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Konsumentenumfrage

Nachhaltigkeit wird zum Thema beim Online-Shopping



Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Im Zuge des gestiegenen ökologischen Bewusstseins wird auch beim Online-Shopping Nachhaltigkeit zunehmend zum Thema. Einer Umfrage zufolge mangelt es aber noch an konkreten Handlungsbereitschaft der Konsumenten.
Der Verpackungsmüll ist eines der drängendsten ökologischen Themen beim Online-Shopping
Der Verpackungsmüll ist eines der drängendsten ökologischen Themen beim Online-Shopping
Foto: LMWH - shutterstock.com

Nachhaltigkeit spielt in vielen Lebensbereichen eine stetig wachsende Rolle - auch beim Online-Shopping: Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von Trusted Shops legen 60 Prozent der Deutschen Wert auf ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte beim Einkaufen im Internet. Jeder Fünfte wäre bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Nur 29 Prozent gaben hingegen an, dass sie beim Online-Shopping nicht darauf achten.

Diese Einstellung zeigt sich zum Beispiel beim Versand: Würde ein Shop seinen Kunden die Wahl lassen, ob sie den herkömmlichen Versand oder eine nachhaltigere Lieferung präferieren, würden sich 86 Prozent der Deutschen für die umweltfreundliche Versandoption entscheiden. Etwa zwei Drittel machen diese Entscheidung jedoch vom Preis abhängig und würden sich nur für diese Lieferoption entscheiden, wenn dadurch keine Zusatzkosten für sie entstehen würde. Jeder fünfte Deutsche würde hingegen einen höheren Kaufpreis für eine nachhaltige Lieferung in Kauf nehmen. Die meisten von ihnen (66 Prozent) halten Mehrkosten in Höhe von 5 Prozent für gerechtfertigt.

Nur wenige tun auch etwas

Nachhaltigkeit beim Online-Shopping umfasst jedoch vielfältige Aspekte: Neben der Umweltfreundlichkeit von Verpackungen spielen auch faire Löhne und Arbeitszeiten, verantwortungsbewusster Umgang mit Retouren und klimaneutraler Transport eine Rolle. Am wichtigsten sind den Deutschen die Punkte, die sie direkt betreffen: So findet fast jeder Deutsche wenig Verpackungsmüll (94 Prozent) und umweltfreundliche Verpackungen (93 Prozent) wichtig. Neun von zehn legen zudem großen Wert auf faire Löhne und Arbeitszeiten für Zusteller und Lieferanten.

Doch einmal Hand auf's Herz: Wie sehr berücksichtigen die Deutschen diese Grundsätze und shoppen danach? Den 94 Prozent, denen wenig Verpackungsmüll wichtig ist, stehen 73 Prozent entgegen, die diesen Aspekt bei ihrer letzten Bestellung tatsächlich berücksichtigt haben. 93 Prozent gaben an auf umweltfreundliche Verpackungen Wert zu legen, doch nur 68 Prozent haben diesen Aspekt bei ihrem letzten Kauf in ihre Entscheidung einfließen lassen. Folglich gibt es etwa 20 bis 25 Prozent unter den Deutschen, denen Nachhaltigkeit beim Shoppen im Internet wichtig ist, die aber nicht danach handeln. Wie kommt es zu diesem Unterschied? Mehr als jeder Vierte gibt an, dass es zu wenig Auswahl und keine passenden Alternativen gibt. Etwa genauso viele Deutsche haben keine Angaben zu den Nachhaltigkeitsaspekten des Shops finden können. Auch hier ist der Preis wieder entscheidend, denn mehr als ein Viertel findet die angebotenen Alternativen zu teuer.

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