Detailergebnisse der COMPUTERWOCHE-Umfrage „Deutschlands beste Systemhäuser 2019“

Netzwerke – die haben Systemhäuser im Griff

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Netzwerk-Projekte bilden im Repertoire der Systemhäuser nach wie vor einen wichtigen Bestandteil. In diesem Bereich sind Kunden mit den Leistungen der sie betreuenden IT-Dienstleister sehr zufrieden.
Netzwerk-Projekte bilden im Repertoire der Systemhäuser nach wie vor einen wichtigen Bestandteil. In diesem Bereich sind Kunden mit den Leistungen der sie betreuenden IT-Dienstleister sehr zufrieden.
Netzwerk-Projekte bilden im Repertoire der Systemhäuser nach wie vor einen wichtigen Bestandteil. In diesem Bereich sind Kunden mit den Leistungen der sie betreuenden IT-Dienstleister sehr zufrieden.
Foto: Gorodenkoff - shutterstock.com

636 Netzwerk-Projekte haben die von der COMPUTERWOCHE befragten Anwender beurteilt. Insgesamt 21 Systemhäuser kamen ins Ranking, weil sie jeweils mehr als zehn Netzwerk-Projekte bei ihren Kunden durchgeführt haben. Und sie wurden von ihren Kunden durchgehen gut beurteilt, die Durchschnittsbewertung hat sich gegenüber 2017 (1,69) und 2018 (1,61) nochmal verbessert auf fast schon "sehr gut" (1,59).

Dabei verbauten die Systemhäuser Netzwerk-Equipment von Herstellern wie Cisco, HPE, Lancom, WatchGuard, Extreme Networks, NetApp, Palo Alto, F5, Riverbed, Meraki, Aruba, Check Point, Fortinet, Sophos und IBM. Dementsprechend unterschiedlich fielen auch die Netzwerk-Projekte aus. Überwiegend wurden Switches und Router ausgetauscht, eine relative Mehrheit der Neuinstallationen befasste sich mit dem Thema WLAN. Hier legen viele Unternehmen offenbar viel Wert auf eine möglichst gute "Ausleuchtung" der von ihnen benutzten Räume, denn dieser Begriff tauchte relativ häufig in den Beschreibungen der WLAN-Projekte auf.

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Zu den dabei von den IT-Dienstleistern betreuten Kunden gehörten überdurchschnittlich viele Hotels und Pensionen. Viel Wert legten die beauftragenden Kunden auf eine klare Trennung zwischen dem "Gäste"-WLAN und dem firmeninternen Netzwerk. Ganz nüchtern betrachtet ist das eine gute Nachricht, denn bei den Unternehmen ist das Sicherheitsbewusstsein in den vergangenen Jahren offenbar stark angestiegen.

Immer häufiger kam bei der Realisierung der Projekte auch die Möglichkeit zum Zuge, einzelne Access Points oder sogar komplette drahtlose Netzwerke aus der Cloud zu managen. Derartige Systeme offerieren zum Beispiel Lancom, Cisco und die HPE-Abteilung Aruba. Für die IT-Dienstleister bietet diese Option den Vorteil, dass sie nicht wegen jeder Störung im WLAN zum Kunden hinausfahren müssen, sondern das drahtlose Netzwerk bequem von jedem Ort aus monitoren und patchen können.

Software defined-Netzwerke (SDN) sind laut Auswertung der Umfrageergebnisse zwar noch relativ dünn gesät, es könnte aber durchaus sein, dass den meisten Kunden dieser Begriff noch gar nicht unterkommen ist, obwohl die sie betreuenden Systemhäuser als SDN-Experten am Markt auftreten und passende Lösungen bereits implementiert haben. Darauf deutet auch eine hohe Anzahl von neu konzipierten LANs, von denen einige der COMPUTERWOCHE befragten Anwender berichtet haben.

Überraschend häufig sprachen sie dabei von mittels VMware-Lösungen oder Microsoft-Bordmitteln virtualisierten Systemen. Es gab aber auch kleinere Netzwerk-Projekte, in denen beispielsweise nur die Kabel oder einzelne Komponenten (Switches, Router, VPN-Gateways oder Firewall-Appliances) ausgetauscht wurden.

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Die im Eingang bereits erwähnten Security-Anbieter deuten auf zahlreiche Netzwerkprojekte im Bereich IT-Sicherheit hin. So wurden auch im vergangenen Jahr zahlreiche Firewalls ausgetauscht, VPN-Gateways hinzugefügt und UTM-Appliances verbaut. Mit den direkt ans Netzwerk angebundenen Storage-Systeme haben sich IT-Dienstleister ebenso häufig beschäftigt wie mit der Umstellung der Telefonie-Services auf IP. Häufig hat die Migration auf VoIP zur Anschaffung von komplett neuer Hardware geführt - ein schönes Zubrot für die Systemhäuser. Dieser Boom dürfte allerdings spätestens 2020 beendet sein, nächstes Jahr schaltet nämlich die Deutsche Telekom ISDN endgültig ab. Einige Kunden wollten DECT-Telefone auch im Office-Umfeld nutzen, wodurch sie "gezwungen" waren, sich eine neue TK-Anlage anzuschaffen,

Zu den im Bereich "Netzwerke" am besten arbeitenden Systemhäusern kürten die Anwender Medialine Eurotrade, SVA System Vertrieb Alexander und StarCom Bauer. Explizit gelobt wurden ferner ACP, Axians, Cancom, Cema, MR Datentechnik, IT.on-Net, Ratiodata und T-Systems namentlich. Überdurchschnittlich viele Netzwerk-Projekte führten Advanced Unibyte, Bechtle, Controlware, pdv-systeme Sachsen und IT Haus durch.

Gesamt-Ranking 2019: „Beste Systemhäuser im Bereich Netzwerklösungen“

Rang

Unternehmen

Note

1

Medialine EuroTrade AG

1,03

2

SVA System Vertrieb Alexander GmbH

1,13

3

StarCom-Bauer GmbH

1,15

4

IT-HAUS GmbH

1,19

5

magellan netzwerke GmbH

1,21

6

Mahr EDV GmbH

1,22

7

Nösse Datentechnik GmbH & Co. KG

1,23

7

Advanced UniByte

1,23

9

pdv-systeme Sachsen GmbH

1,29

10

MR Datentechnik Vertriebs- und Service GmbH

1,33

11

ACP IT Solutions

1,38

11

United Systems AG

1,38

13

IT-On.NET GmbH

1,50

14

CANCOM SE

1,53

15

Controlware GmbH

1,56

16

SIEVERS-Group

1,59

17

Leitwerk AG

1,67

18

Axians Deutschland *)

1,77

19

Konica Minolta IT Solutions

1,87

20

Bechtle AG

2,19

21

T-Systems (Telekom)

2,38

Durchschnittsnote Netzwerklösungen 2019

1,59

Durchschnittsnote Netzwerklösungen 2018

1,61

Durchschnittsnote Netzwerklösungen 2017

1,69

Quelle: Computerwoche 07/2019;
Skala nach dem Schulnotenprinzip:
Note 1 = sehr gut, bis Note 6 = ungenügend

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