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01.09.2017 - 

Telekom auf dem Systemhauskongress CHANCEN

Rechenzentrum – Make or buy?

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Der RZ-Betrieb ist für Systemhäuser immer seltener ein Differenzierungsfaktor zum Wettbewerb. Wann lohnt es sich, IaaS-Angebote zu nutzen? Telekom-Manager Hannes Steinborn durchleuchtet alle Facetten dieser Frage im Workshop auf dem Systemhauskongress.

In Ihrem Workshop auf dem Systemhauskongress werden Sie mit den Teilnehmern der Frage "Rechenzentrum: Make or buy?" auf den Grund gehen. Weshalb sollten sich Systemhäuser sich mit dieser Frage befassen?

Hannes Steinborn, Partnermanagement / Development, Telekom Deutschland GmbH
Hannes Steinborn, Partnermanagement / Development, Telekom Deutschland GmbH
Foto: Telekom

Steinborn: Die Wertschöpfung und Differenzierung erreichen Systemhäuser im Bereich Ihrer Beratungskompetenz und Managed Services.
Der Betrieb mit eigenem Equipment ist heute vor allem ein Kostenfaktor und kein Differenzierer zum Wettbewerb. Das gilt insbesondere für die Bereitstellung von Cloud Services, wenn die Rechenzentrumsarchitektur hohen Ansprüchen an Ausfallsicherheit, Verfügbarkeit und Zertifizierungen genügen muss.
Selbst produzierte Cloud-Angebote von Systemhäusern müssen sich in Bezug auf Funktionsumfang, Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Integration von Standardsoftware (PaaS) mit den sogenannten Hyperscalern messen lassen.

Dazukommend gelten für die Produktion auf eigenem Equipment die bekannten Nachteile: Notwendiger Invest (CAPEX), meist wenig Planbarkeit bei der Auslastung, geringe Flexibilität, usw. Zudem sind bestimmte Kundenanforderungen im eigenen Rechenzentrum möglicherweise nicht sinnvoll abbildbar - etwa bei temporären oder sehr dynamischen Ressourcen.
Teilweise sind vom Kunden Zertifizierungen gefordert, die sich für das eigene RZ wirtschaftlich nicht lohnen oder man braucht einen zweiten RZ-Standort im In- oder Ausland.

Auf welche Aspekte werden Sie konkret eingehen?

Steinborn: Im Mittelpunkt stehen die Beweggründe und die bisherigen Erfahrungen mit IaaS Providern. Wir beleuchten folgende Punkte:

  • Stärken & Schwächen von IaaS / Open Telekom Cloud gegenüber dem Betrieb mit eigenem Equipment

  • IaaS Einsatzszenarien für Systemhäuser - Was sind typische Services die Systemhäuser mit Hilfe der Public Cloud für Ihre Kunden bereitstellen können?

  • Wie verdient man mit der Veredelung von Public Cloud Services Geld? Geschäftsmodell, Alleinstellungsmerkmale, Konditionen, etc.

Worüber stolpern Systemhäuser und Provider Ihrer Erfahrung nach immer wieder bei der Umsetzung dieser Aspekte?

Steinborn: Aus unserer Sicht stolpern Systemhäuser nicht über diese Aspekte, aber sie müssen sich bestimmten Fragen stellen, wie sie bei Veränderungsprozessen dieser Art typisch sind.
Für viele Systemhauskunden, insbesondere im Mittelstand, ist IT Vertrauenssache und Datenschutz und Datenhaltung in Deutschland ein wichtiger Faktor. Hier kann es für das Systemhaus hilfreich sein, auf Ressourcen vertrauenswürdiger, idealerweise deutscher, Anbieter zurückgreifen zu können.

Wichtig ist meines Erachtens ein offener Dialog über die IT-Abteilung des Kunden hinaus mit den Fachverantwortlichen, wo cloudbasierte Services einen Mehrwert bieten.
Cloud-Plattformen bieten zusätzliche Möglichkeiten Umgebungen zu designen, bereitzustellen und betreiben als auf eigenem Equipment.

