Gefälschte Accounts

Mit "Honigtöpfen" Twitter-Spammer jagen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Spammer haben den beliebten Kurznachrichtendienst Twitter bereits für sich entdeckt und verschicken massenhaft unerwünschte Werbebotschaften. Um dieser Online-Plage beizukommen, hat der US-Forscher Kyumin Lee 60 Accounts angelegt, mit denen er Spam-Versender aufspürt. Mit diesen sogenannten "Honeypots" zieht er deren Aufmerksamkeit auf sich, um die Werbeaccounts anschließend auszuschalten. Bisher hatte Lee mithilfe der Honeypots insgesamt 30.867 Spammer bei Twitter aufgespürt.
Mit Hilfe der Honeypots wurden weltweit 30.867 Twitter-Spammer aufgespürt
Mit Hilfe der Honeypots wurden weltweit 30.867 Twitter-Spammer aufgespürt

Spammer haben den beliebten Kurznachrichtendienst Twitter bereits für sich entdeckt und verschicken massenhaft unerwünschte Werbebotschaften. Um dieser Online-Plage beizukommen, hat der US-Forscher Kyumin Lee 60 Accounts angelegt, mit denen er Spam-Versender aufspürt. Mit diesen sogenannten "Honeypots" zieht er deren Aufmerksamkeit auf sich, um die Werbeaccounts anschließend auszuschalten. Bisher hatte Lee mithilfe der Honeypots insgesamt 30.867 Spammer bei Twitter aufgespürt.

Die Honeypot-Konten republizieren dabei automatisch zufällig gewählte Nachrichten aus einer Tweet-Sammlung, wodurch die Accounts echt erscheinen. Zudem hat der US-Forscher eine Methode entwickelt, mit der die Vorangehensweise von Spammern automatisch analysiert wird. "Wir haben einen Software-Roboter, der überwacht, wer unsere Profile kontaktiert", so Lee. "Er schaut sich genau an, was in den Botschaften steht und untersucht dann die Profildaten der Spammer."

Männer im College-Alter als Opfer

Momentan beobachten Lee und sein Team, was Spammer speziell anlockt. Laut Lee geben sich die meisten Spammer als Frauen im College-Alter aus und bevorzugen Männer derselben Altersklasse als Opfer. Die US-Forscher müssen dennoch sehr behutsam mit den Daten der möglichen Junk-Mail-Versender umgehen. Hinter so manchen Freundesanfragen stecken durchaus auch ehrliche Nutzer.

Spamfallen auf MySpace & Facebook

Lee hat derartige Fallen auch schon auf MySpace ausprobiert. Des Weiteren will das Team sein Konzept nun auch bei Facebook, dem weltgrößten sozialen Netzwerk, verwirklichen. Bisher waren Fake-Accounts auf Facebook verboten. Lee hofft dennoch die Erlaubnis der Betreiber des Social Networks zu erhalten. (pte/rw)

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