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Mobile World Congress

Neuvorstellungen drücken Smartphone-Preise

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Wer es nicht auf das allerneueste Smartphone-Modell anlegt, hat bald gute Karten. Denn im Gefolge der Neuvorstellungen auf dem Mobile World Congress in Barcelona sinken jährlich die Preise, so eine aktuelle Marktauswertung.
Der Preis des Sony Xperia Z5 sank nach dem MWC 2016 um ganze 20 Prozent
Der Preis des Sony Xperia Z5 sank nach dem MWC 2016 um ganze 20 Prozent
Foto: Sony

Pünktlich zum Mobile World Congress, der größten Mobilfunkmesse weltweit, präsentieren zahlreiche Hersteller ihre neuesten Smartphone-Flaggschiffe. So geschehen auch im letzten Jahr: Samsung reiste mit seiner Galaxy S7-Serie nach Barcelona, LG zeigte erstmals sein G5 und auch ZTE und Sony hatten Neuheiten im Gepäck. Wie das Vergleichsportal Guenstiger.de herausfand, hat der Boom an Neuvorstellungen Auswirkungen auf die Preise der unmittelbaren Vorgänger: Neue Flaggschiffe treiben den Wert der etablierten Modelle deutlich nach unten.

Beispiel LG: Am 21. Februar 2016 zeigte der Hersteller sein G5. Das bereits erhältliche G4 kostete zu diesem Zeitpunkt 370 Euro - dann ging die Preiskurve steil nach unten. Am Tag des offiziellen Marktstarts des G5 (16. April 2016) war das ältere Modell auf 319 Euro gefallen. Zwei Wochen später hatte sich der Preis zwar wieder leicht stabilisiert, war mit 330 Euro aber immer noch um 11 Prozent reduziert.

Auch die Vorgänger-Flaggschiffe von Sony und ZTE gerieten nach dem MWC in einen Preissturz: Als Sony auf dem letzten MWC das Xperia X vorstellte, kostete das vorherige Aushängeschild Z5 499 Euro. Zum Release Ende Mai wurde es dann satte 20 Prozent günstiger für knapp 400 Euro angeboten. ZTE nutze den MWC 2016, um erstmals sein Blade V7 zu zeigen und läutete damit den Preisverfall des Blade V6 ein: Innerhalb der darauffolgenden Wochen wurde das V6 8 Prozent günstiger und ging schließlich zum Marktstart des Nachfolgers im Juni für 139 Euro über die Ladentheke. Anfang Juli waren es 124 Euro - ganze 18 Prozent weniger.

Preissenkungen sollen für Kaufimpulse sorgen

"Wenn ein neues Smartphone auf den Markt kommt, verliert die Kundschaft schnell das Interesse an den bereits verfügbaren Modellen", sagt Nicole Berg, Preisexpertin von guenstiger.de. "Mit kräftigen Preissenkungen werden dann neue Kaufimpulse geschaffen."

Dasselbe Phänomen war 2016 auch bei Samsung zu beobachten. Seine S7-Serie wurde am 21. Februar 2016 präsentiert und am 11. März in den Handel eingeführt, was einen Preissturz der Galaxy S6-Modelle nach sich zog. Anfang April kostete beispielsweise das S6 64GB mit 460 Euro 9 Prozent weniger als Ende Februar (508 Euro). Noch stärker fiel die Ersparnis beim S6 edge aus. Hier konnten Käufer bei der 32GB-Ausführung im gleichen Zeitraum 17 Prozent sparen (440 statt 529 Euro). Zwar wird in diesem Jahr das S8 voraussichtlich erst Ende März präsentiert, wir gehen aber davon aus, dass die Vorgängermodelle dann das gleiche Schicksal ereilt", sagt Berg. (mh)