MWC 2014

Produkte und Services im Veränderungsprozess

Beate Wöhe leitet als Director Experts Network das IDG Experten-Netzwerk für alle Online-Portale der IDG Tech Media GmbH. Sie hat diese Position nach über zehnjähriger Tätigkeit als Redakteurin und leitende Redakteurin des IDG-Titels ChannelPartner im Juli 2014 übernommen. Ihr obliegt die Betreuung der Experten sowie der weitere Ausbau der Community.

Die Herausforderungen

Thomas Kiessling, Chief Product und Innovation Officer bei der Telekom Deutschland GmbH
Thomas Kiessling, Chief Product und Innovation Officer bei der Telekom Deutschland GmbH
Foto: Deutsche Telekom AG

Ein Jahr geht schnell vorüber - im Mobilfunksegment oft noch viel schneller, wenn man sich die teilweise immer kürzer werdenden Produktzyklen der Geräte vor Augen hält. Nicht alle Anbieter sprechen bei ihren Zukunftsplänen nur von Wachstum und Stückzahlen, wie etwa Telekom-Manager Kiessling: "Es ist sicher eine Herausforderung, mit all den Googles, Facebooks und Kabelnetzbetreibern im Wettbewerb zu stehen. Wir sehen uns da aber mindestens auf Augenhöhe mit unseren Mitstreitern, oft sogar an der Spitze. Und dann geht es um den Kunden: Wir sind der vertrauenswürdige Begleiter in einer zunehmend komplexer werdenden digitalen Welt - privat, beruflich, immer und überall. Wir wollen das Leben von Menschen vereinfachen und bereichern. Das ist unser Auftrag."

Jörg Schläfke, Regional Director Systems Business Group bei Asus
Jörg Schläfke, Regional Director Systems Business Group bei Asus
Foto: Beate Wöhe TEST

Die Hardwarehersteller sind dagegen noch mittendrin im Kampf um Marktpositionen. Nur finden diese Kämpfe heute in anderen Märkten statt. Die Zeiten, in denen ein Notebook der ultimative Ausdruck eines mobilen Lifestyles war, gehören spätestens seit dem Siegeszug der Tablets der Vergangenheit an. "Ein für uns klar erkennbarer Trend ist die zunehmende Diversifizierung der Formfaktoren bei mobilen Endgeräten. Hinzu kommt eine zunehmende Vielfalt der Betriebssysteme in den verschiedenen Geräteklassen. Für das Jahr 2014 erwarten wir außerdem einen noch intensiveren Wettbewerb im Bereich mobile Computer, Tablets und Smartphones, bedingt durch ein geringes Marktwachstum bei den klassischen Formfaktoren", sagt Jörg Schläfke, Regional Director Systems Business Group bei Asus.

Gernot Teufel, Country Head of Germany, Sony Mobile Communications CU CE
Gernot Teufel, Country Head of Germany, Sony Mobile Communications CU CE
Foto: Sony Mobile Communications

Diesem Wandel hat sich auch Sony gebeugt, das vor wenigen Wochen bekannt gab, das Vaio-PC-Geschäft an den japanischen Investor Japan Industriel Partners zu verkaufen. Weitere Hersteller werden folgen. Sonys derzeitiges Augenmerk liegt jetzt auf anderen Bereichen: "Sony will sich 2014 weiteren Konsolidierungen des Marktes stellen und eine Fokussierung der Produkte vornehmen. Ziel ist weiterhin, mit unseren Produkten den Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden, ihnen den besten Service zu bieten und ihre Bedürfnisse vorauszusehen. Hauptziel aber ist das beschleunigte Wachstum im deutschen Smartphone-Segment. Ein Augenmerk liegt dabei insbesondere auf der Unterstützung unserer Handelspartner mit verkaufsfördernden Vertriebs- und Marketingmaßnahmen", so der Deutschland-Verantwortliche für das Mobile-Geschäft.

Aus dem Rennen um den ersten Platz im Notebook-Markt ist nun der Kampf um das Podest im Smartphone-Segment geworden. Auch Acer-Manager Müller läuft sich schon mal warm: "In diesem Jahr setzen wir die erfolgreiche Einführung unserer Smartphone-Produktlinien weiter fort. Mit einer erstklassigen Modellauswahl und neuen, starken Vertriebspartnern wollen wir unsere Marktposition in Deutschland ausbauen. Unser Ziel ist es, ein nicht zu übersehender Player im deutschen Markt zu werden."

Ein nicht zu übersehender Player - in allen Märkten - will bestimmt auch der ehemalige Weltmarktführer Nokia wieder werden. "Microsoft plant die Übernahme des Devices & Services-Bereich von Nokia, und wir erwarten, dass die Transaktion innerhalb des ersten Quartals abgeschlossen sein wird. Wenn wir rückblickend sehen, dass wir mit dem Lumia 1020 und dem Lumia 1520 zwei hervorragende neue Smartphones auf den Markt gebracht haben - und dies als getrennte Unternehmen -, wird deutlich, dass sich bei noch engerer Zusammenarbeit noch mehr Synergien und Möglichkeiten ergeben werden. Darüber hinaus haben wir Windows Phone als drittes Ökosystem etabliert. Das werden wir natürlich auch in Zukunft weiter vorantreiben", sagt Sebastian Ulrich, Geschäftsführer Nokia Deutschland GmbH.

Die Konsolidierung schreitet auch im Telekommunikationsbereich unaufhörlich voran, und mit Lenovo und Motorola stehen bereits die nächsten beiden Kandidaten vor der Tür. So wird auch das Jahr 2014 für die Telekommunikations- und Mobility-Branche nicht langweilig werden.

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