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Mittelstand: Mehr Geld für alle

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.

Konzerne halten sich zurück

Auch für erfahrene IT-Spezialisten wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Der Programmierprofi verdient im Mittelstand 53.200 Euro und im Konzern 55.000 Euro im Jahr. Der Netzexperte hat es besser: Er erreicht im kleinen Betrieb 63.400 und im Konzern 65.700 Euro. Der variable Anteil, der vor zwei Jahren im Durchschnitt noch 13 Prozent, im Vorjahr 15 Prozent betragen hatte, kletterte im Konzern jetzt auf 17 Prozent (15 Prozent im Mittelstand). Der Datenbankfachmann schneidet am schlechtesten ab; er verdient 43.400 Euro (Mittelstand) beziehungsweise 44.600 Euro (Konzern) mit einem variablen Anteil von zwölf Prozent im Konzern und sechs Prozent im Mittelstand.

Auch für Techniker ist der Entlohnungsunterschied zwischen großen und kleinen Unternehmen geringer geworden. Machte er vor zwei Jahren noch bis zu 20 Prozent zugunsten der Konzerne aus, im vorigen Jahr noch um die zehn Prozent, so sind es heuer zum Teil weniger als fünf Prozent. Das liegt laut Hofferberth daran, dass die Konzerne an den Gehältern sparen.

Mittelständische Anwenderunternehmen bezahlen ihre IT-Experten um rund zehn Prozent schlechter als IT-Anbieter vergleichbarer Größe. Gründe dafür sind, dass beim Anwender IT nicht Kerngeschäft ist, die Mitarbeiter gelegentlich etwas schlechter qualifiziert und die Aufgaben nicht so komplex sind wie bei Herstellern. Oft leisten sich Anwender für anspruchsvolle Arbeiten den Service der Hersteller, und der eigenen IT-Abteilung bleibt nur noch der Support übrig. Vergütungsberater Hofferberth weist aber darauf hin, dass "dort, wo IT geschäftskritisch ist, auch die Gehälter entsprechend hoch sind" und es dann keinen Unterschied zwischen IT- und Anwenderunternehmen gebe.

Am deutlichsten wird der Gehaltsunterschied zwischen Mittelstand und Konzern bei den Manager-Einkommen. Der lässt sich auf die einfache Formel bringen: Je größer das Unternehmen, desto höher ist die Vergütung. So erreichen IT-Bosse großer Firmen ein Zielgehalt von durchschnittlich 435.000 Euro, von denen der variable Anteil etwa 40 Prozent ausmacht. Zwar muss der mittelständische Chef auch nicht darben, aber mit 210.000 Euro Jahressalär verdient er immerhin gut über die Hälfte weniger als sein Pendant im Konzern. Hier macht der variable Anteil etwa 30 Prozent der Gesamtvergütung aus.