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Doppeltes 2in1-Gerät

Ninetec Ultratab 10 Pro im Test

18.09.2017
Von Thomas Rau
Für nur 250 Euro bietet das Ultratab 10 Pro von Ninetec nicht nur Tablet und Tastatur, sondern auch Windows und Android.
Doppeltes 2in1-Gerät im Test: Ninetec Ultratab 10 Pro mit Windows und Android
Doppeltes 2in1-Gerät im Test: Ninetec Ultratab 10 Pro mit Windows und Android
Foto: Ninetec

Das Ultratab 10 Pro von Ninetec ist ein 2in1-Gerät - und zwar gleich doppelt: Zum einen können Sie das 10-Zoll-Tablet mit der beigelegten Tastatur zum Notebook aufrüsten. Zum anderen sind Windows und Android installiert.

TEST-FAZIT: Ninetec Ultratab 10 Pro

Testergebnis (Noten)

Ninetece Ultratab 10 Pro

Testnote

befriedigend (3,12)

Preis-Leistung

sehr preiswert

Bedienung und Geschwindigkeit(30 %)

3,29

Mobilität (25 %)

3,85

Bildschirm (22 %)

3,12

Ausstattung (20 %)

2,73

Service (3 %)

2,81

Aufwertung

Tastatur (-0,15)

Das doppelte Betriebssystem des Ultratab verursacht in der Praxis mehr Probleme als es Vorteile bringt. Deshalb kommt es höchstens als zusätzliches Familiengerät für zuhause in Frage: Sie sparen sich so den Kauf eines Android-Tablets, und die Schwächen des Ultratabs wie geringe Rechenleistung und kurze Akkulaufzeit fallen weniger ins Gewicht.

Pro

+ Windows iund Android installiert

+ Full-HD-Display

Contra

- schwache Akkulaufzeit

- wenig Speicherplatz

- mäßige Rechenleistung

- langsames WLAN

Zwischen den beiden Betriebssystemen wechseln Sie über Apps: Mit Dual OS Switcher kommen Sie von Windows nach Android, mit OS Switch in den Android-Schnelleinstellungen geht es wieder zurück. Das Gerät startet dabei jeweils das Betriebssystem neu, was länger dauert als beispielsweise der Wechsel zwischen Benutzerkonten. Tastatur und Touchpad funktionieren unter beiden Betriebssystemen, doch Dateien lassen sich nicht direkt austauschen: Dazu brauchen Sie einen externen Speicher wie eine Micro-SD-Karte oder einen USB-Stick mit FAT32 als Dateisystem.

Mit OS-Switch wechseln Sie auf dem Ultratab von Android zu Windows.
Mit OS-Switch wechseln Sie auf dem Ultratab von Android zu Windows.

Zwei Betriebssysteme - doppelter Ärger

Das doppelte Betriebssystem ist schlau gedacht, aber schlecht gemacht: Denn der eingebaute eMMC-Speicher ist mit 32 GB zu klein, um mit beiden Betriebssystemen sinnvoll arbeiten zu können. Für Android, das in der älteren Version 5.1 installiert ist, sind rund 3,4 GB vorgesehen, nach dem Update der vorinstallierten Apps bleiben noch knapp 2,2 GB übrig. Die Windows-Partition umfasst 22,3 GB: Wenn Sie das Anniversary Update (Version 1607) eingespielt haben, bleiben noch knapp über 7 GB frei. Das ist für weitere Programme und Dateien knapp bemessen - und für das nächste Windows-Update zu wenig. Das Creators Update fordert rund 10 GB für die Installation: Dafür müssen Sie Programme deinstallieren oder den Umweg über einen externen Speicher zum Update gehen.

Auch die Bedienung der Tastatur verkompliziert sich durch das Doppel-OS, denn die Funktionstasten sind dadurch vierfach belegt: Zunächst lassen sich wie gewohnt Ziffern eingeben beziehungsweise bei gedrückter Shift-Taste Prozent, Klammer, usw. Zusammen mit der Fn-Taste bietet die Tastatur unter Windows bestimmte Funktionen und unter Android andere. Um beispielsweise die Lautstärke einzustellen, müssen Sie über eine weitere Tastenkombination zwischen dem Windows- und Android-Tastaturmodus umschalten.

Auch das Arbeiten mit dem Ultratab ist nicht ganz stressfrei: Der Bildschirm sitzt mit viel Spiel in der Tastatur-Halterung und lässt sich kaum über 90 Grad und auch nicht mit einer Hand öffnen. Bei unserem Testgerät war außerdem der Touchscreen nicht korrekt kalibriert: Beim Tippen auf der Bildschirm-Tastatur löste das Tablet häufig benachbarte Tasten aus.

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