Metagroup warnt vor Office 97

05.09.1997
MÜNCHEN: Während Microsoft die Werbetrommel für das webfähige Office-97-Paket kräftig rührt, rät der amerikanische Marktforscher Meta Group, daß sich Unternehmen ein automatisches Update unter dem Gesichtspunkt "Return on Investment" (ROI) genau überlegen sollten. Der Grund der Analysten für die Skepsis: Office 97 verbessert den Produktivitätsgewinn nur unwesentlich; zusätzliche Bestandteile wie Office Assistants verbrauchen zu viele Ressourcen; neue Dateitypen ("Document binaries"), etwa bei Word und Powerpoint, ziehen nach sich, daß nur als Office 97-Dateien gespeicherte Dokumente verfügbar sind; schließlich bezweifeln die Analysten generell, daß Office 97 sich länger als bis 1998 halten wird. Dann soll bereits Komponentensoftware, wie sie sich jetzt bereits via Corba und Java respektive DCOM und Aktive X im Softwaremarkt abzeichnet, in Unternehmen einziehen. Den Durchbruch von Komponentensoftware erwarten die Marktforscher für 1999, spätestens im Jahr 2000.Die Konsequenz der Office-97-Prüfung für Unternehmen laut den Analysten: Unternehmen sollten statt auf Software, die Client benötigt, auf in Netzwerken verfügbare Software setzen. Und um auch der Unternehmensrealität gerecht zu werden, wo 16-Bit-Office-Software an der Tagesordnung ist: Eine Migration von 16 Bit zu 32 Bit sollte nach Meinung der Marktbeobachter ohne Umweg über Office 95 zu Office 97 dann stattfinden, wenn die Dektopsoftware stabil ist, also nicht vor Mitte 1998. (wl)

MÜNCHEN: Während Microsoft die Werbetrommel für das webfähige Office-97-Paket kräftig rührt, rät der amerikanische Marktforscher Meta Group, daß sich Unternehmen ein automatisches Update unter dem Gesichtspunkt "Return on Investment" (ROI) genau überlegen sollten. Der Grund der Analysten für die Skepsis: Office 97 verbessert den Produktivitätsgewinn nur unwesentlich; zusätzliche Bestandteile wie Office Assistants verbrauchen zu viele Ressourcen; neue Dateitypen ("Document binaries"), etwa bei Word und Powerpoint, ziehen nach sich, daß nur als Office 97-Dateien gespeicherte Dokumente verfügbar sind; schließlich bezweifeln die Analysten generell, daß Office 97 sich länger als bis 1998 halten wird. Dann soll bereits Komponentensoftware, wie sie sich jetzt bereits via Corba und Java respektive DCOM und Aktive X im Softwaremarkt abzeichnet, in Unternehmen einziehen. Den Durchbruch von Komponentensoftware erwarten die Marktforscher für 1999, spätestens im Jahr 2000.Die Konsequenz der Office-97-Prüfung für Unternehmen laut den Analysten: Unternehmen sollten statt auf Software, die Client benötigt, auf in Netzwerken verfügbare Software setzen. Und um auch der Unternehmensrealität gerecht zu werden, wo 16-Bit-Office-Software an der Tagesordnung ist: Eine Migration von 16 Bit zu 32 Bit sollte nach Meinung der Marktbeobachter ohne Umweg über Office 95 zu Office 97 dann stattfinden, wenn die Dektopsoftware stabil ist, also nicht vor Mitte 1998. (wl)