Akku hält einen Monat, Preis 26 Dollar

Neues Nokia 150

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Das finnische Unternehmen HMD Global hat sein erstes Nokia-Handy vorgestellt. Das Nokia 150 kostet 26 Dollar zuzüglich Steuern und verspricht eine Akku-Laufzeit von rund einem Monat.
Nokia 150 und Nokia 150 Dual SIM
Nokia 150 und Nokia 150 Dual SIM
Foto: HMD Global Oy

Das Nokia 150 ist das erste Handy alias Feature Phone des finnischen Unternehmens HMD Global Oy. Das 118 x 50,2 x 13,5 mm große und 81 Gramm schwere Dualband-Handy (900/1800 MHz) besitzt ein Gehäuse aus Polycarbonat, einen 2,4-Zoll-Bildschirm (240 x 320 Pixel Auflösung), eine physische Tastatur und einen Akku, der im Standby-Betrieb bis zu 25 Tage mit einer Akku-Ladung durchhalten soll (bei der Dual-SIM-Variante). Denn wie schon bei vielen Nokia-Handys in der Vergangenheit wird es auch vom Nokia 150 eine Dual-SIM-Variante geben. Entscheidet sich der Käufer dagegen für die Single-SIM-Version, soll der Akku sogar genügend Kapazität für 31 Tage bieten. Sie laden den Akku über den Micro-USB-Anschluss auf. Im durchgehenden Sprachbetrieb soll der Akku 22 Stunden durchhalten.

Wie bei Handys üblich gibt es nur eine Kamera an der Rückseite, die mit VGA auflöst und über ein Blitzlicht verfügt. Die Fotos können mit Hilfe von Bluetooth 3.0 an andere Geräte übertragen werden. Die Kamera dient zudem als Taschenlampe. HMD Global hat außerdem ein FM-Radio und einen MP3-Player in das Nokia 150 integriert. Außerdem gibt es noch ein paar einfache Spiele auf dem Handy: Classic Snake Xenzia und Nitro Racing by Gameloft.

Als Speicher können Micro-SD-Karten bis zu einer Größe von 32 GB verwendet werden. Als Betriebssystem kommt das proprietäre Nokia Series 30+ zum Einsatz. Das Handy dürfte damit absolut sicher vor Malware sein.

Der Preis soll bei 26 Dollar zuzüglich Steuern liegen. Der konkrete Preis für Deutschland ist noch unbekannt, Verkaufsstart soll im ersten Quartal 2017 sein. Als Gehäuse-Farben werden Schwarz und Weiß genannt.

HMD Global

HMD Global hat die Markenrechte an "Nokia" für Feature Phones von Microsoft und für Smartphones sowie für Tablets von Nokia lizenziert. HMD Global besitzt mindestens bis zum Jahr 2024 alle Rechte an dem Markennamen „Nokia“ auf allen Arten von Mobilgeräten.

Das chinesische Unternehmen Foxconn, das unter anderem auch das iPhone für Apple produziert, stellt in seinem Tochterunternehmen FIH Mobile das Nokia 150 für HMD Global her. In FIH Mobile ist die ehemalige Feature-Phone-Sparte von Microsoft aufgegangen, nachdem Microsoft diesen Bereich an Foxconn verkauft hat. (PC-Welt)

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