externen Antennen bestückt werden kann. Vier beim OX-6402 mitgelieferte Dualband-Rundstrahl-Antennen ermöglichen eine weitläufige WLAN-Ausleuchtung. Optional sind auch Sektorantennen erhältlich, die für eine gezielte Abdeckung von bestimmten Bereichen sorgen.

Netgear

Der bereits Ende 2020 erschienene WAX204 von Netgear verspricht ein einfach einzurichtendes und zu verwaltendes Business-WLAN für das Home-Office sowie für kleinere Unternehmen. Die maximale Bandbreite beträgt bis zu 1,8 GBit/s.

Netgear WAX620: Access Point mit viel Power.
Netgear WAX620: Access Point mit viel Power.
Foto: Netgear

Mit dem WAX620 hat Netgear einen AP vorgestellt, der auf kleine bis mittelständische Kunden ausgelegt ist. Er ist ebenfalls Dual-Band-tauglich und kann auch über Power-over-Ethernet (PoE) mit Energie versorgt werden. Der WAX615 bietet sich für Umgebungen an, in denen etwas weniger Leistung benötigt wird. So erreicht er laut Hersteller in der Summe eine maximale Geschwindigkeit von 3 GBit/s. Beim WAX620 sind es 3,6 GBit/s. Die maximale Abdeckung beträgt 250 qm im Vergleich zu 275 qm beim etwas größeren Modell.

Im September 2022 hat der Hersteller zudem Nachfolger für seine Orbi-750-Serie vorgestellt. Die neuen Orbi-760-Produkte bestehen wie beim Vorgänger in der Regel aus Sets mit einem Wi-Fi-6-Router sowie mindestens einem passenden Satelliten. Insgesamt können bis zu sechs solcher Satelliten an einen Orbi-760-Router angeschlossen werden, was dann eine maximale WLAN-Abdeckung von über 500 Quadratmeter ergibt.

Trendnet

Der Wi-Fi-6-fähige Access Point TEW-921DAP von Trendnet erreicht nach Angaben des Herstellers in der Summe Geschwindigkeiten von bis zu 1,8 GBit/s. Etwa ein Drittel stammen aus dem 2,4-GHz-Band, der Rest über 5 GHz. Einsetzen lässt er sich als herkömmlicher Access Point, Client Bridge, WDS-AP, WDS-Bridge, WDS-Station oder als Repeater.

Watchguard

Im 2,4-GHz-Band bietet der AP432 von WatchGuard eine maximale Übertragungsrate von bis zu 1,1 GBit/s. Im 5-GHz-Band sind es 2,4 GBit/s. Zusätzlich verfügt der AP432 über einen 2,5 GBit/s schnellen PoE+-Anschluss (Power over Ethernet). Im Inneren befinden sich eine ARM-Cortex-A53-CPU IPQ8072A mit vier Kernen und einer Taktrate von 2 GHz. Dazu kommen 2 GByte RAM sowie ein 256 MByte großer NAND-Speicher. Das Gehäuse misst 205 x 205 x 33,2 mm. Das Gewicht liegt bei 560 g.

Der AP432 von Watchguard ist mit einem 2,5 GBit/s schnellen PoE+-Anschluss ausgestattet.
Der AP432 von Watchguard ist mit einem 2,5 GBit/s schnellen PoE+-Anschluss ausgestattet.
Foto: IDG

Zyxel

Der NWA50AX richtet sich vor allem an kleine Unternehmen und SOHO-Anwender (Small Office, Home Office), die auf Wi-Fi 6 aufrüsten wollen. Der NWA50AX ist nach Angaben von Zyxel besonders leicht zu installieren, so dass ein Wechsel zum schnelleren WLAN-Standard auch von technisch weniger versierten Anwendern durchgeführt werden kann.

Der NWA90AX unterstützt die Standards IEEE 802.11 ax/ac/n/g/b/a. Die maximale Datenübertragungsrate liegt bei 2,4 GHz bei 575 MBit/s. Im 4-GHz-Bereich sind es 1,2 GBit/s. Im 140 x 140 x 37,5 mm großen und 290 g schweren Gehäuses befinden sich zwei interne Antennen (2x2 + 2x2 MIMO). Die Stromversorgung kann über die Stromleitung oder Power-over-Ethernet (PoE) erfolgen. Dazu ist er mit einem PoE-tauglichen 10/100/1000-Ethernet-Port ausgestattet.