Wie unterstützen Sie Partner bei diesem Veränderungsprozess?

Steinborn: Das fängt beim Angebot an Cloud Services an. Mit der Open Telekom Cloud und der vCloud Cloud bieten wir preislich wettbewerbsfähige IaaS/PaaS Lösungen aus Deutschland und nach deutschem Recht die wir als Telekom selbst betreiben.

Im Rahmen des Telekom Solution Partner Programms bieten wir einerseits attraktive Konditionen für Partner die Cloud Ressourcen bei uns zu beziehen, um damit eigene Cloud Services zu realisieren.
Weiterhin bieten wir unseren Telekom Solution Partnern intensive Schulungen zu unseren Plattformen an. Zusätzlich unterstützen wir unsere Partner auch in konkreten Open Telekom Cloud Kundenprojekten mit technischem Know-how bis zur Unterstützung durch Cloud Architekten.

Der Systemhauskongress widmet sich in diesem Jahr dem Leitthema "Die Digitale Transformation meistern". Was sind die wesentlichen Veränderungen, die für Systemhäuser mit der digitalen Transformation einhergehen?

Hannes Steinborn: Unternehmen jeder Größe sind in hohem Maß von der Zufriedenheit ihrer Kunden, schlanken und effizienten Prozessen sowie der Sicherheit ihrer geschäftskritischen Daten abhängig. Nur so können sie sich im Markt behaupten und wettbewerbsfähig bleiben.
Das bedeutet auch: Diese Unternehmen wollen flexibel, schnell und kostengünstig neue Services auf den Markt bringen oder bestehende Prozesse und IT Systeme durch ebenfalls flexible und kostengünstige Services optimieren. Diese Anforderungen lassen sich in der Regel nur mit cloudbasierten Plattformen umsetzen.
Systemhäuser nehmen heute eine Schlüsselrolle ein. Um in diesem neuen Umfeld Trusted Advisor zu bleiben, müssen sie ihren Kunden genau solche flexiblen, cloudbasierten Lösungen bieten und mögliche Risiken managen.

Die IT-Branche hat in den vergangenen zehn Jahren sehr viele tiefgreifende Umbrüche durchlebt - sowohl im Hinblick auf die Technologie, als auch auf die Vertriebs- und Wertschöpfungsketten. Was unterscheidet diese Veränderungen so gravierend von der aktuellen Entwicklung?

Steinborn: Cloudbasierte Digitalisierungslösungen haben sich deutlich weiterentwickelt und heute einen sehr hohen Reifegrad erreicht. Viele Dienstleistungen müssen heute nicht mehr von Systemhäusern selbst gebaut werden. Wertschöpfung und Differenzierung finden vielmehr durch Managed Services im Umfeld von Cloud Angeboten wie Salesforce, Microsoft O365 oder der Open Telekom Cloud statt.

Public Cloud Services haben sich weltweit und auch in Deutschland am Markt etabliert. Gerade deutsche Kunden legen hohen Wert auf Datenschutz und Datensicherheit. Hierfür haben sich spezielle Public Cloud Angebote nach deutschem Recht entwickelt, etwa Microsoft Cloud Germany oder Open Telekom Cloud.

Welche Chancen eröffnen sich für Systemhäuser durch diese Veränderungen?

Steinborn: Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche eines Unternehmens: Absatz steigern, Kundeninteraktion verbessern, Produktivität erhöhen, Zusammenarbeit und Kollaboration ausbauen. Zudem gilt es bei allem die Sicherheit zu gewährleisten.Zum einen eröffnen sich Chancen aus der Modernisierung vorhandener Umgebungen - etwa durch Umstellung auf Cloud Telefonanlagen, digitale Arbeitsplätze mit virtuellen Desktops oder Ergänzung der vorhandenen IT Landschaft um Cloud Ressourcen.

Zusätzlich ergibt sich für Systemhäuser die Chance vom Hardware- und Lizenz-Lieferanten zum Trusted Advisor zur Optimierung der Unternehmensprozesse, Etablierung neuer Services und allen Themen rund um die Digitalisierung zu werden.