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Änderung für Online-Shops

Page Speed nun auch bei Mobilseiten Ranking-Faktor

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Google hat eine entsprechende Ankündigung zum 9. Juli umgesetzt. Bislang war Page Speed für das Ranking nur für die Suche vom Desktop relevant.

Die Reaktionsgeschwindigkeit einer Website ist nun auch bei der Suche von Mobilgeräten aus für die Einstufung der Suchergebnisse bei Google relevant. Eine entsprechende Ankündigung vom Januar wurde jetzt planmäßig umgesetzt. Bislang hatte die Geschwindigkeit, mit der eine Webseite lädt, nur für Desktop-Nutzer eine Auswirkung auf die Reihenfolge der Suchergebnisse. Die von Google "Speed Update" genannte und jetzt umgesetzte Änderung sollten Betreiber von Online-Shops zum Anlass nehmen, ihr Angebot zu überprüfen.

Page Speed ist nun auch für SEO für mobile Webseiten wichtig.
Page Speed ist nun auch für SEO für mobile Webseiten wichtig.
Foto: Usman Saeed - shutterstock.com

Google begründet seinen Schritt mit eigenen Untersuchungen, wonach sich Nutzer auch bei Mobilversionen von Webseiten kurze Ladezeiten wünschen. Daher sei Page Speed seit 9. Juli 2018 auch für Suchanfragen von Mobilgeräten aus ein Ranking-Faktor. Laut Google sind davon zunächst nur die langsamsten Webseiten und ein "kleiner Prozentsatz der Suchanfragen" betroffen. Es ist aber zu erwarten, dass die Anforderungen später verschärft werden. Daher ist es für Online-Shops bereits jetzt sinnvoll, sich Gedanken zu machen, wie sich Ladezeiten verkürzen lassen. Ansatzpunkte dafür sind etwa die Optimierung von Bildern und Javascript auf der Seite sowie eine möglichst geringe Anzahl von 301-Weiterleitungen.

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Die neuen Anforderungen gelten gleichermaßen für alle Seiten unabhängig von der Technologie, auf der sie basieren. Google betont, dass die vermutete Absicht hinter der Suchanfrage immer noch als starkes Signal gewertet wird. Daher könne selbst eine langsame Seite immer noch einen guten Platz in den Suchergebnissen einnehmen kann, wenn sie relevante Inhalte bietet. Für Online-Shops ist aber genau das in der Regel sehr schwierig, stehen sie doch mit ihren Inhalten, also den Produkten und deren Beschreibungen, in der Regel mit einer Vielzahl anderer Webseiten in hartem Konkurrenzkampf und können sich dabei nicht darauf verlassen, dass gerade ihre Seite einen der Suchanfrage entsprechenden Inhalt liefert.

Auswirkungen von "Speed Update" noch umstritten

"Wir ermutigen Entwickler umfassend darüber nachzudenken wie Performance die Wahrnehmung ihrer Seite durch Nutzer beeinflusst und sich mit einer Auswahl an Metriken für die Nutzerfahrung zu beschäftigen", teilt Google mit. Es bietet dafür eine ganze Reihe eigener Tools an, betont aber auch, dass es keines gibt, dass alleine zuverlässig darüber Auskunft geben kann, ob die eigene Seite durch den neuen Ranking-Faktor Nachteile erleidet.

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Seitenbetreibern empfiehlt Google, sich mit dem Chrome User Experience Report zu beschäftigen und daraus Lehrern für das eigene Angebot zu ziehen. Um ein Audit der Gesamtqualität der Seite - wozu nun auch die Geschwindigkeit gehört - nach Google-Maßstäben vorzunehmen, empfiehlt der Suchmaschinenbetreiber Lighthouse. Speziell um Optimierungspotenzial bei der Seitengeschwindigkeit zu ermitteln und Hinweise zu Verbesserungsmaßnahmen zu erhalten, legt er ihnen PageSpeed Insights ans Herz.

Wann sich die Beschleunigung der Website wirklich lohnt, ist aktuell noch nicht ganz klar. SEO-News zitiert Google-Mitarbeiter Johannes Mueller, demzufolge das Update nun auch graduelle Unterschiede erkennen kann: "Umso schneller Ihr Eure Seite macht, desto mehr können wir das berücksichtigen." Online-Marketing.de berichtet dagegen, dass eine bereits schnelle Seite noch schneller zu machen, zumindest derzeit keinerlei Auswirkungen habe. Lediglich "langsame" Seiten würden bei einem "klar erkennbaren Fortschritt bei der Ladegeschwindigkeit" profitierten. Offen ist die Frage, was für Google in dem Zusammenhang "langsam" beziehungsweise "schnell" ist.