Drucker-Systemhaus expandiert

Printvision übernimmt Hauser

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Das Freisinger Drucker- und Dokumentenmanagement-Systemhaus Printivision baut seine Marktpräsenz weiter aus: Nun gehört auch der traditionsreiche Münchner Office-Spezialist Hauser zu Printvision.

Es gibt Firmen, die prägen die Handelslandschaft einer Stadt über Jahrzehnte. Im Office- und Kopierer-Business Münchens gehört Hauser sicher dazu. Das Unternehmen hat eine bewegte Vergangenheit: Bereits 1932 gegründet wurde das Haus 2007 an Canon verkauft und mit dem Münchner Canon Business Center verschmolzen.

Mit der Übernahme der Hauser Office Management GmbH durch die Printvision AG haben sich der Printvision-Vorstandvorsitzende, Martin Steyer, und sein Vorstandskollege Karim Mürl 15 Millionen Euro Umsatz für 2021 vorgenommen.
Mit der Übernahme der Hauser Office Management GmbH durch die Printvision AG haben sich der Printvision-Vorstandvorsitzende, Martin Steyer, und sein Vorstandskollege Karim Mürl 15 Millionen Euro Umsatz für 2021 vorgenommen.
Foto: Printvision

Offensichtlich sahen die Gesellschafter der Hauser Holding, Norbert Hauser, Wolfgang Gramenz, Armin Stephan, und Jens Stump, dann doch wieder den Bedarf eines unabhängig agierenden Handelsunternehmens. Drei Jahre nach der Übernahme durch Canon wurde die Hauser Office Management neu gegründet. Die Verantwortlichen erklärten die neue Firma zum "Relaunch". Die enge Bindung an Canon wurde fortgeführt. So erhielt Hauser 2018 die Auszeichnung "Canon European Premier Partner".

Nun kommt ein weiteres Kapitel zur Firmengeschichte hinzu: Seit 1. Januar 2021 gehört Hauser nun zu dem Freisinger Drucker- und Dokumentenmanagement-Spezialisten Printvision. Hauser-Geschäftsführer Wolfgang Gramenz spricht von einem "starken Partner" an der Seite. "Wir arbeiten nach denselben Standards wie die Printvision AG, eine Zusammenführung fällt da noch leichter", erläutert er. Beide Unternehmen nutzen viele gleiche Systeme, unter anderem in Warenwirtschaft, Flottenmanagement und Finanzierung.

15 Millionen Euro Umsatz angestrebt

Im Vergleich zu Hauser ist Printvision noch ein sehr junges Unternehmen. Auch wenn die Wurzeln in Freising bis in die 80er-Jahre zurückreichen, wurde Printvision erst 2003 gegründet. Seither konnten sich die Freisinger durch innovative Vertriebsmodelle und geschickte Akquisitionen auch überregional etablieren. So wurden unter anderem 2018 die Kopier- und Druckersparte von Kutscher + Gehr und 2019 die Bürotechniksparte von Ycom übernommen.

Mit der Übernahme von Hauser will Martin Steyer, Vorstandvorsitzender bei der Printvision AG, die Position am Markt für Druck- und Kopiersysteme sowie Dokumentenmanagement stärken: "Wir sind mit dem Zusammenschluss einer der Top-Anbieter von Dokumentenmanagement-Lösungen in Bayern", bekräftigt Steyer. Man wolle nun auch die Hauser-Kunden "mit allen Möglichkeiten und Ressourcen" Printvisions auf ihrem Weg in die Digitalisierung begleiten.

Auch die wirtschaftlichen Ziele sind klar definiert: Rund 15 Millionen Umsatz strebt Printvision gemeinsam mit der Hauser Office Management GmbH im Jahr 2021 an. Etwa 10.000 Vertragsgeräte, überwiegend Multifunktionsgeräte, werden aktuell betreut. "Wir blicken zuversichtlich auf das anstehende Geschäftsjahr 2021 und wollen weiter wachsen", erklärt der Printvision-Chef. Gemeinsam mit den eigenen und den von der Hauser übernommenen Mitarbeitern wolle man die digitale Zukunft aktiv mitgestalten.

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