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Umfrage von Shopware

Online-Händler wollen vom Gesetzgeber in Ruhe gelassen werden

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Online-Händler fürchten sich am meisten vor neuen Gesetzen und Bestimmungen, die ihr Geschäft beeinträchtigen könnten, das ist das wichtigste Ergebnis eine Shopware-Umfrage.

Wie in den Jahren zuvor hat der E-Commerce-Systeme-Hersteller Shopware auch 2018 seine Kunden, die Shop-Betreiber, zu ihren Sorgen und Nöten befragt. Über 750 Online-Händler haben sich an dieser Umfrage beteiligt.

Dabei kam unter anderem heraus, dass Shop-Betreiber sich am meisten vor rechtlichen Veränderungen fürchten. Aktuell sind das neue Verpackungsgesetz (tritt Anfang 2019 in Kraft) und die Geoblocking-Verordnung (ist schon aktiv), die E-Commerce-Spezialisten vor die größten Herausforderungen stellen.

Darüber hinaus gewährten uns die Shopware-Kunden interessante Einblicke in ihr "Daily Business". So rechnen nur 70 Prozent der befragten Händler 2018 mit höheren Umsätzen als 2017, bei einem Fünftel der Händler stagniert das Business, und bei jedem zehnten geht es sogar zurück. Die meisten Shopware-Kunden sind in der Nahrungs-, Genussmittel- und Getränke-Branche aktiv (13,3 Prozent), gefolgt von Händlern, die Bekleidung und Accessoires online vertreiben (13,1 Prozent).

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53 Prozent der befragten E-Commerce-Spezialisten bieten auch selbst hergestellte Produkte feil; 40 Prozent der Shop-Betreiber verfügen zusätzlich über stationäre Ladengeschäfte; bei 30 Prozent der Online-Händler betrug der durchschnittliche Wert der bestellten Ware zwischen 51 und 100 Euro.

Kryptowährung kann sich nicht durchsetzen

Bitcoins & Co. sind auf dem Rückzug: Im Vergleich zu 2017 ist die Akzeptanz der Kryptowährung als Zahlungsmethode deutlich zurückgegangen. Nur noch jeder hundertste Shop bietet Digitales Bezahlen an, 2017 war es noch jeder vierzigste. Die am häufigsten angebotenen Zahlungsmethoden sind weiterhin Vorkasse (88 Prozent), PayPal (83 Prozent), Rechnung (51 Prozent) und Kreditkarte (46 Prozent).

E-Commerce-Trends 2019: Mobile Commerce, Künstliche Intelligenz und B2B

Mit elf Prozent an Nennungen gilt Mobile Commerce nach wie vor als Dauerbrenner unter den E-Commerce Trends für das Jahr 2019. Immer mehr Käufe werden auf mobilen Endgeräte abgewickelt, Tendenz steigend.

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Künstliche Intelligenz in Form von Chatbots, selbstlernenden Suchalgorithmen oder automatisierten Produktkatalogen sehen fünf Prozent der befragten Shop-Betreiber als relevante Zukunftstrends an. Besonders häufig wird in diesem Zusammenhang der Begriff "Voice Commerce" verwendet. An dritter Stelle der E-Commerce-Trends für 2019 steht mit drei Prozents der Ausbau des Onlinegeschäfts für B2B-Kunden.

Herausforderungen durch Marktplätze

Neben den rechtlichen Hürden (60 Prozent an Nennungen) macht den Online-Händler der steigende Wettbewerbsdruck zu schaffen (44,5 Prozent an Nennungen). Das sind zum einen konkurrierende Webshops arrivierter Unternehmen, die ihre Digitalisierungsanstrengungen verstärkt haben, aber auch komplette Neugründungen. Andererseits werden Marktplatzbetreiber à la Amazon & Co. immer häufiger als Wettbewerb wahrgenommen.

Das Verhältnis der Online-Händler zu den Marktplätzen ist nach wie vor sehr ambivalent. Zum einen ist der Verkauf über Marktplätze für sie ein wichtiger Umsatztreiber; knapp zehn Prozent der befragten Shop-Betreiber gaben an, zwischen 20 und 40 Prozent ihrer Online-Umsätze über Amazon abzuwickeln. Vergleichbare Zahlen ergeben sich auch bei eBay, Rakuten und auf anderen Marktplätzen. Zum anderen stehen Online-Händler aber nach wie vor der großen Herausforderung, sich gegen diese Marktplatzbetreiber zu behaupten (35,5 Prozent an Nennungen).

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