Mehr Streit zwischen SCO und Investor Baystar

27.07.2004
Im Streit zwischen SCO und dem ehemaligen SCO-Großinvestor Baystar Capital wird offensichtlich ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Im Streit zwischen SCO und dem ehemaligen SCO-Großinvestor Baystar Capital wird offensichtlich ein neues Kapitel aufgeschlagen.

SCO hatte zwar am 22. Juli gemeldet, die amerikanische Börsenaufsicht SEC habe die Umwandlung ehemaliger Vorzugsaktien in gewöhnliche Anteilscheine und deren Rückkauf durch SCO erlaubt, doch Baystar hatte w lassen, die Transaktion sei "wegen ungelöster Streitfragen zwischen den Parteien nicht abgeschlossen" - der Fall solle gerichtlich geklärt werden.

Die strittigen Punkte sind unbekannt. Von Baystar gab keine Erklärung; SCO sagte nur, der Investor bemängele unzutreffende öffentliche Erklärungen über die geschäftlichen Aussichten des Unix-Lizenzprogramms von SCOsource, der Lizenzabteilung des angeblichen Linux-Besitzers.

Baystar und die Royal Bank of Canada hatten zunächst hoffnungsfroh insgesamt 50 Millionen Dollar in SCO investiert. Doch die aktuelle Entwicklung der SCO-Versuche, durch Klagen gegen IT-Firmen wie IBM und Novell sowie Anwender wie zum Beispiel DaimlerChrysler  um Milliarden Dollar reicher zu werden, kühlte das Interesse der Investoren offensichtlich wieder ab.

Ende Mai verabschiedete sich die kanadische Bank, kurz darauf Baystar. Letzterer hatte einem Ende der Beteiligung zugestimmt, nachdem SCO zugesichert hatte, die umgewandelten Anteilsscheine zurückkaufen und weitere 13 Millionen Dollar an den Risikokapitalgeber zu überweisen. (wl)

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