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Open Innovation in einem offenen Fintech-Ecosystem

Mit Co-Innovation in die digitale Zukunft

Martin Zahner ist Head Software Exchange bei der Avaloq group. Avaloq ist ein internationaler Anbieter integrierter Banking-Lösungen aus der Schweiz und Fintech-Unternehmen, das auch BPO-Zentren in Deutschland unterhält.
Digitalisierung durchdringt unaufhaltsam alle Lebensbereiche und Wirtschaftsbranchen und verändert sie nachhaltig. Auch Finanzinstitute sehen sich mit den Folgen und Chancen der Digitalisierung konfrontiert: mit neuen Technologien, neuem Kundenverhalten und der potenziell disruptiven Kraft von Fintechs.

Offenheit gegenüber Veränderungen und neuen Technologien ist entscheidend, wenn man die anspruchsvollen Kunden in der digitalisierten Zukunft erfolgreich ans eigene Unternehmen binden und die Rolle als "Hausbank" behaupten möchte.

Digitalisierung durchdringt unaufhaltsam alle Lebensbereiche und Wirtschaftsbranchen und verändert sie nachhaltig.
Digitalisierung durchdringt unaufhaltsam alle Lebensbereiche und Wirtschaftsbranchen und verändert sie nachhaltig.
Foto: sdecoret - shutterstock.com

Technologische Integration und Omni-Channel-Ansatz

Im Unterschied zu den neuen Marktteilnehmern und Fintechs die den Kunden Angebote schon seit Beginn über rein digitale Prozesse unterbreiten können, ist es für viele etablierte Banken wichtig, die neuen Möglichkeiten im Digital Banking in ihre bereits bestehenden Kanäle zu integrieren. Wenn sich eine Bank für einen Omni-Channel-Ansatz entscheidet, will sie dem Kunden dabei eine durchgängige Client Experience bieten. Auf welchem Kanal der Kunde mit seinem Finanzdienstleister auch interagieren, seine Geschäfte tätigen oder Beratungsleistungen in Anspruch nehmen möchte - das neue Angebot sollte dabei stets gut integriert sein.

Open Innovation zwischen Banken und Fintechs

Dies ist leichter gesagt als getan. Aus eigener Kraft die Veränderungen im Markt und alle Herausforderungen der Digitalisierung nachzuvollziehen, dürfte etliche Banken - gerade die etwas kleineren Institute - schlicht überfordern. Großbanken kooperieren häufig mit Fintech-Unternehmen, oder sie kaufen die für sie interessanten Fintechs auf. Denn meist ist der Erfolgsfaktor nicht allein, wie hoch das zur Verfügung stehende Projektbudget ist, sondern ebenso, die richtigen Talente und Technologien nutzen zu können.

Aber auch für kleinere Institute gibt es Wege, sich die Errungenschaften von Fintech-Startups zunutze zu machen. Der Ansatz: mit anderen Marktteilnehmern eng zusammenzuarbeiten, um

- sich über die möglichen Innovationen und deren Konkretisierung austauschen und experimentieren zu können

- kürzere Time-to-market-Zyklen für neuen Ideen zu ermöglichen

- Projektkosten und Projektrisiken zu teilen.

Dieser Ansatz, der in verschiedenen Branchen schon seit längerem gelebt wird, ist allgemein als "Open Innovation" bekannt. Funktionierende Cluster von Unternehmen, die gemäß dem Open-Innovation-Ansatz interagieren, nennt man Ecosystems. In solch einem Ecosystem können sich Unternehmen vernetzen, um ihre Ideen und Entwicklungen gemeinsam voranzubringen und auszutauschen. Dabei bilden eine gemeinschaftliche Technologie-Platform oder ein gemeinsamer Markt die Basis für die Zusammenarbeit. Im Falle von Banken rückt im Kontext von Open Innovation die Frage ins Zentrum, wie Innovationen auf eine ebenso sichere wie sinnvolle Weise in die Kernbankensysteme integriert werden können.

Beispiel: Der Co-Innovations-Prozess im Avaloq Ecosystem

Avaloq entwickelt seit 15 Jahren Gesamtbanklösungen für die Finanzbranche und stellt den Banken auch Business Process Outsourcing (BPO) Dienstleistungen zur Verfügung - ist also selbst ein Fintech-Unternehmen. Avaloq ist der einzige unabhängige Anbieter im Finanzbereich, der seine Software, die Avaloq Banking Suite, sowohl selbst entwickelt als auch betreibt - in einem internationalen Netzwerk von BPO-Zentren.

Avaloq hat schon immer gemeinsam mit Banken Innovationen hervorgebracht. Die Digitalisierung macht es allerdings erfoderlich, diese bewährten Prozesse zu verbessern und noch weiter zu öffnen. Es steht für Avaloq fest, das seine Kunden, die Bankinstitute, dann am meisten profitieren, wenn sich Avaloq in ein Ecosystem eingliedert, das sich optimal auf den Wandel einstellen und die besten Lösungen an den Markt bringen kann. Avaloq liefert für dieses neue Ecosystem die erforderliche technologische Grundlage: in Form der Avaloq Banking Suite mit offenen Application Programming Interfaces (APIs).

Da sich die verschiedenen Bankinstitute im Markt als direkte Wettbewerber begegnen, darf man Avaloq gleichsam als neutrales Territorium betrachten. Dies bedeutet: Das Avaloq Ecosystem eignet sich für sinnvolle Kooperationen, zwingt die Teilnehmer aber nicht dazu, gleich enge Bindungen einzugehen. Banken behalten ihre Individualität, profitieren aber zugleich von den Lösungen. Avaloq lässt den mehr als 150 Finanzinstituten und Vermögensverwaltern, welche die Avaloq Banking Suite nutzen, dadurch die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wie stark sie sich einbringen möchten.

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