Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.03.2018 - 

Mobile Akkus

Powerbanks von 5.000 bis 20.000 mAh im großen Vergleichs-Test

28.03.2018
Von Marius Forst
Powerbanks gibt es wie Sand am Meer. Wie unser Test zeigt, weicht die tatsächliche Kapazität der mobilen Akkus erheblich von den Herstellerangaben ab. Aber auch bei der Ausstattung, dem Gewicht und der Garantiezeit gibt es gewaltige Unterschiede.
Powerbanks von 5.000 bis 20.000 mAh im Test
Powerbanks von 5.000 bis 20.000 mAh im Test

Wer viel mobil ist, kommt an einer Powerbank nicht vorbei. Zudem lassen sich die kompakten Akkus auch gut für Kameras, E-Book-Reader und Handheld-Spielekonsolen nutzen. Wir haben über ein Dutzend beliebte Modelle im Test und sagen Ihnen, auf was Sie alles beim Kauf eines portablen Akkus achten müssen. Am Ende des Beitrags finden Sie für alle drei Kapazitätsklassen (bis 6000, bis 12.000, bis 20.000 mAh) eine Tabelle mit allen Messwerten und technischen Daten.

Reale Lade-Kapazität bei nur 54 bis 76 Prozent der Herstellerangaben

Was eine Powerbank können soll, ist klar: Strom liefern, wenn gerade keine Steckdose zur Verfügung steht. Doch wie oft lässt sich das Smartphone oder das Tablet damit unterwegs aufgeladen? Die Kennziffer hierfür bietet die Lade-Kapazität, auch Nenn- oder Bruttoladung genannt. Diese bezeichnet, wie viel Strom auf einem Akku „Platz“ findet. Angegeben wird sie mit mAh (Milli-Amperestunden). Wollen Sie z. B. ein iPhone X oder ein Google Pixel 2 - beide haben einen Akku der Größe von circa 2.700 mAh - mit Strom versorgen, bietet Ihnen eine 20.000-mAh-Powerbank bis zu sieben Aufladezyklen. So die Theorie – die Praxis sieht jedoch anders aus. Denn tatsächlich bieten die Powerbanks netto eine weit kleinere Kapazität als brutto angegeben. Dieser Parameter ist das wichtigste Testkriterium.

Zum einen verschleißen Akkus mit der Zeit - sowohl in einem Smartphone oder Tablet als auch in einer Powerbank. Aber auch bei ganz neuen Banks ist die Kapazität schon signifikant geringer als angegeben. Das liegt daran, dass die integrierten Akkus eine weit geringere Spannung bieten, als Smartphones und Tablets verarbeiten können. Die Powerbanks müssen also mühevoll die Spannung auf den USB-Standard in Höhe von 5 Volt hochschrauben. Diese Spannungswandlung verbraucht Strom, was wiederum die Netto-Kapazität verringert. In unserem Test bieten gute Powerbanks ein Brutto/Netto-Verhältnis von 4:3, bei nicht empfehlenswerten Geräten sinkt das Verhältnis auf 2:1. Die Unterschiede sind also gewaltig.

Smartphone und Tablet parallel aufladen: Mit einer Powerbank ab 10.000 mAh kein Problem.
Smartphone und Tablet parallel aufladen: Mit einer Powerbank ab 10.000 mAh kein Problem.
Foto: Varta

Das beste Brutto/Netto-Verhältnis bieten die Coolreall K8 Power Bank 20000mAh (mit 72% der angegebenen Kapazität), die drei Testgeräte von Varta (71–76%) sowie der Spitzenreiter Poweradd Pilot X7 20000mAh (77%). Letztere Powerbank kann ein iPhone X oder ein Google Pixel 2 etwa fünf mal mit Strom füllen. Ein iPad Pro 9,7 mit einem Akku von circa 7.300 mAh lässt sich immerhin bis zu zweimal aufladen. Die schlechtesten Testergebnisse erreichte die Poweradd Slim 2 5000mAh mit einer tatsächlichen Kapazität von 54%. Die gebotenen 2.659 mAh reichen gerade einmal aus, ein Smartphone einmalig zu laden.

Preis-Leistungs-Check: Nettokapazität pro Euro

Einige Powerbanks im Test verfügen zwar über ein mäßiges Brutto/Netto-Kapazitätsverhältnis, bieten aufgrund der geringen Anschaffungskosten aber trotzdem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Am besten schneidet da die Poweradd Pilot X7 20000mAh ab. Für jeden investierten Euro erhalten Sie mehr als 900 mAh. Das schlechteste Ergebnis fährt hier die Varta Slim 6000 mAh mit mickrigen 185 mAh pro Euro ein. Sie sollten jedoch beim Kauf nicht nur auf die tatsächliche Kapazität und auf den Preis Preis schauen. Auch weitere Faktoren wie Ausstattung, Ladeleistung, Gewicht und Garantiezeit sollten Sie anhand Ihrer Bedürfnisse gegeneinander abwägen.

Ausstattung, Mobilität und Garantie

Sein Smartphone oder Tablet lädt man über ein USB-Kabel. Da kann es praktisch sein, wenn die Powerbank über mehr als nur einen USB-Anschluss verfügt - und bereits ein KAbel beiliegt. Vorbildlich ist hier die Coolreall K8 Power Bank 20000mAh mit ihren drei USB-Buchsen und einer Stromstärke von bis zu 4,8 Ampere. Das bedeutet: Schnelles Laden von mehreren Geräten gleichzeitig ist garantiert! Und speziell für Geräte mit Quick-Charge-Funktion ist die Anker PowerCore II 10000mAh zu empfehlen: Mit einer Leistung von bis zu 18 Watt kann das Smartphone (mithilfe eines passenden Kabels) in Windeseile geladen werden.

Die leistungsstärksten Geräte im Test sind ohne Frage jene mit 20.000 mAh, aber fürs ständige Herumtragen in der Hand- oder Handtasche sind sie zu schwer und zu klobig. Hier sind die leichten 5.000er- oder 6.000er-Banks erste Wahl, die sich vor allem für eine Stromspende zwischendurch oder das einmalige Aufladen eignen. Unser Tipp ist hier die ultradünne Intenso Powerbank S5000 Slim. Sie ist nur 9 mm dick und bietet ein integriertes Micro-USB-Kabel. Der beste Kompromiss aus Portabilität und Leistung sind Powerbanks der Kapazitätsklasse bis 12.000 mAh. Sie sind nicht zu schwer und bieten genug Power für zwei bis drei Komplettaufladungen.

Hinsichtlich Portabilität enttäuschend sind die Powerbanks von Varta. Die 6.000-mAh-Bank von Varta ist ähnlich schwer und groß wie die Kinps Power Bank 10000mAh. Und die Varta Slim Power Bank 18000mAh wiegt mit fast 600 g weit mehr als ein iPad, das maximal ein Pfund auf die Waage bringt. Das größte Varta-Modell bietet zwar eine hohe Netto-Akkuleistung, ist aber eher etwas fürs Handschuhfach.

Ebenfalls einen Blick wert: die Garantie. Sechs Monate Gewährleistung ist bei Powerbanks Standard. Mehr nicht? Doch! Die meisten Hersteller bieten zwölf, manchmal sogar 24 Monate Garantie an, in unserem Test scheiden Varta, Poweradd und Intenso hier am besten ab. Bei JETech gibt es nur die gesetzlichen sechs Monate, allerdings wirbt der Hersteller mit einem „lebenslangen“ Support, wenn man sich innerhalb von zwei Wochen nach Kauf das Gerät online registriert. Welche Services dieser Support umfasst, bleibt allerdings nebulös.