Teil 2 - Die Folgen für Lizenzen

Migration auf Windows 7

Wolfgang Sommergut ist Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.

Der Einsatz von MDOP

Die Software Assurance betrifft auch eine weitere Form der Virtualisierung, darunter jene von Applikationen. Microsofts Tool für diesen Zweck ist App-V, das nur als Komponente des Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) zu beziehen ist. Das MDOP ist ein Paket aus sechs Tools für das Desktop-Management und bleibt Kunden mit einem Wartungsvertrag vorbehalten.

Microsoft stellt es ausschließlich über ein Mietmodell zur Verfügung, wobei pro Arbeitsplatz weniger als 10 Euro im Jahr anfallen. Allerdings erwerben Firmen auf diese Weise nie eine permanent gültige Lizenz und müssen die Tools entfernen, wenn sie die Software Assurance für den Client nicht verlängern.

Zu MDOP gehört auch Med-V, mit dem sich Windows in lokalen virtuellen Maschinen besser verwalten lässt. Mit Hilfe dieses Tools lassen sich inkompatible Anwendungen in einer virtuellen XP-Umgebung auf Basis des Virtual PC ausführen und nahtlos in Windows 7 einfügen. Es soll in Unternehmen den XP-Modus ersetzen, der primär für Privatanwender gedacht ist. Weitere Komponenten von MDOP dienen der Inventarisierung der Clients, dem Management von Gruppenrichtlinien oder der Fehlerbehebung.

Wie bei der Entscheidung für oder gegen Windows 7 Enterprise kommt es beim MDOP darauf an, wie viele der Tools ein Unternehmen wirklich benötigt. Wenn es nur ein oder zwei Programme sind, dann finden sich genügend Alternativen zu MDOP. Aber selbst wenn die meisten Tools benötigt werden, dürfte kaum eine Firma nur wegen MDOP eine Software Assurance abschließen. Das Softwarepaket ist daher vor allem für solche Unternehmen interessant, die bereits wegen anderer Vorteile einen Wartungsvertrag abgeschlossen haben.

Der Beitrag basiert auf einem Artikel der ChannelPartner-SChwesterzeitschrift Computerwoche. Autor ist Wolfgang Sommergut, Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.

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