Das Home-Mesh-System Multy M1 von Zyxel soll Heimanwendern den Umstieg auf Wi-Fi 6 erleichern.
Das Home-Mesh-System Multy M1 von Zyxel soll Heimanwendern den Umstieg auf Wi-Fi 6 erleichern.
Foto: Z

Darüber hinaus hat der Netzwerkhersteller Anfang April das neue Home-Mesh-System Multy M1 vorgestellt. Es soll Heimanwendern den Umstieg auf Wi-Fi 6 erleichtern. Der bisherige Router zur Verbindung mit dem Internet bleibt bestehen. Er wird einfach per Netzwerkkabel mit einem Multy M1 verbunden, das dann mit bis zu 1.800 MBit/s funkt.

Zyxel hat mittlerweile auch einen Wi-Fi-6-fähigen WLAN-Router im Programm, den DX3301-T0. Er funkt mit bis zu 1.800 MBit/s. 574 MBit/s stammen aus dem 2,4-GHz-Band und 1.200 aus dem 5-GHz-Band. Dazu kommen vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse sowie ein ebenfalls 1-Gigabit-schneller WAN-Port.

Seit Mitte 2022 offeriert Zyxel zudem erste Produkte aus dem Wi-Fi-6E-Segment (siehe weiter unten).

Anbieter von Wi-Fi-6E-fähiger Hardware

Bei Wi-Fi-6E-fähigen Produkten sieht es weit magerer aus. Bisher sind nur einige wenige Hersteller in der Lage, bereits Hardware auszuliefern, die den Extended-Standard unterstützt.

Alcatel-Lucent Enterprise

Mit Alcatel-Lucent Enterprise (ALE) will noch in diesem Jahr ein weiterer Netzwerkhersteller Wi-Fi-6E-APs (Access Points) in sein Portfolio aufnehmen. Die Modelle der neuen OmniAccess Stellar 14xx-Serie sollen ab September verfügbar sein. Zunächst wird nach Angaben des Herstellers ein Highend-AP auf den Markt kommen, dem bis zum Jahresende ein Midrange-Modell folgen soll.

Cisco Systems und Cisco Meraki

Cisco hat mit dem Catalyst IW9167 den ersten Wi-Fi-6E-fähigen Access Point für Außenbereiche und Industrieanlagen vorgestellt. Er lässt sich in zwei unterschiedlichen Modi betreiben. Im normalen Wi-Fi-Modus kann er zum Beispiel die Endgeräte der Mitarbeiter im Büro vernetzen. Daneben unterstützt die neue Serie aber auch einen sogenannten "Ultra-Reliable Wireless Backhaul"-Modus (URWB), der für maximale Zuverlässigkeit sorgen soll.

Wi-Fi-6E-AP für den Außenbereich: Der Catalyst IW9167 von Cisco.
Wi-Fi-6E-AP für den Außenbereich: Der Catalyst IW9167 von Cisco.
Foto: Cisco

Der Catalyst 9136 ist mit zwei 4x4- und einer 8x8-Sendeeinheit sowie Umweltsensoren ausgestattet, die Umgebungstemperaturen, Luftqualität und -Feuchtigkeit messen. Dazu kommen zwei 5-Gigabit- und PoE-fähige Ethernet-Ports sowie moderne Funktionen wie Smart AP zur Verringerung des Stromverbrauchs und Band Steering, um bereits 6-GHz-taugliche Endgeräte zur Nutzung der neuen Frequenzen umzuleiten.

Der MR57 von Cisco Meraki kann entweder in einer Dual-5-GHz-Konfiguration oder als echter Triband-AP betrieben werden, der dann auch das neue 6-GHz-Band nutzt. In der Summe soll der MR57 eine Gesamtleistung von rund 8,35 GBit/s erreichen.

Extreme Networks

Der für den Indoor-Einsatz ausgelegte AP5010 funkt sowohl im 2,4-, 5- als auch 6-GHz-Band. In der Spitze erreicht er nach Angaben des Herstellers eine kumulierte Bandbreite von bis zu 10 GBit/s. Außerdem unterstützt er bis zu 24 verschiedene Funknetze beziehungsweise SSIDs (8 pro Band).

HPE Aruba

Der AP-635 ist der erste Campus Access Point der 630er-Serie von HPE Aruba.
Der AP-635 ist der erste Campus Access Point der 630er-Serie von HPE Aruba.
Foto: Aruba

Die HPE-Tochter Aruba hat mit dem AP-635 den ersten Campus Access Point der 630er-Serie vorgestellt. Er verwendet Wi-Fi 6E und funkt damit auch im 6-GHz-Netz. Nach Angaben des Herstellers sorgt das für ein besseres HF-Spektrum, weniger überlastete Frequenzen, breitere Kanäle und schnellere Verbindungen.

