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CES 2017 in Las Vegas

Nvidia und Audi entwickeln autonomes Auto bis 2020

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Nvidia und Audi wollen bis 2020 ein selbstfahrendes Auto entwickeln. Auch ZF Friedrichshafen und Bosch arbeiten mit.
Audi Q7 Piloted Driving Concept
Audi Q7 Piloted Driving Concept
Foto: The Verge

Nvidia und Audi entwickeln gemeinsam Technologien für selbstfahrende Autos. Nvidia liefert bereits seit einiger Zeit den Tegra 30-Prozessor für das Audi Virtual Cockpit, wie man es beispielsweise im Audi A4 oder im Audi TT kaufen kann (siehe unsere unten verlinkten Testberichte und unsere Testvideos zu A4 und TT). Doch die jetzt auf der CES 2017 in Las Vegas verkündete Kooperation geht einen großen Schritt weiter. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines selbstfahrenden Autos bis zum Jahr 2020. Das Jahr 2020 gilt für nahezu alle Automobil-Hersteller, die an autonomen Autos forschen, als Schlüsseljahr für das selbstfahrende Auto.

Audi A4 mit Connect, MMI, Carplay, Android Auto und App im Test

Mit einem Audi Q7 – als Audi Q7 Piloted Driving Concept bezeichnet - erproben beide Unternehmen bereits ihre Selbstfahr-Technologien. Dieser Q7-Prototyp ist auf der CES zu sehen, ein Nvidia Drive PX 2-Prozessor liefert die Rechenleistung für das autonome Fahren. Er soll mit Hilfe von künstlicher Intelligenz das eigenständige Fahren sozusagen lernen und sich nach vier Tagen Lernphase selbstständig fortbewegen können.

Test: Audi TT mit MMI Navigation plus, Touch und Connect

Audi will selbstfahrende PKWs ab 2018 in Kalifornien und anderen US-Bundesstaaten erproben. BMW favorisiert dagegen eher die Autobahnen rund um München und bald auch die Innenstadt von München für seine Testfahrten.

Nvidia arbeitet außerdem mit den wichtigen Auto-Zulieferern ZF Friedrichshafen und Bosch zusammen. Beide deutschen Unternehmen sollen Teile für selbstfahrende Autos liefern. So arbeitet Nvidia mit ZF an ProAI: Ein automatisches Fahrsystem, das auf dem Nvidia Drive PX 2 AI-Auto-Computer basiert.

Der ZF ProAI. Mit ZF ProAI bringen ZF und NVIDIA künstliche Intelligenz in die Mobilitätsbranche
Der ZF ProAI. Mit ZF ProAI bringen ZF und NVIDIA künstliche Intelligenz in die Mobilitätsbranche
Foto: ZF

Dieses System kann in Industrie-Fahrzeugen wie zum Beispiel Gabelstaplern und in LKWs und PKWs eingebaut werden. (PC-Welt)