Polizei Gütersloh

Postbote stellt iPhone-Betrüger

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Ein Internet-Gauner ging der Polizei in Gütersloh ins Netz. Ein aufmerksamer Paketzusteller gab den entscheidenden Hinweis.
Gauner manipulieren Klingelschilder, um im Internet erschlichene Ware entgegennehmen zu können.
Gauner manipulieren Klingelschilder, um im Internet erschlichene Ware entgegennehmen zu können.
Foto: Sunny Images - Fotolia.com

Die Masche ist altbekannt: Betrüger bestellen in Online-Shops Waren und lassen sie an Adressen liefern, an denen sie gar nicht wohnen. Später holen Sie dann die bei Nachbarn hinterlegte Ware ab oder sind "zufällig" vor Ort, wenn der Paketbote kommt.

So ging auch ein 44-jähriger Nigerianer in Gütersloh vor: Er manipulierte zudem mit einem aufgeklebten Zettel mit einem falschen Namen die Briefkästen, um den Anschein zu erwecken, dass er als Empfänger der im Internet bestellter Ware auch dort wohnt.

Zum Verhängnis wurde ihm nun, dass er wohl zu offensichtlich beim Zustelldienst nach den bestellten Päckchen gefragt hat. So wurde der Mitarbeiter des Paketdienstes in den vergangenen Tagen mehrfach vor einem Mehrfamilienwohnhaus an der Gütersloher Herzebrocker Straße von dem Täter angesprochen. Der Zusteller informierte die Polizei, die daraufhin den mutmaßlichen Täter bei der Entgegennahme der Ware vorläufig festnehmen konnte.

Bei der Sendung handelte es sich um zwei im Internet bestellten iPhones. Bei der Durchsuchung der Tasche des Täters fanden die Ermittler zwei weitere Telefone und ein iPad. Gegenüber den Beamten wies der Festgenommene zudem mit einem gefälschten Reisepass aus, der mit dem Namen an den Klingelschildern übereinstimmte.

Polizei bittet um Mithilfe

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, besonders aufmerksam zu sein, wenn an Haustüren oder Klingeln Zettel mit Namen angebracht oder aufgeklebt sind, die niemandem im Haus zugeordnet werden können. Diese Tätergruppen suchen sich in der Regel für ihre Betrügereien größere Wohnanlagen oder Mehrfamilienwohnhäuser aus.

Laut Polizei ist es sogar schon vorgekommen, dass an leer stehenden Gebäuden komplette Briefkästen mit gefälschten Namen angebracht wurden, die nach dem Einwurf der Warensendungen durch den Lieferanten wieder abgebaut wurden. Bei derartigen Verdachtsmomenten bittet die Polizei um sofortige Mitteilung unter dem Polizeiruf 110, um schnell zu reagieren und solche Aktionen wie nun in Gütersloh durchführen zu können.

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