Juniper Networks

Im 6-GHz-Bereich erreicht der AP45 Bandbreiten von bis zu 4,8 GBit/s, im 5-GHz-Netz sind es 2,4 GBit/s und im 2,4-GHz-Segment bis zu 1,1 GBit/s. Dazu kommt eine vierte Antenne, die als Netzwerk-, Lokalisierungs- und Security-Sensor dient. Die Bandbreiten des ebenfalls neuen Modells AP34 betragen jeweils etwa die Hälfte der für den AP45 genannten Werte.

Zyxel

Bis Mitte 2022 war Zyxel vor allem im Wi-Fi-6-Bereich aktiv (siehe oben). Nun hat der Netzwerkhersteller auch erste Access Points vorgestellt, die Wi-Fi 6 E unterstützen. Der NWA220AX-6E und der WAX620D-6E sind beide mit einer BandFlex-Antenne ausgestattet, um den Datenverkehr von bestehenden Wi-Fi-5- oder Wi-Fi-6-Netzwerken auf 6 GHz zu verlagern. Dazu kommt das Premium-Modell WAX640S-6E. Nur dieser AP kann simultan in allen drei zur Verfügung stehenden Frequenzbändern funken.

Der WAX640S-6E von Zyxel kann simulation in allen drei Frequenzbändern funken.
Der WAX640S-6E von Zyxel kann simulation in allen drei Frequenzbändern funken.
Foto: Zyxel

Im September 2022 hat der Hersteller zudem einen Wi-Fi-6E-fähigen AP vorgestellt. Der neue NWA220AX-6E erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 5,4 GBit/s. 575 MBit/s stammen dabei aus dem 2,4-GHz-Band, die restlichen 4,8 GBit/s entweder aus dem 5- oder dem 6-GHz-Band. Zudem unterstützt der AP Power-over-Ethernet mit maximal 21 Watt.

Andere Wi-Fi-6- und Wi-Fi-6E-fähige Produkte

Nicht nur Access Points und Router unterstützen die schnellen WLAN-Standards. Auch viele Peripherie-Hersteller haben bereits Produkte in ihrem Portfolio, die mit Wi-Fi 6 beziehungsweise Wi-Fi 6E umgehen können.

Asus

Asus hat im Sommer 2022 zwei Highend-Notebooks für Kreativprofis präsentiert. Das ProArt Studiobook 16 (H5600) sowie das ProArt Studiobook Pro 16 (W5600) genügen auch höchsten Leistungsansprüchen. Sie unterstützen Wi-Fi 6, haben zwei USB-C-Ports inklusive Schnelllade-Funktion und sind mit einem Express-Kartenleser für SD-Karten versehen.

Fujitsu

Beim Update der Lifebook-E5-Serie setzt Fujitsu besonders leichte Magnesiumgehäuse ein. Damit sind die aktuellen Modelle schlanker und leichter als die Vorgänger geworden. Außerdem unterstützt die aktuelle E5-Serie erstmalig WLAN-Verbindungen bis zu Wi-Fi 6E. Wer will, kann sogar ein optionales 5G-Modem mit erwerben.

Das HP Dragonfly Folio G3 gehört zu den ersten Notebooks mit Wi-Fi-6E-Support.
Das HP Dragonfly Folio G3 gehört zu den ersten Notebooks mit Wi-Fi-6E-Support.
Foto: HP

Hewlett-Packard

Das Design des HP Dragonfly Folio G3 soll mit seinem 13.5 Zoll großen Touch-Bildschirm nicht nur den nahtlosen Übergang vom Laptop zum Tablet schaffen und helfen Ideen leichter zu entwickeln, festzuhalten und zu teilen. Das im September dieses Jahres vorgestellte Notebook ist zudem bereits mit Wi-Fi 6E ausgestattet.

Lenovo

Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9 ist das neue ThinkPad-Flaggschiff - und immer noch das gleiche schlanke, robuste Unternehmens-Ultrabook. Es funkt wahlweise auch mit Wi-Fi 6 und hat im Test rund 4,5 von maximal 5 erreichbaren Punkten erlangt. Der Hersteller hat es nicht mehr mit einem 16:9-, sondern erstmals einem 16:10-Display Display ausgestattet.

Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9 überzeugte auch im Test.
Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9 überzeugte auch im Test.
Foto: Matt Elliott / IDG
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