Inklusive OpenStack und vSphere-Integration

QNAP präsentiert Highend-NAS mit 16 Laufwerksschächten



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Speziell für hohe Ansprüche hat QNAP das neue Hochverfügbarkeits-ANS ES1640dc v2 entwickelt. Im Maximalausbau kann es bis zu einen Petabyte an Daten aufnehmen.

Der Netzwerkhersteller QNAP hat mit dem 16-Bay-NAS ES1640dc v2 ein neues Flaggschiff für Serverräume und Data Center vorgestellt. Das neue Modell arbeitet mit dem von Sun Microsystems entwickelten transaktionalen Dateisystem ZFS (Zettabyte File System), das vor allem im professionellen Umfeld eingesetzt wird. Angetrieben wird das NAS durch einen Xeon-E5-Sechskernprozessor von Intel sowie zwei aktiven Controllern. QNAP verspricht für das neue NAS eine besonders hohe Verfügbarkeit.

Das neue ES1640dc v2 von QNAP verfügt über 16 Hot-Swap-fähige Laufwerkseinschübe.
Das neue ES1640dc v2 von QNAP verfügt über 16 Hot-Swap-fähige Laufwerkseinschübe.
Foto: QNAP

Maximale Kapazität: Eine Million GByte

Das ES1640dc v2 ist mit einem 12 GBit/s schnellen Anschluss für Serial Attached SCSI (SAS) sowie vier integrierten 10-Gigabit-Ethernet-SFP+-Anschlüssen und zwei 10-Gigabit-Ethernet-RJ45-Ports ausgestattet. Dazu kommt eine M.2-SSD speziell für NVRAM zur Sicherung im Falle eines Stromausfalls.

Mit seinen 16 Einschüben für Festplatten und SSDs und zwei unterschiedlichen Erweiterungsgehäusen kommt das Modell laut QNAP auf eine maximale Kapazität von einem Petabyte (PB). Ein Petabyte sind 1.000 Terabyte beziehungsweise eine Million GByte.

"Bei unserem neuen Enterprise-ZFS-NAS dreht sich alles um Hochverfügbarkeit: Von Datei- und Virtualisierungsservern über virtuelle Desktops, Online-Videostreaming bis hin zu IP-Überwachung, Snapshots und externer Wiederherstellung", beschreibt Mathias Fürlinger, Business Development Bereichsleiter DACH bei QNAP, das neue Modell.

Vorbereitet für Virtualisierung und die Cloud

Zu den weiteren Funktionen, die das ES1640dc v2 von anderen Netzwerkspeichern abheben, gehören ein batteriegestützter DRAM-Schreib-Cache sowie ein SSD-Lese-Cache zur Beschleunigung von Operationen in Virtualisierungsumgebungen. Im Inneren befindet sich zudem ein PCIe-Steckplatz, der bereits mit einer Dual-Port-10-Gigabit-Ethernet-TJ45-Netzwerkkarte versehen ist. Sie kann durch eine 40-Gigabit-Ethernet-QSFP+-Karte ersetzt werden.

Auf der Rückseite des QNAP ES1640dc v2 finden sich zahlreiche Anschlussmöglichkeiten.
Auf der Rückseite des QNAP ES1640dc v2 finden sich zahlreiche Anschlussmöglichkeiten.
Foto: QNAP

Als Betriebssystem verwendet das ES1640dc v2 das so genannte QNAP Enterprise System (QES). Es basiert auf einem FreeBDS-Kernel und ZFS. Unternehmen erhalten dadurch nicht nur flexible Speicher-Pools, sondern auch nahezu unbegrenzt viele Snapshots sowie fortgeschrittene Funktionen wie eine blockbasierte Daten-Deduplizierung und Inline-Komprimierung.

Laut QNAP soll sich das neue NAS zudem "mühelos in OpenStack-Umgebungen" nutzen lassen. Der integrierte Cinder-Treiber des Herstellers kann das ES1640dc v2 vor Ort als OpenStack-Speicher integrieren. Darüber hinaus ist das Modell für den Einsatz mit VMware vSphere 6.0 zertifiziert und kompatibel mit Hyper-V von Microsoft, so dass es sich flexibel in vielen Virtualisierungsumgebungen einsetzen lässt.

Das ES1640dc v2 ist ab sofort für 9.099,00 Euro zzgl. MwSt. erhältlich. Das Erweiterungsgehäuse EJ1600 v2 kostet 3.299,00 Euro zzgl. MwSt. Die Handelsvergleichsplattform ITscope nennt unter anderem Also und CTT, die das neue NAS aktuell im Vorlauf haben.

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