Internet of Things

Produkte und Strategien der Hersteller

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE, CIO und CSO sowie Chefredakteur der europäischen B2B-Marken von IDG. Er kümmert sich um die inhaltliche Ausrichtung der Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. 

IoT-Strategie von Amazon.com

Mit seiner weltweit führenden Cloud-Infrastruktur ist Amazon Web Services (AWS) prädestiniert für den IoT-Markt. Zu den Produkten, mit denen AWS die Konkurrenz herausfordert, gehört "Amazon Machine Learning" - ein Dienst, der für die Analyse von IoT-Sensordaten geeignet ist. Beim Machine Learning können Anwender anhand bestimmter Algorithmen Muster in Daten erkennen, daraus Prognosemodelle entwickeln und gegebenenfalls präventiv Veränderungen einleiten.

Spätestens mit der Übernahme des Startups 2lemetry hat AWS weitere Ambitionen in diesem Markt angemeldet. Das Startup aus Denver verfügt über eine Plattform, um Daten von Maschinen und Geräten, die eine IP-Adresse haben, zu tracken und zu verwalten. Wie das Unternehmen, das Konzerne wie Honeywell und First Mile zu seinen Kunden zählt, in die AWS-Welt eingebunden werden soll, ist noch unklar - Amazon gibt sich bei solchen Firmeninterna stets wortkarg.

2lemetry hat auch Lösungen für den Handel im Angebot, die Retailer in die Lage versetzen, ihre Läden mit Beacon-Technologie auszustatten. Die kontaktlose Übertragungstechnik sorgt dafür, dass Käufern indivduell Informationen zu Rabatten oder Sonderangeboten über Übertragungstechniken wie Bluetooth LE via Push-Mitteilung aufs Smartphone gespielt werden können.

Im IoT-Markt hat sich AWS außerdem schon 2013 mit Einführung der "Kinesis"-Plattform positioniert. Mit ihr lassen sich Terabytes von Daten aus Hunderttausenden von Quellen in Echtzeit verarbeiten. Das Online-Magazin "Techcrunch" spekuliert, dass AWS mit beiden Technologien in der Lage sein müsste, Massendaten aus Machine-to-Machine-Szenarien hocheffizient zu verarbeiten.

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