Verbraucherschutz

Netzagentur geht gegen Abzocke auf Handys durch Drittanbieter vor

21.12.2017
Die Bundesnetzagentur will Verbraucher besser vor ungewollten Abrechnungen auf ihrer Mobilfunkrechnung schützen und hat dafür ein Verfahren zur Festlegung entsprechender Regeln eröffnet.
Die Bundesnetzagentur geht gegen böse Überraschungen auf Handyrechnungen vor.
Die Bundesnetzagentur geht gegen böse Überraschungen auf Handyrechnungen vor.
Foto: Antonio Guillem - shutterstock.com

"Wir wollen verhindern, dass Mobilfunknutzern ungewollt Drittanbieterleistungen in Rechnung gestellt werden", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, am Mittwoch. In einem ersten Schritt will die Behörde die Erfahrungen und Einschätzungen von betroffenen Unternehmen, Fachkreisen und Verbraucherverbänden einholen.

Es seien zuletzt vermehrt Beschwerden von Nutzern eingegangen, hieß es. Sie hätten Positionen auf ihrer Rechnung gehabt, die sie sich nicht erklären konnten. In vielen Fällen sei der Bezahlvorgang auf einer Internetseite oder in einer App unbemerkt mit einem Klick auf einen hinter Bildern oder Texten Button ausgelöst worden.

"Technische Möglichkeiten zum Schutz von Verbrauchern sollten effizient angewandt werden", sagte Homann. Mobilfunkanbieter würden bereits technische Sicherungsmechanismen einsetzen. Das Verfahren soll nun klären, ob diese noch ausgeweitet werden müssen. Nutzer können sich zwar bereits durch die Einrichtung einer Drittanbietersperre schützen. Diese gilt dann aber generell und sperrt gegebenenfalls auch Dienste aus, die der Kunde nutzen möchte. (dpa/ib)

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