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63 Millionen neue Malware-Samples

McAfee fordert besseren Informationsaustausch bei Cyber-Abwehr



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Das vierte Quartal 2017 war laut McAfee von neuen Angriffswerkzeugen und -methoden wie dateiloser Malware und Krypto-Minern geprägt. Unternehmen sollten ihre Zusammenarbeit verbessern, um gemeinsam gegen diese Bedrohungen vorzugehen.

Das vergangene Jahr zeigte erneut eine Zunahme bei neuer Malware. McAfee hat nach eigenen Angaben 2017 rund 63 Millionen neue Malware-Samples entdeckt. Das sind 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl aller bislang von dem Unternehmen entdeckten Schädlinge liegt bei 690 Millionen, das sind 36 Prozent mehr als noch 2016. Aber nicht nur die schiere Zahl neuer Bedrohungen stellt eine Gefahr für Unternehmen dar. Viele Cyber-Kriminelle passen laufend ihre Tricks an, um Schaden anzurichten oder um sich einen finanziellen Vorteil zu verschaffen.

"Bewährte Taktiken wie Ransomware wurden weiterentwickelt, um Verteidiger von Angriffen abzulenken." Raj Samani, Chief Scientist bei McAfee
"Bewährte Taktiken wie Ransomware wurden weiterentwickelt, um Verteidiger von Angriffen abzulenken." Raj Samani, Chief Scientist bei McAfee
Foto: McAfee

"Das vierte Quartal (2017) war geprägt von der raschen Übernahme neuerer Tools und Angriffsmethoden - dateilose Malware, Krypto-Mining und Steganographie", kommentiert Raj Samani, Chief Scientist bei McAfee. Aber das ist noch nicht alles: "Selbst bewährte Taktiken wie Ransomware wurden weiterentwickelt, um Verteidiger von den Angriffen abzulenken." Er ist deswegen überzeugt, dass "Zusammenarbeit und ein besserer Informationsaustausch zur Verbesserung der Cyber-Abwehr nach wie vor von entscheidender Bedeutung für die Verteidiger beim Kampf gegen asymmetrische Cyber-Angriffe sind".

Für den McAfee Labs Threat Report hat das Unternehmen die Zahlen des vergangenen vierten Quartals ausgewertet. Eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse:

  • Dateilose Malware: Diese Skript-basierten Bedrohungen missbrauchen häufig die PowerShell von Windows, um sich in einem Netzwerk festzusetzen. Laut McAfee stieg die Zahl der aufgespürten PowerShell-Malware um 267 Prozent auf mehr als 47.000.

  • Ransomware: Die Zahl der gefundenen neuen Erpresser-Trojaner stieg im Berichtszeitraum um 35 Prozent, im gesamten Jahr 2017 sogar um 59 Prozent. McAfee sind nun fast 15 Millionen Ransomware-Samples bekannt.

  • Mobile Malware: Nicht nur bei den Anwendern werden mobile Plattformen immer beliebter, auch Kriminelle nutzen diesen Trend aus. Im gesamten Jahr stieg die Zahl der gefundenen Schädlinge für Android und iOS um 46 Prozent auf 24 Millionen.

  • Mac-Malware: Viele Mac-Fans fühlen sich im Vergleich zu Windows-Nutzern immer noch vergleichsweise sicher - wohl mit gutem Grund. Die Zahl der insgesamt gefundenen Mac-Schädlinge erhöhte sich 2017 nur um 7 Prozent.

  • Sicherheitsvorfälle: Einen leichten Rückgang gab es bei den im vierten Quartal 2017 öffentlich bekannt gewordenen Sicherheitsvorfällen. Diese Zahl sank um 16 Prozent auf 222.

Darüber hinaus weist McAfee darauf hin, dass sich viele Cyber-Kriminelle von Methoden wie Ransomware abwandten und nun vermehrt auf Krypto-Miner und den Diebstahl von virtuellen Geldbörsen setzen. Angesichts des aktuellen Verfalls bei Krypto-Währungen dürfte sich das aber möglicherweise jetzt wieder ändern.

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