Europäischer Anbieter von Attack Surface Management

Oliver Bareiss soll Sweepatic in den DACH-Markt bringen

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Das 2016 in Belgien gegründete Unternehmen Sweepatic ist mit seiner Cloud-basierten Plattform im Marktsegment Attack Surface Management (ASM) tätig. Das rückt spätestens seit der Übernahme von Expanse durch Palo Alto Networks für 800 Millionen Dollar im Herbst 2020 zunehmend ins Scheinwerferlicht.
"Ich freue mich sehr über meine neue Aufgabe bei Sweepatic und bin überzeugt davon, dass die Lösung in der Region gut ankommen wird", sagt Oliver Bareiss, Growth Manager DACH bei Sweepatic.
"Ich freue mich sehr über meine neue Aufgabe bei Sweepatic und bin überzeugt davon, dass die Lösung in der Region gut ankommen wird", sagt Oliver Bareiss, Growth Manager DACH bei Sweepatic.
Foto: Sweepatic

Oliver Bareiss ist als Growth Manager für die DACH-Region für die Etablierung des belgischen Unternehmens Sweepatic im deutschsprachigen Markt verantwortlich. Sweepatic beschäftigt sich mit Attack Surface Management (ASM) - alternativ auch als External Attack Surface Management (EASM) bezeichnet. Es bietet dazu eine Cloud-basierte Plattform an.

Sweepatic sieht sich als führende europäische Firma in diesem Markt. Das kann Vorteile haben. Zwar scheint die Frage, wie es mit dem Datenaustausch mit den USA nach dem Ende des Privacy Shield weiter geht durch den Präsidentenwechsel in den USA weniger dringend, gelöst ist sie dadurch noch lange nicht.

Der Wettbewerb ist international, aber US-lastig. Wettbewerber wie Cycognito und Reposify setzen auf die bewährte Kombination aus Entwicklung in Israel und Vermarktung aus den USA. Firecompass bevorzugt die Kombination USA und Indien, Upgard probiert es mit einem weltweit verteilten Team und Zentren in Kalifornien und Australien. Balbix und Securityscorecard sind reine US-Firmen. Bitsight hat seine Zentrale in Boston und das Europa-Headquarter in Lissabon, CSEC die Firmenzentralen in Seattle und Lausanne in der Schweiz.

Was die Cloud-Plattfom von Sweepatic macht

Die Cloud-Plattform von Sweepatic überwacht die IT-Infrastruktur rund um die Uhr und liefert umfassende Daten über die Angriffsflächen der Online-Präsenzen von Unternehmen. Laut Anbieter erfassen automatisch und interagierende Module die Daten zur weiteren Auswertung. Künstliche Intelligenz helfe, die Analyse ereignisorientiert zu steuern. Die Arbeit der Plattform laufe dabei vollautomatisierte im Hintergrund ab und störe Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer regulären Tätigkeiten.

Die bei der Analyse gewonnenen Erkenntnisse sollen sich jedoch durch IT-Verantwortliche einfach umsetzen lassen. Der Gedanke hinter der Plattform ist schlicht, die gängigsten und einfach zu nutzenden Einfallstore regelmäßig zu prüfen und sicherzustellen, dass sie geschlossen werden - in der Hoffnung, dass Angreifer sich dann einfacher Ziele suchen, die weniger Probleme bereiten.

"Wir sehen ein großes Potenzial im DACH-Markt und haben uns deswegen dazu entschieden, unsere Aktivitäten hier weiter zu forcieren", sagt Chris De Hous, COO bei Sweepatic. "Mit Oliver Bareiss haben wir einen im IT-Security Bereich erfahrenen und gut vernetzten Growth Manager an Bord geholt, um den Ausbau unseres Partnernetzwerks gezielt vorantreiben zu können."

Bareiss ist im Channel in der Tat kein Unbekannter. Er war zuletzt Channel Manager DACH bei Algosec und davor in derselben Position bei SentinelOne. Davor erhöhte er als Regional Manger respektive Regional Sales Director die Bekanntheit und Marktpräsenz von Stormshield und Aienvault in der DACH-Region. Weitere Stationen seiner Laufbahn in der IT waren Regional Director Central Europe, Eastern Europe und Russland bei der HPE-Sparte Aruba, Country Manager DACH bei Barracuda Networks und Strategic Account Manager DACH bei Fortinet.

ASM und EASM rücken stärker ins Rampenlicht

"Wir treffen mit unserer Lösung den Nerv der Zeit, da gerade im Zuge der Digitalisierung die Online-Präsenzen in Unternehmen und damit auch die Verlinkungen im Cyberspace enorm wachsen", erklärt De Hous weiter. Das Marktsegment Attack Surface Management (ASM) respektive External Attack Surface Management (EASM) hat tatsächlich mit der Übernahme von Expanse durch Palo ALto Networks im Herbst 2020 für rund 800 Millionen Dollar noch mal einen Schub erfahren. Es profitierte bereits davor vom wachsenden Interesse am Begriff Cyber-Resilienz - der wiederum durch die Corona-Pandemie verstärkt auf die Agenda von Veratwortlichen in Unternehmen rückte.

Zur Startseite