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Erfolge zum kleinen Preis

Open-Source-Software für den mittelständischen Handel

31.10.2016
Von Björn Rafreider und
geschäftsführender Gesellschafter der Stuttgarter Internet-Agentur visual4.
Christoph Plessner ist geschäftsführender Gesellschafter der visual4 GmbH in Stuttgart. Er verfügt über 10 Jahre Erfahrung im Bereich Beratung und Projektmanagement bei webbasierten Open Source CMS und CRM Systemen für mittelständische Unternehmen. Zusätzlich war er als Dozent an der Macromedia Hochschule für Medien im Bereich strategische Kommunikation tätig. Seine Themenschwerpunkte sind Kundenbeziehungsmanagement und Online Marketing.

Open-Source-Systeme für die Digitalisierung einsetzen

Die richtige IT-Lösung für das digitale Geschäftsmodell zu finden, ist gar nicht so einfach. Es gibt viele Anbieter mit individuellen Schwerpunkten und Preismodellen. Besonders günstig in der Anschaffung sind kostenfreie oder kommerzielle Open-Source-Lösungen, die sich von der eigenen IT-Abteilung erweitern und anpassen lassen. So können Unternehmen vermeiden, teure Anpassungen hinzukaufen zu müssen.

Bei der Anschaffung eines Systems sind allerdings nicht nur die Initialkosten zu beachten. Vor allem die Anpassung eines Systems an die eigenen Prozesse kann hohe Kosten verursachen. Daher ist es wichtig, Open-Source-Lösungen miteinander zu vergleichen und ein System auszuwählen, das sich flexibel und einfach an die eigenen Prozesse anpassen lässt.

In mittelständischen Betrieben führt der Einsatz verschiedener Tools mit jeweils eigenen Datenbanken oft zu einer doppelten und somit ineffizienten Datenhaltung. Deshalb sind Unternehmen gut beraten, auf spezialisierte Insellösungen zu verzichten und mit passender All-in-one-Software zu starten. Dieser Softwaretypus verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die internen Prozesse unternehmensweit effizienter und vernetzter gestaltet.Es gibt viele Open-Source-Lösungen, die einzelne Schwerpunkte abdecken, etwa Kundenverwaltung, Rechnungswesen und Buchhaltung oder Marketing, Vertrieb und Kundenservice. Zentrale Anforderung sollte jedoch sein, dass sämtliche Daten, die im Zusammenhang mit einem Kunden entstehen, über individuelle Reports ausgewertet werden können. Serviceanfragen, Transaktionsdaten, gekaufte Produkte oder Marketingmaßnahmen liefern wichtige Hinweise darauf, wie Firmen ihre Produkte und ihren Kundenservice kontinuierlich verbessern und Kunden gezielter ansprechen können.

Hier müssen Unternehmen Prioritäten setzen und sich dann ein Tool aussuchen, das ihre oberste Priorität am besten unterstützt. Etablierte Unternehmenslösungen für kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Open-Source-Bereich sind hier 1CRM, Odoo, sugarCRM oder vtiger. Siehe auch den Beitrag "CRM-Vielfalt durch Open Source")

Diese vier Open-Source-CRM-Systemesind besonders verbreitet.
Diese vier Open-Source-CRM-Systemesind besonders verbreitet.
Foto: Visual4

Die Vernetzung aller Kundendaten ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung und Smart Data. Haben Unternehmen diese Grundlage für effizientere Prozesse und ein besseres Kundenverständnis geschaffen, werden sie ihre Wettbewerbsposition nachhaltig verbessern können.

Open-Source-Systeme für den digitalen Vertrieb

Einfache Geschäftsmodelle wie der Online-Verkauf von Kleidung und Sportartikeln oder die Bereitstellung von Downloads sind mit einer Open-Source-Lösung, die einen voll integrierten Online-Shop oder Self-Service-Bereich mitbringt, bereits gut bedient. Dieser integrierte Ansatz führt den Gedanken einer zentralen Lösung konsequent zu Ende. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese integrierten Shops oft nicht den Funktionsumfang erreichen, den etablierte und verbreitete Online-Shops bieten. Hinter diesen steht eine große Community, die die Software stetig weiterentwickelt und für fast jeden Anwendungszweck eine Erweiterung bereitstellt.

Mit solchen Shops lässt sich nahezu jedes digitale Geschäftsmodell abbilden.Doch wer solch einen etablierten Online-Shop verwendet, muss, um dauerhaft erfolgreich zu sein, ebenfalls dem ganzheitlichen und vernetzten Ansatz Rechnung tragen. In diesem Fall ist es wesentlich, die E-Commerce-Lösung tief in die zentrale Unternehmenssoftware zu integrieren. Informationen aus Transaktionen, Kontaktformularen oder Newsletter-Registrierungen müssen direkt in der Unternehmenssoftware gespeichert werden, damit sie analysiert und weiterverarbeitet werden können.Um Kunden auf das Angebot aufmerksam machen und Vertrauen aufbauen zu können, ist es zusätzlich wichtig, eine Website oder einen Blog mit dem Vertriebskanal verbinden zu können.

Auf diese Shop-Systeme setzen Open-Source-Anhänger.
Auf diese Shop-Systeme setzen Open-Source-Anhänger.
Foto: Visual4

Das kann ebenfalls ein entscheidender Faktor bei der Auswahl eines Systems sein. Über hochwertige Produktbeschreibungen, Ratgeber und unterhaltsame Geschichten lassen sich Kunden - und auch Suchmaschinen - davon überzeugen, die bessere Verkaufsplattform vor sich zu haben.Gängige Open-Source-Lösungen im Bereich E-Commerce sind vor allem ePages, Gambio, Magento, und WooCommerce. Die führende Position in Deutschland nimmt dabei WooCommerce ein. Das rührt nicht zuletzt daher, dass es das flexible Content-Management-System WordPress um einen mächtigen Shop erweitert. Produkte lassen sich perfekt in Szene setzen, gleichzeitig greifen Website und Shop nahtlos ineinander.