Mitsubishi: PCs bleiben

03.06.1998

RATINGEN/BIRMINGHAM: Für helle Aufregung sorgte ein Artikel der "Financial Times" in der Ratinger Mitsubishi-Zentrale. "Wir bleiben im PC-Geschäft", versichert General Manager Thomas Zanzinger.Mit einem eiligen Dementi versucht der IT-Riese, jeden Zweifel über das Fortbestehen der PC-Abteilung zu zerstreuen. "Von einem Rückzug aus dem PC- und Server-Markt kann keine Rede sein", so Manager Zanzinger.

Zwar werde man weltweit das unrentable PC-Geschäft mit Endkunden einstellen. Doch die Ratinger wollen weiterhin Server und Desktops an professionelle Anwender verkaufen. Und sich außerdem ab April das Marketing-Tool "Internet-Provider" auf die Fahnen heften: "Weblive" heißt der Dienst für Kunden, die in Ratingen IT- Produkte, neuerdings auch Notebooks, erstehen.

Das PC-Engagement von Mitsubishi wird seit dem Erstauftritt 1990 von Meldungen über Management- und Produktschwierigkeiten begleitet. Für einen Insider steht sogar fest, daß die PC-Abteilung "noch nie rentabel" gearbeitet hat. "Ohne die Yen-Dusche gäbe es Apricot nicht mehr", präzisiert er.

Seine Version bestätigt indirekt die englische Mitsubishi-Sprecherin: Ein Viertel des PC-Geschäftes, also 100.000 der weltweit insgesamt abgesetzten 400.000 Apricots-PCs, wurde im letzten Geschäftsjahr außerhalb Japans, in England und Deutschland, getätigt. Davon gingen 50.000 PCs in den Verlustbringer Retail-Markt...

Nur gut, daß der Forecast der PC-Division den "Break even" erst für 1999 vorsieht. (wl)

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